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Licht und Schatten in der Kaliningrader Migration

Di, 19 Feb 2019 Kaliningrader Wochenblatt


Licht und Schatten in der Kaliningrader Migration
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Kaliningrad ist eine Einwanderer-Region. Im vergangenen Jahr wurde die Einwohnerzahl des Gebietes von einer Million erreicht. Allerdings erfolgt der Bevölkerungszuwachs nicht durch „natürlichen“ Zuwachs, also Geburten der Bevölkerung, sondern durch Zuwanderung aus anderen Gebieten und Ländern.

Insgesamt gab es im Jahre 2018 einen Rückgang um 3,8 Prozent, im Vergleich zu 2017. Aber die Zahl der Übersiedler aus dem russischen Mutterland nach Kaliningrad, erreichte einen neuen Rekord. Seit 1993 gibt es in Russland eine Migrationsstatistik innerhalb der russischen Regionen und diese zeigt für das Jahr 2018 einen absoluten Rekord, seit dem Jahr der Ersterfassung.

In absoluten Zahlen siedelten im Jahre 2018 fast 6.000 Bürger aus dem russischen Mutterland nach Kaliningrad.  

Gleichzeitig entschied sich aber eine überaus große Anzahl von Bürgern aus Kaliningrad in Richtung Deutschland zu ziehen. Insgesamt zogen 534 Personen nach Deutschland. Dem stehen nur 275 Personen gegenüber, die aus Deutschland nach Kaliningrad übersiedelten.

Im Jahre 2017 war das Verhältnis noch mehr oder weniger ausgeglichen, d.h. 253 verließen Kaliningrad in Richtung Deutschland, 265 kamen aus Deutschland nach Kaliningrad.

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Migration

   Kommentare ( 4 )

Frank Werner Veröffentlicht: 19. Februar 2019 21:17:54

Ist die Frage, wer aus Deutschland gekommen ist - zurückkehrende Deutschrussen? Zum Anderen: wie ist das derzeit - kann jeder einfach innerhalb Russlands umziehen? zumindest für Moskau gelten doch Beschränkungen, oder? Wie ist das aktuell?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 19. Februar 2019 21:22:46

... es gibt keine "echten" Deutschen, die nach Kaliningrad übersiedeln und wenn, dann sind es vielleicht ein oder zwei Personen im Jahr, die dann häufig aber auch nicht durchhalten - aus unterschiedlichsten Gründen. Es handelt sich also somit um RusslandDeutsche.

In Russland herrscht Wohnsitzfreiheit, d.h. jeder kann hinfahren, wo er will und sich dort niederlassen. Selbst ich, mit meiner Aufenthaltsgenehmigung unterliege keinerlei Wohnsitzbeschränkungen innerhalb der Russischen Föderation.

Hauke Veröffentlicht: 19. Februar 2019 22:04:57

Nun ja, übersiedeln würde ich nicht
aber ich könnte mir sehr gut vorstellen den Sommer dort zu leben

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 19. Februar 2019 22:12:02

... mit einem Business-Visum und Aufenthaltsrecht von 90 Tagen im Halbjahr kein Problem.

ru-moto Veröffentlicht: 19. Februar 2019 23:18:40

Als unabhängiger Bürger könnte ich das ganze Jahr über im Kaliningrad-Gebiet bleiben. Zumindest so lange es mir gefällt, um dann zwischendurch wieder weg zu sein. Wenn ich jedoch mit dem Pkw einreise unterliege ich Unannehmlichkeiten und Einschränkungen, wie es sie sonstwo in Europa nicht gibt. Diese verursachen Kosten und strapazierten die Nerven. Teure Extra-Auslandsreisekrankenversicherung, extra Grüne Karte, Visumbeschaffung, Bestätigungen (Kfz, Zoll), Zwischenübernachtungen, Reservierungen, Probleme beim Tanken, etc. Neuerdings gibt es eine schikanöse Gewichtsbeschränkung beim persönlichen Reisegepäck (25kg). Ich bin es gewohnt, mein bequemes Auto mit allem was die Fahrt und den längeren Aufenthalt angenehmer macht, vollzuladen. Das ist ganz normal so. 25 kg Gepäck für 3 Monate reicht nur mehr für wenig Kleinkram. Geschenke für Freunde/Bekannte und nützliche Dinge fürs Leben können gar nicht mehr mitgenommen werden. Das Einreisen wird immer mehr eingeschränkt anstatt erleichtert.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 19. Februar 2019 23:38:32

... sind Sie sicher, dass sich die 25 Kilo auf Ihr Reisegepäck beziehen und nicht auf mögliche Waren, die Sie mitnehmen? Ansonsten hat Russland schon vor fast zehn Jahren komplette Visafreiheit angeboten. Die Europäische Union wünscht keine Freiheit mit Russland. Dann müssen eben die Bürger der EU mit den Reiseregelungen leben, wie sie Russland festgelegt hat - in der Regel auf der Basis der Gegenseitigkeit.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 20. Februar 2019 20:50:46

Ich weiß ja nicht, ob sich jemand die Zeit genommen hat, sich die Rede Putins zur Lage der Nation anzuhören. Ich habe es getan, natürlich in der Simultanübersetzung in´s Deutsche.
Für mich sehr interessant. Und zu diesem hier angeschnittenen Thema der Reisefreiheit hat ja Wladimir Wladimirowitsch auch so einiges gesagt. Ganz offensichtlich will die RF von dem Prinzip der sogenannten Gegenseitigkeit der Entgegenkommen oder der Verbote wohl abgehen und den Wünschen der ausländischen Touristen entsprechen und die Reiseformalitäten verbessern, also erleichtern.
Wenn das wirklich alsbald kommen sollte, dann werden wohl die ansonsten einfallsreichen Sanktionierer ihrem Herrn in Washington nicht mehr so recht folgen können.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 20. Februar 2019 21:02:55

... die russischen Medien informieren, dass bereits die Arbeit aufgenommen wurde für die Einrichtung des elektronischen Visums für Moskau und St. Petersburg. Letztendlich soll es dann nur noch das elektronische Visum geben.

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