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Kaliningrader Tageblatt - Regionalnachrichten

Sa, 27 Okt 2018 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt - Regionalnachrichten
Im Video-Format „Kaliningrader Tageblatt“ fassen wir einige ausgewählte Nachrichten der vergangenen Woche aus dem Kaliningrader Gebiet zusammen. Den Begleittext zum Videobeitrag haben wir in Manuskriptform auf unserem Portal eingestellt. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

In Kaliningrad soll das russische ozeanologische Zentrum eingerichtet werden. Ein entsprechendes Memorandum wurde durch den Präsidenten der vereinigten Schiffsbauwerften Alexej Rachmanow und dem Direktor des Meeresmuseums Svetlana Siwkowa unterzeichnet. Die nächsten Schritte sind die Auswahl von Kadern und die Erarbeitung der Arbeitsstrategie dieses Zentrums zur Popularisierung der Meereswirtschaft.

Eine Gruppe von Kaliningradern hat 312 Ausländer illegal registriert und ist hierfür von einem Gericht zur Verantwortung gezogen worden. Das Urteil lautete auf zwei Jahre Freiheitsentzug mit einer Bewährungsfrist von 3,5 Jahren. Gegenstand war die illegale Legalisierung des Aufenthaltes von Ausländern im Kaliningrader Gebiet und die Registrierung in fiktiven Wohnungen. Es handelt sich hierbei um Arbeitsmigranten, in d. R. aus ehemaligen Sowjetrepubliken.

Im Kaliningrader Gebiet, in der Nähe der Siedlung Uschakowo, wurde der zweite Windpark in Betrieb genommen. Er hat eine Leistungsfähigkeit von 6,9 MWt. Bisher wurden drei Windräder aufgestellt. Die Kosten für den Windpark belaufen sich auf fast eine Milliarde Rubel. Die Staatsanwaltschaft hatte versucht, die Inbetriebnahme zu verhindern, da es für die Errichtung des Windparks, nach Ansicht der Staatsanwaltschaft, keine Baugenehmigung gab. Einen weiteren Windpark gibt es in Kulikow, in Sichtweite der Ostsee. Dort brach unter dem Einfluss eines kräftigen Windes in der vergangenen Woche ein Windrad zusammen.

Der russische Sportminister hat versprochen, Kaliningrad beim Aufbau eines Kinder-Fußballzentrums zu helfen. Hierbei geht es um ein föderales und nicht nur regional begrenztes Zentrum. Dieses Zentrum soll den Übergang vom Kinder- und Jugendfußball zum professionellen Fußball sicherstellen. Weiterhin informierte der föderale Sportminister, dass man Kaliningrad zukünftig mit föderalen und internationalen Sportereignissen auslasten werde. Unter anderem werde man das Finale des föderalen Frauen-Volleyball-Pokals in Kaliningrad organisieren. Das Finale findet vom 12-14. Dezember im Sportkomplex „Jantar“ statt.

Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat den russischen Premier Medwedjew, während seines Aufenthaltes in Kaliningrad, um Hilfe bei der Restaurierung des Gebäudes der Bernsteinmanufaktur gebeten. Die Bernsteinmanufaktur wird ein Element des neuen Museumsquartals der Stadt Kaliningrad werden. In dem Gebäude soll ein Teil des Meeresmuseums untergebracht werden, eine Abteilung der historischen Meeresforschung und eine weitere Ausstellung des Bernsteinmuseums. Ob der russische Premier bereit ist, föderale Kassen zu öffnen, wurde nicht bekannt. Er versprach, darüber nachzudenken.

Der russische Wirtschaftsminister Oreschkin hat während seines Aufenthaltes in Kaliningrad informiert, dass die zweite Eisenbahnfähre, die Kaliningrad mit dem russischen Mutterland verbinden soll, durch einen privaten Investor finanziert wird. Anfänglich war der Bau von drei Fähren geplant. Durch fehlende Finanzmittel wurde die dritte Fähre gestrichen. Da sich auch der Bau der verbliebenen zwei Fähren wesentlich verteuerte, suchte man einen Ausweg aus der Situation, um das gesamte Transportprojekt nicht zu gefährden. Beide Fähren sollen 2021 den Betrieb aufnehmen und die jetzigen beiden alten Fähren ersetzen. Die Baukosten für eine Fähre belaufen sich auf über fünf Milliarden Rubel.

Der föderale Sportminister kündigte an, in Kürze mit dem Bau von weiteren Sporteinrichtungen im Kaliningrader Gebiet zu beginnen. Welche konkreten Objekte er meint, wurde nicht bekannt. Der Bau und die Einrichtung erfolgt auf der Grundlage föderaler Förderprogramme unter der Bezeichnung „Sport ist Leben“. Der Minister kommentierte, dass man den guten Impuls, den die Fußball-Weltmeisterschaft gegeben habe, einfach nur weiter ausnutzen müsse.

Der Neubau des Hauptgebäudes des Meeresmuseums, in Form einer großen Weltkugel, schreitet schnell voran. Bereits jetzt gibt es Überlegungen für die Fassadenrenovierung der anliegenden Wohnhäuser, die alle in Plattenbauweise in sowjetischer Zeit errichtet worden sind. Gleichzeitig laufen die Planungen für die Instandsetzung des gesamten Umfeldes um dieses Wohnquartal. Diese Planungen erfordern sehr viel Geld, über die die Stadt nicht verfügt. Somit werden Varianten der regionalen und föderalen Unterstützung geprüft.

In Europa werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhren um eine Stunde zurück gestellt und es zieht die Winterzeit ein. Russland hat sich von diesem System verabschiedet und nimmt nicht an der Zeitumstellung teil. Somit haben wir für den Winterzeitraum zwischen Kaliningrad und Berlin einen Zeitunterschied von einer Stunde, der durch die Reisenden zu beachten ist, um sich nicht zu Treffen oder zu Anschlusszügen und –flügen zu verspäten.

Die föderale Regierung Russlands stellt dem Kaliningrader Gebiet vier Milliarden Rubel für die Wiederherstellung des landwirtschaftlichen Meliorationssystems zur Verfügung. Notwendig sind die Durchführung einer Bestandsaufnahme des Zustandes des jetzigen Systems und die Feststellung des Restaurierungsumfangs. Bei vielen Kanälen und Meliorationseinrichtungen ist unklar, wer der Besitzer ist. Insgesamt sind die Besitzverhältnisse im Kaliningrader Gebiet sehr kompliziert. Ohne die Wiederherstellung des Meliorationssystems, so wie es zu deutschen Zeiten existierte, ist eine effektive und verlustfreie Landwirtschaft im Gebiet nicht möglich.

Die Firma „Bollwerk“ die in der Kleinstadt Pionersk den Bau des neuen Hafens durchführt, hat Fotoaufnahmen vom Stand der gegenwärtigen Arbeiten veröffentlicht. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. 238 Arbeiter und 46 Technikeinheiten arbeiten an 24 Stunden, sieben Tage in der Woche am Hafenprojekt. Der Hafen soll im Jahre 2019 der Nutzung übergeben werden und als Passagier- wie auch als Frachthafen dienen.

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