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Kaliningrader Wochenblatt 2014-02

So, 12 Jan 2014 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Wochenblatt 2014-02

 

Inflation in Russland     
Information vom 05.01.2014
 
 
Die Inflation in Russland im Jahre 2013 beträgt 6,5 Prozent. Für westliche Verhältnisse eine enorm hohe Inflationsrate, für russische Verhältnisse ein sehr gutes Ergebnis, denn noch vor wenigen Jahren belief sich die Inflation auf über zehn Prozent. Im Jahre 2012 betrug die Inflation 6,6 Prozent. Alleine im Dezember 2013 erhöhte sich der Inflationsfaktor um 0,5 Prozent in Russland. Das erreichte Ergebnis entsprach den von der russischen Regierung und der russischen Zentralbank vorausberechneten Ergebnissen.
 
Veränderungen in Gehaltszahlungen in Russland     
Information vom 05.01.2014
 
 
In Russland wird das Gehalt für angestellte Mitarbeiter zweimal monatlich ausgezahlt. Der erste Teil des Gehaltes nicht sich Abschlagszahlung, der zweite Teil ist dann das Gehalt unter Berücksichtigung der schon erhaltenen Abschlagszahlung. Nun hat die Staatsduma vorgeschlagen Gehälter wöchentlich auszuzahlen. Dies soll die Arbeitgeber disziplinieren, die oftmals ihren Mitarbeitern nicht rechtzeitig den zustehenden Lohn auszahlen.
 
Dummheit plus Leichtsinn gleich Gefängnis     
Information vom 05.01.2014
 
 
Ein 29 jähriger Kaliningrader fand „irgendwo im Gebiet“ sieben Granatwerfergeschosse aus dem Zweiten Weltkrieg und versuchte diese zu verkaufen. Eine Granate wollte er jedoch zuerst auf „Wirksamkeit“ prüfen und warf diese in ein Lagerfeuer die auch unweit seines Wohnhauses explodierte. Für die restlichen sechs Granaten fand sich ein Käufer. Dieser erwies sich allerdings als Polizist, der den Leichtsinnig-Dummen festnahm. Es erwies sich, dass der Festgenomme schon früher im Handel tätig war. Er versuchte Rauschgift zu verkaufen und da dies anscheinend nicht geklappt hat, versuchte er nun mit Altmunition ein paar Rubel zu verdienen. Nun braucht er sich für die nächsten Monate keine Gedanken um die persönliche Freizeitgestaltung zu machen.
 
Pflicht zur Installation von Verbrauchszählern     
Information vom 06.01.2014
 
 
Viele Jahrzehnte lebten die Russen kostenlos in den Wohnungen und brauchten auch für die kommunalen Dienstleistungen nichts zu bezahlen. Diese Zeiten sind vorbei. Eine Zeitlang bezahlten sie nach komplizierten Berechnungen eine Art Pauschalsumme. Dann wurden sie gesetzlich verpflichtet, Zähler in den Wohnungen zu installieren. Dies geschieht aber anscheinend nur sehr schleppend, so dass jetzt die Wohnungsverwaltungen gesetzlich verpflichtet werden sollen diese Zähler zwangsweise einzubauen. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag soll im Januar durch die Staatsduma beschlossen werden.
 
Reise- und ausgabefreudige Russen     
Information vom 09.01.2014
 
 
Während der Feiertage zum Jahreswechsel haben über 186.000 Kaliningrader die Grenze nach Polen passiert. Um diesem Andrang gerecht zu werden, wurde an der Grenze das vereinfachte Abfertigungsverfahren durchgeführt. Gerüchte über massenhafte Zurückweisung von Kaliningradern, die mit Geschäftsvisum nach Polen während der Feiertage reisen wollten, entsprechen nicht den Tatsachen. Während der ganzen Feiertage hat es nur eine einzige Rückweisung gegeben.
 
Schlechter Jahresanfang für Fahrraddieb     
Information vom 09.01.2014
 
 
Das Jahr 2014 begann für den Kaliningrader Fahrraddieb etwas unglücklich. Er wurde von der Polizei „bei der Arbeit“ gefasst. Im  Verlaufe des Jahres 2013 hatte er insgesamt 65 Fahrräder gestohlen. Hauptereignisorte waren Treppenaufgänge, wo ihm die leichtsinnigen Besitzer das Arbeitsleben relativ leicht gemacht hatten. Manchmal konnte er mit einem „Arbeitsgang“ gleich drei Fahrräder stehlen. Das für den Verkauf eingenommene Geld investierte er in Rauschgift für den Eigenbedarf. Nun erhält er die Möglichkeit zum wohlverdienten Urlaub – in staatlicher Obhut und mit staatlicher Verpflegung. Zum Nachtisch wird aber kaum Rauschgift gereicht werden.
 
Restaurantleitung droht Ermittlungsverfahren
Information vom 09.01.2014
 
 
Der Restaurantleitung des japanischen Riso-Restaurants auf dem Leninski Prospekt droht nach der massenhaften Lebensmittelvergiftung am 3. Januar nun ein Ermittlungsverfahren. Die staatsanwaltschaftlichen Untersuchungsorgane haben hierzu die Arbeit aufgenommen. Die sofort eingeleitete Kontrolle der Hygieneinspektion ergab eine Unmenge von Verstößen und Unzulänglichkeiten. Bei den bisher erkrankten 17 Gästen wurden Salmonellen festgestellt.  Einer der Mitarbeiter des Restaurants wurde als Salmonellenträger ermittelt. Das Restaurant wurde geschlossen. Es bestehen mehrere Restaurants dieser Kette in Kaliningrad. Bereits in der Vergangenheit sind diese Restaurants negativ aufgefallen.
 
Ungewöhnlicher Restaurantbesuch     
Information vom 10.01.2014
 
 
Ein ehemaliger Fallschirmjäger besuchte ein bekanntes Restaurant im Zentrum Kaliningrads. An der Garderobe gab er seine Jacke ab, holte aber vorher eine Handgranate aus der Tasche und begann diese demonstrativ zu zeigen. Die sofort gerufenen Sicherheitskräfte nahmen den Mann fest. Es erwies sich, dass die Handgranate eine Übungshandgranate war, die der ehemalige „Krieger“ von Kameraden geschenkt bekommen haben will. Sein Auftreten, nicht mehr ganz nüchtern, begründete er damit, dass er zeigen wollte, was für ein toller Kerl er ist. Nun kann er dies dem Staatsanwalt zeigen, der ihn wegen Rowdytums anklagen wird.
 
Brückenrekonstruktion in Kaliningrad     
Information vom 10.01.2014
 
 
Die hölzerne Brücke in der Oktoberstraße über den Pregel wird rekonstruiert. Die Instandsetzung der historischen Brücke ist nur ein Teil der Instandsetzungsarbeiten für einen Großteil der Straße. An sich besteht die Notwendigkeit diese Brücke zu verbreitern. Da es sich aber um ein Architekturdenkmal handelt, wird dies nicht möglich sein. Die Brücke wurde im Jahre 1404 gebaut. Im Jahre 1904 wurde die Brücke rekonstruiert und erhielt ihr jetziges Aussehen. Die Kosten für den Gesamtumfang der Brücken- und Straßenrekonstruktion belaufen sich vorläufig auf 400 Mio. Rubel (9 Mio. Euro).
 
Zentralbank beantragte Bankrotterklärung für Investbank     
Information vom 10.01.2014
 
 
Die russische Zentralbank hat beim zuständigen Moskauer Vertragsgericht einen Antrag auf Bankrotterklärung für die Kaliningrader Investbank gestellt. Nach dem Lizenzentzug am 13.12.2013 ist dies der nächste notwendige Schritt gewesen. Bis zum Jahreswechsel hatten ungefähr die Hälfte der Privatanleger ihre Einlagen in der versicherten Höhe (15.500 Euro) zurückerhalten. Die Investbank war die erste Privatbank in Kaliningrad. Sie wurde 1989 gegründet und gehörte zu den Systembanken in Kaliningrad. Sie ist eine der „Start“-Banken für die angelaufene Bankendisziplinierung in Russland.
 
Beeindruckende Uferrekonstruktion des Pregel     
Information vom 10.01.2014
 
 
Mit äußerstem Hochdruck wird an der Rekonstruktion der Uferpromenade des Pregel gearbeitet. Auch an den Feiertagen zum Jahreswechsel standen die Arbeiten nicht still. Nun hat der Gouverneur bei einem Vor-Ort-Termin eine weitere Beschleunigung gefordert. Die Uferpromenade soll bis zum „Tag der Stadt“ fertiggestellt sein. Im weiteren soll der gesamte weitere Uferverlauf rekonstruiert werden, so dass eine sehr lange Promenade, ähnlich wie am Oberteich entsteht. Bis zum Jahre 2018 sollen, so die Vorstellungen des Kaliningrader Gouverneurs, auch alle Fassaden der Häuser rekonstruiert werden, die am Ufer stehen. Es handelt sich hierbei fast ausschließlich um Plattenbauten aus sozialistischer Zeit.
 
Jung-Ärzte erhalten Motivierungsprämie     
Information vom 10.01.2014
 
 
Vierzig Studenten-Absolventen medizinischer Hochschulen erhalten aus dem Kaliningrader Gebietshaushalt je 200.000 Rubel (4.400 Euro) als Motivierungsprämie nach Abschluss des Studiums  für eine Arbeitsaufnahme in Kaliningrad, wenn sie denn in Kaliningrad bleiben. Weiterhin erhalten diese Studenten jeden Monat 2.000 Rubel zusätzliches Stipendium aus dem Budget – ein weiterer Anreiz die Verbindung mit Kaliningrad zu halten.
 
 
05.01.14 / In der Neujahrsnacht wurden durch die Verkehrspolizei 39 betrunkene Autofahrer festgesetzt. Insgesamt an allen Feiertagen wurden 139 betrunkene Autofahrer erwischt.
 
04.01.14 / Trotz Feiertagen sind die illegalen Bernsteingräber unterwegs. Am Vortag wurden vier „Aktivisten“, gemeinsam mit der Technik und einem Traktor festgesetzt.
 
07.01.14 / In der Christi-Erlöser-Kirche, der größten Kirche Kaliningrads, wurde ein spezieller Fahrstuhlschacht gebaut, der es Invaliden gestattet problemlos die vielen Stufen zum Kircheneingang zu vermeiden.
 
07.01.14 / Ungeachtet der heiligen Feiertage arbeiteten Diebe und Einbrecher. So stahlen sie in der Nacht zum 7. Dezember aus einem Juwelierladen auf dem Prospekt Mira Schmuck im Werte von 178.000 Euro.
 
08.01.14 / In Kaliningrad häufen sich die Überfälle auf Taxifahrer. Alleine am 07. Januar wurden vier Fahrer überfallen. Anfang des Jahres wurde ein Fahrer ermordet, am 4. Januar wurden zwei Fahrer mit Messerstichen verletzt.
 
09.01.14 / Im Kreis Gwardejsk wurde durch die Kaliningrader Staatsanwaltschaft eine weitere illegale Förderstätte für Sand entdeckt. Zwei Personen wurden festgenommen.
 
09.01.14 / Im Kaliningrader Gebiet gibt es insgesamt 40 illegale Grabungsstätten für Sand. Wer die Betreiber sind bleibt oft unbekannt. Anscheinend werden diese vor bevorstehenden Kontrollen der Polizei gewarnt.
 
09.01.14 / Während der freien Tage zum Jahreswechsel passierten in Kaliningrad 14 Verkehrsunfälle und 12 Brände.
 
09.01.14 / Der Direktor des Tierparks in Gdansk informierte, dass der größte Teil der Zoobesucher aus Kaliningrad kommt.
 
09.01.14 / In Kaliningrad hat die Polizei begonnen, die sogenannten Gummi-Wohnungen zu kontrollieren. Ungesetzliche Massenregistrierungen kommen nun den Betroffenen sehr teuer zu stehen.
 
10.01.14 / Bei Bauarbeiten zum Ausbau der Stadtautobahn wurde in Kaliningrad ein Schatz aus Silbermünzen gefunden. Teilweise datieren die Münzen aus dem 15. Jahrhundert.
 
10.01.14 / Im vergangenen Jahr hat die Kaliningrader Eisenbahn 4,3 Prozent mehr Waren transportiert als im Jahre 2012.
 
10.01.14 / Kaliningrad plant Eichhörnchen aus den umliegenden Wäldern in die Stadt Kaliningrad umzusiedeln.
 
10.01.14 / Die Kaliningrader Stadtverwaltung wird einen weiteren Kredit zum Ausgleich des Haushaltsdefizits im Jahre 2014 aufnehmen. Die Höhe beläuft sich auf eine Milliarde Rubel (22 Mio. Euro).
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