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Russland Kompakt – Ausgabe Juli 2016

So, 31 Jul 2016 Kaliningrader Wochenblatt


Russland Kompakt – Ausgabe Juli 2016
„Russland Kompakt“ erscheint täglich mit Nachrichten und Informationen aus den russischen Regionen und dem föderalen Russland. Wir berichten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft in komprimierter Form.
 
 

31.07.2016 – Russland verhängt Importverbot für Tierfutter aus der Ukraine
Russland hat ein Importverbot für Tierfutter aus der Ukraine angeordnet. Das Verbot tritt am 1. August in Kraft. Die russische Verbraucherschutzbehörde hat im Tierfutter und Zusätzen zum Tierfutter Schadstoffe entdeckt und somit das Importverbot verhängt. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Ukraine 243 russischen Firmen verboten hatte, ihre Produkte in die Ukraine zu liefern. Man war der Ansicht, dass die Ukraine diese Waren selber produzieren kann.
 
31.07.2016 – Weitere Haussuchungen im Zoll-Hauptquartier
Am Donnerstag wurde der bisherige Chef des Zolldienstes durch den russischen Präsidenten erlassen. Bereits am Freitag kamen die russischen Sicherheitsorgane und führten weitere Haussuchungen im Moskauer Stab des Zolldienstes durch. Bestimmte Quellen gaben zu verstehen, dass man davon ausgehe, dass in der kommenden Zeit weitere Verhaftungen von hochgestellten Mitarbeitern im Zolldienst erfolgen werden.
 
 
31.07.2016 – Zahl der Alkoholiker stark rückläufig
In den letzten sieben Jahren ist die Zahl der offiziell anerkannten Alkoholiker um ein Drittel rückläufig. Die Sterblichkeitsrate unter den Alkoholabhängigen in Russland ist um 25 Prozent rückläufig. Diese Zahlen verbreitet die russische Verbraucherschutzorganisation auf ihrer Internetseite. Die Behörde geht davon aus, dass dieses Entwicklung das direkte Ergebnis der Gesundheitspolitik des russischen Staates ist, welche darauf gerichtet ist, den Alkohol- und Tabakkonsum durch verschiedenste „Stimulierungen“ zurückzudrängen.
 
31.07.2016 – Russland und Türkei sprechen über Gasleitung „Türkenlinie“
Der russische Energieminister Nowak teilte mit, dass die Gespräche zwischen Russland und der Türkei zum Bau der sogenannten „Türkenlinie“ wieder aufgenommen worden sind. Besprochen wird der Bau von zwei Röhren innerhalb der Linie. Die Türkei hat ihr Interesse erklärt, Gas aus Russland direkt zu bekommen, ohne dass die Rohrleitungen über Drittländer laufen. Für den Eigenbedarf der Türkei ist somit eine Röhre erforderlich. Die zweite Röhre könnte dann möglichen Bedarf anderer europäischer Verbraucher abdecken.
 

30.07.2016 – Ukrainischer Sicherheitsdienst verbietet russische Firmen in der Ukraine
Der ukrainische Sicherheitsdienst hat 243 russischen Firmen verboten in der Ukraine zu arbeiten. Eingeleitete Untersuchungen haben gezeigt, dass ukrainische Firmen die Lieferungen aus Russland ersetzen können und die Ukraine die russischen Importe nicht benötigt. Es ist somit davon auszugehen, dass auch Russland ukrainische Firmen finden wird, deren Erzeugnisse in Russland nicht mehr benötigt werden.
 
30.07.2016 – Russland nimmt Einfluss auf Getreideverkäufe
Russland wird Einfluss auf den Verkauf von Getreide nehmen. Dies ist notwendig, um einerseits einen optimalen Preis zu erzielen und andererseits die Getreidelagerstätten von der Ernte des Vorjahres zu befreien. Prognosen auf die Ernte 2016 sagen eine neuerliche Rekordernte von 110 Mio. Tonnen voraus. Im Jahr zuvor wurden 104,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Russland hat sich im vergangenen Jahr zum Weltmeister für den Getreideexport entwickelt und die USA und Kanada auf die nachfolgenden Plätze verwiesen.
 
30.07.2016 – Rentenerhöhung in Russland
Per 1. August wird es für Rentner die noch im Arbeitsleben stehen, eine Rentenerhöhung geben. Die russische Gesetzgebung sieht für diese Kategorie von Rentnern eine jährliche Anpassung im Monat August vor. Maximal können diese Rentner auf drei Prozent mehr Rente rechnen.
 
30.07.2016 – Putin trennt sich von landwirtschaftlichen Firmen
Der russische Präsident Wladimir Putin hat einen Erlass unterzeichnet, der die Übergabe von drei landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben, die sich gegenwärtig in föderalem Eigentum befinden, an den Krai Altai vorsehen. Die Übergabe der Betriebe, die sich im wesentlichen mit der Viehzucht beschäftigen, wird im Verlaufe von sechs Monaten erfolgen. Die Übergabe erfolgt auf Bitte des Gouverneurs des Altai-Krai.
 
 
30.07.2016 – Vorsicht! NATO-Kommandierender lobt Russland
Der Oberkommandierende der NATO-Truppen in Europa machte Russland und seiner Armee Komplimente. Da heißt es für Russland vorsichtig zu werden. General Skaparotti bermerkte, dass Russland in den letzten Jahren viel getan habe, um seine Militärdoktrin den Realitäten die das Land umgibt, anzupassen. Großen Eindruck haben die Russen bei ihm im Rahmen des Syrieneinsatzes hinterlassen. Der Einsatz von Flügelraketen, die von U-Booten und Langstreckenbombern gestartet worden sind, war eigentlich nicht nötig, aber Russland wollte damit international zeigen, wozu es in der Lage ist. Russland hat viel gelernt in den letzten Jahren und das beeindruckt – meinte der NATO-General.
 
 
29.07.2016 – Russischer Botschafter in Ukraine entlassen
Der russische Präsident Wladimir Putin hat den bisherigen Botschafter in der Ukraine Michael Surabow von seiner Funktion entbunden und nach Russland zurück beordert.
 
 
29.07.2016 – Baldige Wiederaufnahme der landwirtschaftlichen Lieferungen aus der Türkei?
Der Leiter der russischen landwirtschaftlichen Aufsichtbehörde Sergej Dankwart informierte, dass Russland bereit ist, ab 1. August die türkischen Betriebe und Erzeuger zu kontrollieren, die Lieferungen von Lebensmitteln nach Russland vornehmen möchten. Die Arbeit wird sehr umfangreich sein, da Russland eine komplette Übersicht über mögliche negative biologische Einflussmöglichkeiten auf die Qualität der türkischen Lebensmittel erhalten möchte. Der russische Vizepremier Arkadi Dworkowitsch hob hervor, dass Russland zu jeder einzelnen Ware eine Lieferentscheidung treffen wird und keine Entscheidung nach Warengruppen vorgenommen wird.
 
 
29.07.2016 – Russischer Verteidigungsminister äußert Bitte in Syrien
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat an den syrischen Präsidenten Assad die Bitte übermittelt, diejenigen Kämpfer der militärischen Opposition zu amnestieren, die freiwillig die Waffen niederlegen und in das Zivilleben zurückkehren. Der syrische Präsident kam dieser Bitte nach. Dieses Angebot für Straffreiheit gilt drei Monate. Gleichzeitig gab das russische Verteidigungsministerium bekannt, dass man mit einer großangelegten humanitären Operation zur Versorgung der Stadt Aleppo begonnen habe. Dort droht eine humanitäre Katastrophe, wenn nicht eingegriffen wird. Mit der Lieferung von Hilfsgütern im großen Umfang hofft Russland auf eine wesentliche Erleicherung der Situation.
 
29.07.2016 – Goldreserven Russland schwinden
Bereits zwei Wochen hintereinander schwinden die Goldreserven Russlands. In der Woche vom 15.-22. Juli haben sie um 100 Mio. USD abgenommen und belaufen sich nun nur noch auf einen Gesamtwert von 392 Milliarden USD. Allerdings sind die Goldreserven Russlands seit Anfang des Jahres trotz aller Sanktionen und wirtschaftlichen Probleme um 6,2 Prozent gewachsen.
 
29.07.2016 – Republik Krim in Bestand des Südlichen Föderalen Verwaltungsgebietes aufgenommen
Durch Erlass des russischen Präsidenten ist die Republik Krim in den Bestand der Föderalen Verwaltungsregion Süd übergegangen. Leiter der Region ist der ehemalige russische Generalstaatsanwalt und jetzige bisherige Leiter der Region Wladimir Ustinow.

 


 

28.07.2016 – Russischer Zoll-Chef ist Zeuge
Verschiedene Quellen, so auch der Kreml selber informieren, dass der russische Zoll-Chef in der gegenwärtigen Korruptionsaffäre den Status „Zeuge“ hat und nicht beschuldigt wird. Über ein eingereichtes Rücktrittsgesuch bzw. eine Entlassung des Zoll-Chefs zeigte sich der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow nicht informiert.
 
28.07.2016 – Russischer Präsident besucht Slowenien
Der russische Präsident Wladimir Putin wird am 30. Juli zu einem Arbeitsbesuch in Slowenien erwartet. Neben einem Treffen mit seinem Amtskollegen wird der russische Präsident an der Einweihung einer Gedenkstätte für gefallene russische/sowjetische Soldaten während der beiden Weltkriege teilnehmen. Gesprächsthemen werden Handels- und Wirtschaftsfragen sowie die Entwicklung der kulturellen Beziehungen sein.
 
28.07.2016 – Notlandung eines amerikanischen Aufklärungsflugzeuges
Ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug ist in Chabarowsk notgelandet. Im Rahmen internationaler vertraglicher Vereinbarungen „Offener Himmel“ führte dieses Flugzeug einen Kontrollflug über russischem Territorium durch. Während des Fluges wurde bemerkt, dass es mit dem Fahrwerk technische Probleme gibt und es wurde eine erfolgreiche Notlandung auf dem Flugplatz in Chabarowsk durchgeführt. Bereits am 22. Juli musste dieses Flugzeug in Jakutsk zwischenlanden um eine Nachbetankung durchzuführen. An Bord des Flugzeuges befinden sich Militärspezialisten aus den USA und der Ukraine.
 

27.07.2016 – Russland verabschiedet sich von ausländischer Software
Der russische Premierminister hat den Plan bestätigt, dass Russland im Verlaufe der nächsten drei Jahre sämtliche ausländische Software, die in staatlichen Behörden verwendet wird, gegen Software aus russischer Produktion ersetzt wird. Weiterhin wurde bekannt, dass im weiteren auch alle staatlichen Firmen ihre ausländische Software auszutauschen haben.
 
27.07.2016 – Türkei leitet neue Untersuchung ein
Türkische Quellen berichten, dass nach dem versuchten Militärputsch, die türkischen Behörden den Fall des Abschusses eines russischen Militärflugzeuges über syrischem Territorium Ende 2015 wieder neu aufrollen und weitere Untersuchungen einleiten. Der türkische Pilot, der den Abschuss vorgenommen hatte, wurde bereits verhaftet. Allerdings war der Grund hierfür die vermutete Teilnahme am Militärputsch.
 
27.07.2016 – Durchsuchungen im Dienstsitz und Privathaus des russischen Zoll-Chefs
Russische Medien berichten, dass durch den russischen Sicherheitsdienst Durchsuchungen im Dienstzimmer des Chefs des russischen Zolldienstes vorgenommen worden sind. Weitere Hausdurchsuchungen wurden in kommerziellen Strukturen vorgenommen, die sich u.a. mit dem Import von Alkohol beschäftigen. Ausgangspunkt war ein Vorfall vor einigen Monaten, wo in einem Container äußerst seltener Cognac und sehr teure Weine entdeckt worden sind, deren Deklaration nicht gesetzeskonform war. In welchem Umfang der russische Zoll-Chef Andrej Beljaninow beschuldigt wird, geht aus den Meldungen nicht hervor. Er ist seit 2006 im Amt. Am späten Nachmittag meldeten russische Medien, dass der Zoll-Chef seinen Rücktritt eingereicht habe. Diese Meldung wurde vom Pressedienst des Zolls weder bestätigt noch dementiert.
 
Foto: Verschiedene Valuta im Umfang von 67 Mio. Rubel  in Schuhkartons im Wohnhaus des Zoll-Chefs gefunden
 
Nachtrag: Bei einer ersten Befragung erklärte der Zoll-Chef, dass es sich bei den 67 Mio. Rubel um Familienersparnisse handele. Ob es sich bei der weiterhin gefundenen wertvollen Kugelschreiber-Sammlung sowie der umfangreichen wertvollen Gemäldegalerie auch um mühsam vom Munde abgespartes Familieneigentum handelt, wird gegenwärtig durch die zuständigen Organe geklärt.
 
 
27.07.2016 – Gespräche zur Visafreiheit für türkische Bürger aufgenommen
Der russische Vizepremier Arkadi Dworkowitsch informierte, dass auf der Ebene der Außenminister Konsultationen über die Wiedereinführung der Visafreiheit für türkische Bürger bei Besuchen in Russland begonnen haben. Im besonderen werden durch die dafür zuständigen Organe Sicherheitsfragen besprochen, um ein Überqueren der Grenze durch terroristische Personen zu verhindern. Wie bereits früher gemeldet, geht es beiden Staaten darum, die ehemals guten zwischenstaatlichen Beziehungen so schnell wie möglich wieder herzustellen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Treffen des türkischen Präsidenten Erdogan mit dem russischen Präsidenten Putin am 9. August in St. Petersburg stattfinden wird.
 
26.07.2016 – Waffenexport scheint gut zu laufen
RosOboronExport, der russische Monopolist für den Export von militärischen Ausrüstungen scheint mit dem Gang der Geschäfte zufrieden zu sein. Davon zeugt der Kauf von Jahresabbos im Bolschoi Theater für die Summe von 13 Mio. Rubel. Allerdings geht es hierbei nicht um ordinäre Sitzplätze irgendwo in der Masse, sondern um eine Loge mit sechs Plätzen. Der Umfang der Nutznießer ist somit klar überschaubar.
 
 
26.07.2016 – Französische Abgeordnete besuchen die Krim
Vom 29.-31. Juli wird eine Delegation des französischen Parlaments und Mitglieder des französischen Senats der russischen Halbinsel Krim einen Besuch abstatten. Sie werden den Aufenthalt nutzen, um an den Feierlichkeiten zum Jahrestag der russischen Seestreitkräfte in Sewastopol teilzunehmen. Weiterhin ist der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers „Krasny“ vorgesehen. Im Besuchsplan sind auch Treffen mit führenden Politikern der Krim geplant.
 
 
26.07.2016 – Der Fahrzeugmarkt wächst
Der Fahrzeugmarkt in Russland wächst. Allerdings nicht im üblichen Sortiment für die Normalsterblichen, sondern im Luxussortiment und dies trotz aller Krisen, deren Lasten doch eigentlich gleichmäßig durch das gesamte Volk getragen werden sollte. Im ersten Halbjahr wurden 675 Luxusfahrzeuge und somit 24,5 Prozent mehr verkauft, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Den Löwenanteil fasste mit über 60 Prozent die Marke Mercedes-Benz Maybach S-Class ab.
 
26.07.2016 – Straßenbau bis 2020 auf Krim finanziell abgesichert
Dmitri Medwedjew, russischer Premierminister informierte, dass man im Haushalt nach anstrengender Arbeit 100 Mrd. Rubel für den Straßenbau auf der Krim gefunden habe. Mit dieser Summe werden die geplanten Arbeiten bis zum Jahre 2020 abgesichert. In einem begleitenden Kommentar forderte der Premierminister die Verantwortlichen, sowohl auf der Krim, wie auch im zentralen Apparat auf, endlich etwas zu unternehmen, um dem Diebstahl beim Straßenbau auf der Krim endlich Einhalt zu gebieten.
 
26.07.2016 – Putin fährt nicht zur Eröffnung der Olympiade
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten informierte, dass der Arbeitsplan des russischen Präsidenten keine Reise zur Teilnahme an der Eröffnung der Olympischen Spiele vorsieht. Auch sind gegenwärtig keine Reisen zu einzelnen Wettbewerben geplant.
 
 
26.07.2016 – Türkei dankt Russland
Der türkische Außenminister hat sich bei Russland für das Verhalten während des verhinderten Militärputsches in der Türkei bedankt. Der türkische Außenminister richtete seinen Dank direkt an den russischen Präsidenten: „Wir danken dem russischen Präsidenten und allen offiziellen Vertretern“. Gleichzeitig bestätigte er, dass es Anfang August zu einem Treffen zwischen den beiden Präsidenten kommen wird. Ziel des Treffens ist die schnellstmögliche Wiederherstellung der Beziehungen zwischen beiden Ländern.
 
26.07.2016 – Chinesen entdecken Russland als Urlaubsziel
Immer mehr Chinesen verbringen ihren Urlaub in Russland. Im ersten Halbjahr 2016 kamen 50 Prozent mehr chinesische Urlaubssuchende nach Russland als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der größte Zuwachs im Gruppentourismus zu verzeichnen, wo eine visafreie Einreise möglich ist. Umgekehrt ist es leider so, dass die Anzahl der Russen die nach China reisen leicht rückläufig ist. Beide Länder arbeiten an der Analyse der möglichen Ursachen.
 
 
25.07.2016 – Säuberungswelle im Staatsapparat läuft weiter
Der Leiter der Untersuchungskommission bei der russischen Staatsanwaltschaft Alexander Bastrykin hat die Verhaftung einer Anzahl hochgestellter Mitarbeiter seiner Behörde kommentiert und darauf hingewiesen, dass dies erst der Anfang einer Säuberung der staatlichen Organe ist. Er selber war Initiator der Verhaftungen der leitenden Mitarbeiter seiner Behörde. Es spielt dabei keine Rolle, dass dieses Thema schmerzhaft und unangenehm ist. Es geht darum, den Staatsapparat von moralisch nicht sauberen Mitarbeitern zu reinigen.
 
 
25.07.2016 – Sportminister Mutko zum möglichen Entzug der Fußball-Weltmeisterschaft 2018
Der russische Sportminister Mutko zeigte sich überzeugt, dass man Russland, wegen der gegenwärtigen Dopingvorwürfe, die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 nicht entziehen wird. Mutko erinnerte an die Erklärung der FIFA, dass diese keine Notwendigkeit sehe, über eine Verlagerung der Meisterschaft in ein anderes Land nachzudenken.
 
 
25.07.2016 – Vorläufige Olympiaentscheidungen sind gefallen
Das Internationale Olympische Komitee hat Russland zu den Spielen prinzipiell zugelassen, aber weitere Entscheidungen zu möglichen Sperren in die Verantwortung der internationalen Sportverbände gelegt. Russische Sportler die an den Spielen teilnehmen werden individuell auf Doping überprüft. Offizielle Vertreter des russischen Staates aus dem Sportbereich erhalten keine Akkreditierung zu den Olympischen Spielen. Die Russin Julia Stepanowa, die die WADA über die Doping-Praktiken in Russland informiert hat und die sich in mit ihrem Mann in die USA abgesetzt hat, ist von den Olympischen Spielen ausgeschlossen worden. Allerdings hat das IOK ihr für die Informationen gedankt und sie als Zuschauerin zu den Spielen eingeladen.
 

24.07.2016 – Telefongespräch Netanjaho-Putin
Auf Initiative des israelischen Premierministers Netanjaho fand am 23. Juli ein Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten statt. Besprochen wurden gemeinsame Handlungen zur Terrorismusbekämpfung. Der Inhalt des Telefongespräches ist die Fortsetzung des Treffens des israelischen Premiers vom Juni dieses Jahres in Moskau.
 
 
24.07.2016 – Wissenschaftlich-technisches Programm für Landwirtschaft wird erarbeitet
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Erarbeitung eines wissenschaftlich-technischen Programms für die Entwicklung der Landwirtschaft für den Zeitraum 2017-2025 angeordnet. Ziel ist einerseits die Entwicklung der Landwirtschaft und andererseits die Erarbeitung von Maßnahmen zur Verringerung der technischen Risiken bei der landwirtschaftlichen Produktion und der Herstellung von Lebensmitteln. Für die Erarbeitung des Programms hat der russische Präsident eine Frist von sechs Monaten vorgegeben.
 
 
24.07.2016 – Russland beginnt Zusammenarbeit mit Türkei
Die russische Regierung hat die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit der Türkei auf wirtschaftlichem, kulturellem und Handelsgebiet angeordnet. Im Erlass hierzu wird Bezug genommen auf eine Anordnung des russischen Präsidenten vom November vergangenen Jahres, als die Zusammenarbeit im Zusammenhang mit dem Abschuss eines russischen Flugzeuges radikal eingestellt wurde. Nun soll anscheinend der Zustand der vor Beginn dieses Zwischenfalls bestand, so schnell wie möglich wieder hergestellt und die zwischenstaatlichen Beziehungen normalisiert werden. Für die erste Augustdekade ist ein Treffen beider Präsidenten in einer russischen Stadt geplant.
 
 

 

23.07.2016 – Russland hat amerikanische Basis in Syrien angegriffen
Wie erst jetzt bekannt wurde, haben russische Flugzeuge im Juni eine Basis in Syrien angegriffen, auf der sich amerikanische und englische Spezialkräfte befanden. Russland war dieser Umstand nicht bekannt, da seitens der USA darüber nicht informiert worden war. Somit ging Russland davon aus, dass es sich, nach vorliegenden Aufklärungsangaben, um einen Stützpunkt terroristischer Kräfte handelt. Der Zwischenfall, bei dem das Lager vernichtet, aber keine ausländischen Militärs zu Schaden kamen, wurde zwischen allen beteiligten Seiten bereits im Juni besprochen und zu den Akten gelegt. Vermutlich war dieser Vorfall auch Anlass für die amerikanische Seite, über eine veränderte Informationspolitik und Zusammenarbeit mit Russland in Syrien nachzudenken.
 
 
23.07.2016 – Russischer Verteidigungsminister auf Krim eingetroffen
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu ist zu einem Arbeitsbesuch auf der russischen Halbinsel Krim eingetroffen. Der Minister wird sich vom Baufortschritt der militärischen Infrastruktur überzeugen. Gleichzeitig zeichnete der Minister das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte, die „Moskwa“ für seinen Einsatz im Mittelmeer im vergangenen Jahr aus. Es hatte den Schutz von militärischen Stützpunkten in Syrien zeitweilig übernommen.
 
Foto: Verteidigungsminister Schoigu vor dem neuen Führungszentrum der russischen Streitkräfte in Moskau
 
23.07.2016 – Überprüfung der Gefechtsbereitschaft
Russland hat eine Überprüfung der Gefechtsbereitschaft seiner in Tadschikistan stationierten Truppen vorgenommen. Der Pressedienst des Zentralen Militärbezirkes informierte, dass die Armeeangehörigen der 201. Militärbasis, die in zwei Garnisonen in Tadschikistan stationiert sind, alarmiert wurden und Aufgaben abarbeiteten, die im Zusammenhang mit einem plötzlichen Angriff auf das Land standen.
 
 
23.07.2016 – Flugverkehr mit Türkei wieder aufgenommen
Das russische Transportministerium teilt mit, dass die regulären Flugverbindungen zwischen Russland und der Türkei am Freitag wieder aktiviert worden sind. Diese Entscheidung wurde getroffen, nach dem die Türkei mitgeteilt hatte, dass alle notwendigen Maßnahmen zur Gewährleistung der Flug- und Personensicherheit umgesetzt worden sind. Die Fluggenehmigung erhielten alle russischen Fluggesellschaften, die reguläre Reisen in die Türkei durchführen.
 
 
22.07.2016 – Schuld war türkischer Pilot
Politische Kreise in der Türkei informierten, dass der türkische Pilot selber die Entscheidung über den Abschuss des russischen Flugzeuges über syrischem Territorium getroffen hat. Ein Pilot, so die weitere Kommentierung, hat bei seinen Handlungen in der Luft einen eigenen Ermessungsspielraum. Warum der türkische Pilot auf ein Flugzeug schoss, welches sich nur 17 Sekunden angeblich im türkischen Luftraum befand und bereits ersichtlich war, dass es den Luftraum wieder verlässt, ist bisher noch unklar. Der Pilot wurde bisher durch die türkischen Organe aus Souveränitätsgründen geschützt.
 
 
22.07.2016 – Russische Langstreckenbomber im Einsatz
Russische Langstreckenbomber haben am Morgen des 21. Juli einen weiteren Angriff gegen Stellungen des Islamischen Staates in Syrien geflogen. Zum Einsatz kamen Flugzeuge vom Typ TU22M3. Vernichtet wurden zwei Führungspunkte, eine große Anzahl vom Kämpfern des IS, Technik und Befestigungsanlagen. Geleitschutz gaben Flugzeuge vom Typ SU-35, die in Syrien stationiert sind. Dem Angriff vorausgegangen waren intensive Aufklärungsarbeiten, einschließlich Aufklärung aus dem Kosmos.
 
 
22.07.2016 – Zahl ausländischer Studenten wächst
Die russische Agentur für Zusammenarbeit informiert, dass die Zahl ausländischer Studenten in Russland wächst und man im Jahre 2016 bis zu 230.000 ausländische Studenten erwarte. Hervorgehoben wird, dass nicht nur die Anzahl derjenigen Studenten wächst, die über eine Quotenregelung nach Russland kommen, sondern auch die Anzahl sogenannter „Privatstudenten“, die sich ihren Studienplatz selber wählen und auch selber bezahlen. Die größten Quoten, d.h. Studienplätze die vom russischen Haushalt bezahlt werden, erhalten Vietnam, China und die Ukraine.
 

21.07.2016 – Russland gab Erdogan Info über bevorstehenden Putsch?
Die iranische Informationsagentur „FARS“ verbreitet die Information, das wenige Stunden vor dem Putsch in der Türkei der türkische Präsident Erdogan aus Russland Informationen über den bevorstehenden Militärputsch erhalten habe. Die Aufklärungsinformationen sollen russische Truppenteile geliefert haben, die in einer Region Funksprüche der türkischen Armee abgefangen hatten. Ein Teil dieser Funksprüche waren codiert und konnten durch die russischen Spezialisten entschlüsselt werden. Türkische Diplomaten hatten am Mittwoch diese Informationen an einige ausländische Medien übermittelt. Ungeklärt ist, welche russischen Truppenteile die türkischen Funksprüche abgefangen haben. Es wird vermutet, dass es sich um Truppenteile handelt, die in Syrien stationiert sind und über derartige Spezialtechnik verfügen. In den abgefangenen und entschlüsselten Funksprüchen wurde der Befehl gegeben, dass mehrere Hubschrauber zum Urlaubsort von Erdogan zu fliegen haben und den Präsidenten entweder zu verhaften oder zu erschießen hätten. Hohe türkische Beamte und Militärs bestätigten inzwischen, dass die Nationale Aufklärung fünf Stunden vor Beginn des Militärputsches alle notwendigen Informationen aus russischen Quellen erhalten habe.
 
 
21.07.2016 – Hochrangige türkische Regierungsdelegation nach Moskau
Die türkische Botschaft in Russland teilt mit, dass am 26./27. Juli eine hochrangige Regierungsdelegation unter Leitung eines Vizepremiers in Moskau erwartet wird. Mitglied der Regierungskommission ist auch der türkische Wirtschaftsminister. In der Mitteilung wird erwähnt, dass es u.a. auch zu Gesprächen mit dem russischen Energieminister kommen wird.
 
21.07.2016 – Treffen Putin-Erdogan in Russland
Der Pressesprecher des russischen Präsidenten informierte über ein geplantes Treffen des russischen Präsidenten mit dem türkischen Präsidenten in einer russischen Stadt in der ersten Dekade August. Diplomaten beider Länder arbeiten gegenwärtig intensiv an der Vorbereitung und inhaltlichen Gestaltung des Treffens.
 
 
21.07.2016 – „Aeroflot“ stellt Verkauf von Tickets in die Türkei ein
Die russische Fluggesellschaft hat den Verkauf von Flugtickets in die Türkei eingestellt. Alle bis zum 19. Juli gekauften Tickets können zurückgegeben werden. Der volle Kaufpreis wird erstattet. Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei hatte RosAviazia Flüge in die Türkei verboten. Am vergangenen Wochenende begann die Rückführung russischer Bürger aus der Türkei.
 
21.07.2016 – Verhaftungen in russischer Untersuchungskommission
Am Dienstag wurde der stellvertretende Leiter der Inneren Sicherheit der russischen Untersuchungskommission wegen Bestechlichkeit verhaftet. Gemeinsam mit ihm klickten bei zwei weiteren hochrangigen Mitarbeitern des Apparates die Handschellen. Die Initiative für die Verhaftungen ging vom russischen Sicherheitsdienst FSB aus, der bereits seit einiger Zeit Untersuchungen gegen die russische Untersuchungskommission führt. Man beschuldigt eine Reihe von Mitarbeitern die schützende Hand über kriminelle russische Strukturen zu halten. Die Verhaftungen gingen einher mit umfangreichen Hausdurchsuchungen.
 
21.07.2016 – RosAtom liefert Atom an die USA
RosAtom hat mit den USA eine Vereinbarung über die Lieferung von atomaren Brennelementen geschlossen. Bis zur ersten Lieferung wird es allerdings noch etwas dauern, da die Einfuhr nur über eine amerikanische Lizenzvereinbarung möglich ist und die russische Firma diese Prozedur nun durchlaufen muss. RosAtom ist der Marktführer in der Welt. Bis zum Jahre 2030 will man den Export von Brennelementen um 50 Prozent steigern und damit Einnahmen in Höhe von 150 Mrd. USD erzielen.
 

20.07.2016 – Starker Rückgang des Alkohol- und Tabakkonsums
In den letzten 25 Jahren ist der Konsum von Tabakerzeugnissen um 17 Prozent und von alkoholischen Erzeugnissen um 19 Prozent rückläufig. Dmitri Kostenikow, stellvertretender Gesundheitsminister informierte über diese Tendenz und ergänzte gleichzeitig, dass die sportliche Betätigung der Bevölkerung hierzu proportional auch zugenommen hat. Russland arbeitet gegenwärtig auch an der Verbesserung seines Gesundheitssystems, baut moderne Kliniken für die gesundheitliche Vorsorge. Diese Informationen enthielt ein Bericht, den Russland den Gesundheitsgremien der UNO übergeben hat.
 

 
20.07.2016 – Putin-Besuch in Japan wird wahrscheinlicher
Ein Besuch des russischen Präsidenten in Japan wird immer wahrscheinlicher. Der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew äußerte sich auch optimistisch zu gemeinsamen wirtschaftlichen Projekten auf der Inselgruppe Sachalin. Er sprach hier Infrastrukturprojekte entlang der Gasleitung „Kraft Sibiriens“ an, aber auch die Schaffung eines medizinischen Zentrums im Fernen Osten. Japanische Wirtschaftskreise zeigen sich interessiert an den russischen Vorschlägen.
 
 
20.07.2016 – Keine Flüge zwischen Russland und Türkei
Der geschäftsführende Direktor des Tourismusverbandes Russlands informierte, dass bis zum Jahresende keine Aufnahme der Charterflüge zwischen Russland und der Türkei erfolgen wird. Der versuchte Militärputsch in der Türkei hat bei den Russen einen tiefen Eindruck hinterlassen und die bereits entstandene Reiselust in die Türkei wieder gedämpft. Er sprach sogar die Befürchtung aus, dass auch im Jahre 2017 keine Charterreisen stattfinden könnten.
 
20.07.2016 – Putin weist russische Codierung an
Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Premierminister Dmitri Medwedjew angewiesen, bis 1. Dezember zur russischen Codierung im elektronischen Schriftverkehr überzugehen. Dies betrifft die Arbeit der Staatsorgane aller Ebenen. Gleichzeitig ist Technik zu beschaffen und einzusetzen, welches es Dritten verwehrt, sich in den Schriftverkehr zwischen den staatlichen Organen „einzubringen“.
 
 
20.07.2016 – Witali Mutko suspendiert seinen Stellvertreter
Der föderale Sportminister Witali Mutko hat am Montagabend seinen Stellvertreter Juri Nagornych zeitweilig von seinen Dienstpflichten entbunden. Dies steht im Zusammenhang mit dem Bericht der WADA über die Dopingsituation in Russland. Weiterhin wurde am Dienstag die Beraterin für Antidoping-Angelegenheiten Natalja Schelanowa, die stellvertretende Direktorin des Trainingszentrums der russischen TOP-Sportler Irina Radionowa, der stellvertretende Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors Juri Schischow und der stellvertretende Direktor des Departements für Bildung und Wissenschaft im föderalen Sportministerium Awak Abaljan suspendiert. Eine Anfrage durch Journalisten an den Kreml zum möglichen Rücktritt von Wladimir Mutko wurde dort nicht bestätigt. Wladimir Mutko wird in dem Bericht nicht als direkter Ausführender von Manipulationen erwähnt und somit ergeben sich keine personellen Konsequenzen – so Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten.
 
 
20.07.2016 – Türkenlinie ist nicht eingestellt, nur eingefroren
Der russische Vizepremier Arkadi Dworkowitsch informierte, dass das gemeinsame Projekt „Türkenlinie“ nicht aufgegeben sondern nur eingefroren wurde. Russland geht weiterhin davon aus, dass es sich hierbei um ein Perspektivobjekt handelt. Die Erdgasleitung ist die Alternativleitung durch das Schwarze Meer, hin zum türkischen Territorium mit Weiterleitung nach Griechenland, zum ehemals geplant Projekt „Süd-Stream“, welches durch die Einflussnahme europäischer Staaten, insbesondere Bulgariens von Gasprom eingestellt wurde.
 
 

19.07.2016 – WADA fordert Untersuchung gegen Sportminister Mutko
Die WADA hat die FIFA aufgefordert, eine Untersuchung der Rolle des russischen Sportministers Witali Mutko einzuleiten. Mit der Rolle und Arbeit von Witali Mutko soll sich die Ethikkommission der FIFA beschäftigen, so die Vorstellungen der WADA. In einer ersten Meinungsäußerung hatte der russische Präsident Putin angekündigt, alle Personen, die namentlich im Bericht der WADA genannt worden sind, von ihren Dienstpflichten bis zum Abschluss der Untersuchungen zu suspendieren. Witali Mutko ist nicht nur föderaler Sportminister und in dieser Eigenschaft verantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung der Fußball-Weltmeisterschaft, sondern auch Präsident des russischen Fußballverbandes und Mitglied der FIFA.
 
 
18.07.2016 – Putin suspendiert Sportfunktionäre
Nach Bekanntwerden der Forderungen der WADA nach Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen und den Ergebnissen der Untersuchungen, insbesondere zu den Ergebnissen der Olympischen Spiele 2014, hat Putin die Einleitung von Untersuchungen gegen alle, in dem Bericht der WADA namentlich genannten Verantwortlichen angeordnet. Bis zum Abschluss dieser Untersuchungen sind alle diese Personen von ihren Pflichten suspendiert.
 
 
19.07.2016 – Putin fordert Einhaltung Zeitplan zur Fußball-Weltmeisterschaft
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die sofortige Liquidierung aller Rückstände bei der Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2015 gefordert. Bis zum 15. August haben die Verantwortlichen einen Rechenschaftsbericht über den Stand der Dinge vorzulegen. Im weiteren fordert der Präsident monatliche Berichterstattung. Im Zentrum der Aufmerksamkeit des russischen Präsidenten stehen die Austragungsorte Kaliningrad und Samara.
 
 
19.07.2016 – Russland beunruhigt über turbulente Grenzsituation
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten informierte, dass Russland aufmerksam die gegenwärtige, sehr turbulente Situation an seinen Grenzen zu Armenien, Kasachstan und der Türkei beobachtet. Russland zeigt sich sehr besorgt und analysiert die Situation ständig. Peskow meint, dass die genannten Länder gegenwärtig über ein ausreichendes Potential verfügen, um die entstandene Situation zu beherrschen.
 

Karte: Russland beobachtet aufmerksam Turbolenzen in den Nachbarstaaten
 
19.07.2016 – FSB verhaftet ungewöhnlichen Spion
Der russische Sicherheitsdienst FSB hat einen Mitarbeiter der OSZE, der als Dolmetscher gearbeitet hat, in Moskau festgenommen. Artjom Schestakow wird beschuldigt, für den ukrainischen Sicherheitsdienst Informationen gesammelt und dafür seine Stellung in der OSZE genutzt zu haben. Seine Aufenthalte in der Region Lugansk nutzte er um politische und militärische Informationen zu sammeln. Während erster Verhöre durch den russischen Sicherheitsdienst übergab Schestakow Informationen die bestätigen, dass die ukrainischen Behörden, entgegen internationalen Regeln und Verträgen die Organisation OSZE für die Erlangung von Informationen nutzt. Dem ukrainischen Agenten wurde angeboten, in die Ukraine zurückzukehren, da seine Tätigkeit der Russischen Föderation keinen Schaden zugefügt hat. Allerdings ist ihm eine weitere Einreise nach Russland zukünftig untersagt.
 
 

18.07.2016 – Putschversuch in Armenien?
Eine Gruppe Bewaffneter hat in der armenischen Hauptstadt Jerewan ein Polizeigebäude besetzt und Geiseln genommen. Eine der Geiseln soll der stellvertretende Polizeichef der Stadt Jerewan sein. Durch die Gruppe Bewaffneter wird der Rücktritt des Präsidenten und der Regierung gefordert. Die Gruppe informiert, dass es sich bei ihrer Aktion nicht um einen Putsch handelt.
 
 
18.07.2016 – Putin telefoniert mit Erdogan
Auf Initiative des russischen Präsidenten Putin fand ein Telefongespräch mit dem türkischen Präsidenten Erdogan statt. Im Verlaufe des Telefongesprächs unterstrich der russische Präsident, dass es absolut unzulässig ist, eine demokratisch gewählte Staatsmacht durch einen Putsch zu beseitigen.
 
 
18.07.2016 – Türkische Airlines bringt russische Touristen zurück
Einige hundert russische Touristen sind durch türkische Fluggesellschaften noch am Samstag nach Russland zurückgebracht worden. Zielflughäfen waren Moskau, St. Petersburg, Krasnodar und Machatschkalar. Insgesamt wurden sechs Reisen durchgeführt. Am Sonntag begannen russische Fluggesellschaften mit der Rückführung von Touristen. Insgesamt sollen sich zum Zeitpunkt des Putsches rund 1.500 russische Touristen in der Türkei aufgehalten haben.
 
 
18.07.2016 – Importverbot für türkische Landwirtschaft bleibt
Ein versuchter Militärputsch ist keine Grundlage für Überlegungen zu einer überstürzten Aufhebung von Sanktionen, die Russland gegen die Türkei verhängt hat – so der russische Landwirtschaftsminister Alexander Tkaschew. Russland versteht sehr genau, wie gefährlich es ist, ausländische landwirtschaftliche Erzeugnisse ins Land zu lassen – dies zu einem Moment, wo einheimische Landwirte viel Geld investieren und die eigene Landwirtschaft entwickeln. Dies wäre ein Schlag gegen ureigenste russische Interessen. Russland hat schon ein halbes Jahr ohne türkische landwirtschaftliche Erzeugnisse gelebt und es ist nichts Schlimmes passiert – so der Minister.
 
 
18.07.2016 – England übernimmt Dopingkontrolle russischer Sportler
Der russische Sportminister Witali Mutko informierte, dass die englische Firma UKADA monatlich 32.000 Pfund Vergütung für die Dopingtestierung russischer Sportler erhält. Alle Sportler, die an internationalen Veranstaltungen teilnehmen wollen, können sich über diese Agentur attestieren lassen. Die russische nationale Agentur für die Dopingbekämpfung behält sich das Recht der Ausfuhrgenehmigung der Dopingproben vor. In der Praxis wird die englische Firma unabhängige Personen mit der Blutentnahme beauftragen und wird diese Proben in ein Labor ihrer Wahl zur Analyse im Ausland senden.
 
 
17.07.2016 – Russland zum Putschversuch in der Türkei
In der Nacht, kurz nach Bekanntwerden des Putsches, weigerte sich Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten, irgendwelche spekulativen Fragen zum möglichen politischen Asyl für den türkischen Präsidenten zu beantworten. Die russische Staatsduma hat den türkischen Präsidenten Erdogan, ungeachtet aller strittigen Fragen zu seinen Entscheidungen, als rechtmäßiges Staatsoberhaupt der Türkei bezeichnet. Der russische Föderationsrat, Oberkammer der Staatsduma, sieht keinerlei Notwendigkeit in einer Evakuierung russischer Bürger aus der Türkei. Die planmäßige Rückführung russischer Bürger aus der Türkei erfolgt ab Sonntag. Russische Bürger dürfen zeitweilig nicht mehr in die Türkei fliegen. Die Linienflugzeuge fliegen leer in die Türkei und holen die für die Rückreise planmäßig gebuchten russischen Bürger ab.
Russische Medien berichten weiter, dass einer der verhafteten Putschisten der Pilot war, der das russische Flugzeug Ende 2015 über syrischem Territorium abgeschossen hat. Die Information wurde durch den Bürgermeister von Ankara verbreitet.
 
 
17.07.2016 – Kreuzer „Aurora“ am Einsatzort eingetroffen
Der legendäre Kreuzer „Aurora“, der den Signalschuss Sturm des Winterpalastes in St. Petersburg und somit zum Beginn der Oktoberrevolution im Jahre 1917 abgegeben hatte, ist nach langer Hauptinstandsetzung (seit September 2014) in der Werft Kronstadt wieder an seinem alten Liegeplatz in der Stadt St. Petersburg eingetroffen. Für die 40 Kilometer von der Werft bis zum alten Liegeplatz benötigte der Kreuzer ohne Zwischenfälle fünf Stunden.
 
 
17.07.2016 – Gespräche Lawrow und Kerry außergewöhnlich lang
Der russische Außenminister Lawrow informierte über die Gespräche mit seinem amerikanischen Amtskollegen. Neben internationalen Themen wurde auch das direkte Verhältnis zwischen beiden Ländern behandelt. Wir sind von der Politik des gegenseitigen Notenaustausches, der gegenseitigen Schuldzuweisung, des gegenseitigen Ausdrückens von Besorgnissen abgegangen. Stattdessen erarbeiten wir einen Fahrplan für die Wiederherstellung eines normalen Verhältnisses – so Lawrow. Das Gespräch dauerte den ganzen Tag und endete erst kurz vor Mitternacht in Moskau.
 
 
17.07.2016 – Innenministerium veröffentlicht Schwarze Liste
Nach den negativen Ereignissen während der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich, unter Beteiligung von russischen Rowdys, hat das russische Innenministerium eine Schwarze Liste erarbeitet, in der alle auffälligen Bürger im Zusammenhang mit Sport- und anderen gesellschaftlichen Ereignissen erfasst sind. Ihnen wird zukünftig die Ausreise aus Russland zu internationalen Veranstaltungen verwehrt. Auch der Besuch von Veranstaltungen in Russland ist diesen Personen verboten. In jedem Einzelfall hat hierzu ein Gericht in Russland eine entsprechende Entscheidung auszusprechen. In diese Liste werden auch ausländische Bürger aufgenommen, denen dann die Einreise nach Russland verwehrt wird. Mit dem heutigen Tag umfasst die Liste 50 Namen. Eine schnelle Ergänzung ist sicher zu erwarten.
 
 
17.07.2016 – Stationierung von S-400 auf der Krim
Das russische Verteidigungsministerium informiert über die Stationierung von Raketenabwehrsystemen S-400 auf der Halbinsel Krim. Noch im August wird das 18. Luftabwehrraketenregiment im Bestand der 31. Luftabwehrdivision, gelegen auf der Krim, das System S-400 erhalten. Der Standort wird in der Nähe der Stadt Feodossia sein. Das Personal wurde bereits in einem Ausbildungszentrum in Gatschina auf das neue Waffensystem umgeschult.
 
 
 

16.07.2016 – Krim mit guter Tourismusbilanz
Die Krim zeigt mit zwei Millionen Touristen ein um 25 Prozent besseres Ergebnis auf, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der zuständige Tourismusminister der Krim verweist auf eine seit zwei Jahren anhaltende positive Tendenz, was davon zeugt, dass die Krim besuchstechnisch erreichbar ist und auch für die Touristen immer anziehender wird. Im vergangenen Jahr haben 4,5 Mio. Touristen die Krim besucht. In diesem Jahr erwartet man zwischen sechs bis sieben Millionen Touristen.
 
 
16.07.2016 – Offen und konstruktiv
So bezeichnete Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten das dreistündige Gespräch des russischen Präsidenten mit dem amerikanischen Außenminister. Das Gespräch war nicht nur offen und konstruktiv, sondern auch ziemlich detailintensiv – so Peskow. Auch Putin äußerte sich optimistisch zu den Inhalten des Gesprächs, obwohl noch eine Vielzahl von Problemen zur Regulierung des Syrienkonfliktes ungelöst ist. Kerry hielt sich in Moskau zwei Tage auf.
 
 
16.07.2016 – Spezifische Fahrzeugproduktion im Wachstum
Während die PKW-Produktion in Russland immer noch negative Entwicklungen aufzeigt, zeigt sich die Produktion von Traktoren und landwirtschaftlicher Spezialtechnik in einem großen Aufwind. Alleine im ersten Halbjahr 2016 wurden 35 Prozent mehr Landwirtschaftstechnik aller Art, begonnen beim Traktor bis hin zum Mähdrescher, in Russland mehr produziert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der stellvertretende Landwirtschaftsminister Morosow zeigte sich überzeugt, dass diese Tendenz weiter anhalten wird und bis Jahresende erwartet er einen Produktionszuwachs von bis zu 50 Prozent.
 
 
16.07.2016 – Russische Patienten wechseln zu russischen Tabletten
Eine Erhebung der Firma „Nielsen“ im Mai 2016 hat ergeben, dass mehr als die Hälfte aller Russen Empfehlungen ihres Arztes zu einer bestimmten rezeptfreien Medizin ausländischer Produktion ignorieren, wenn es russische Alternativen hierzu gibt. In erster Linie ist für diesen Wechsel der Preis ausschlaggebend, denn gleichwertige russische Präparate sind oftmals um ein Vielfaches billiger als importierte Medizin. Die Preise in russischen Apotheken wachsen seit Anfang des Jahres – für russische Präparate um 3,3 Prozent, für importierte Medizin um 6,9 Prozent. Hierbei gibt es aber auch erhebliche Preisunterschiede zwischen den Apotheken für dasselbe Produkt. Insgesamt, so bemerkt die Analyse der Firma „Nielsen“, bewegt sich der russische Apothekenmarkt in Richtung „Discount“.
 
 
16.07.2016 – Russische Schattenwirtschaft
Der russische Präsident Putin hat gefordert, endlich Einfluss auf die russische Schattenwirtschaft zu nehmen und 30 Millionen Bürger eine Chance zu geben, ihre Arbeitskraft auf legale Art und Weise zu verwenden. Statistischen Angaben zu Folge, haben 40 Prozent der arbeitenden Bevölkerung temporär ein Verhältnis zur Schattenwirtschaft und 12 Prozent der arbeitenden Bevölkerung verdienen ihr Geld grundsätzlich durch Nutzung der Möglichkeiten der Schattenwirtschaft.
 
 
15.07.2016 – Russland verfolgt aufmerksam Raketenstationierung in Südkorea
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa informierte, dass Russland aufmerksam die Stationierung amerikanischer Raketensysteme des Typs THAAD in Südkorea verfolge. Russland ist bereit, mit allen interessierten Seiten Gespräche zu neuen Aspekten und neuen Fakten zu führen. Während die USA und Südkorea erklären, dass dieses Anti-Raketensystem zum Schutz vor Überfällen Nordkoreas bestimmt ist, sind China und Russland der Meinung, dass die Stationierung die militärstrategische Balance in der Region zerstört.
 
 
15.07.2016 – FSB mit knallharten Konsequenzen
Vor einigen Tagen informierten wir über den öffentlichen Auftritt der Absolventen der FSB-Hochschule. Mit einem Autokorso aus 30 Mercedes-Geländewagen erregten sie russlandweites Aufsehen und Empörung. Leitende Mitarbeiter des FSB forderten harte Konsequenzen, die jetzt auch eingeleitet worden sind. Ein Teil des Führungspersonals der FSB-Hochschule wurde entlassen, ein weiterer Teil wurde degradiert bzw. in andere Dienststellungen versetzt. Über Konsequenzen für die Absolventen selber wurde noch nichts berichtet. Durch die Öffentlichkeit wurde deren Entlassung gefordert, jedoch mindestens der Einsatz an weniger komfortablen Orten und weniger attraktiven Funktionen als bisher geplant.
 
 
15.07.2016 – Zweiter Schlag gegen IS in Syrien
Russische Langstreckenbomber haben einen zweiten massiven Schlag gegen Stellungen der terroristischen Organisation Islamischer Staat in Syrien geführt. Sechs Langstreckenbomber des Typs Ту-22М3 starteten von russischen Flugplätzen und führten Schläge östlich von Palmyra durch. Alle Flugzeuge kehrten auf die Ausgangsbasen zurück. Klicken Sie auf die Grafik um die Videoinformation des russischen Verteidigungsministeriums über youtube zu sehen.
 
 
15.07.2016 – Treffen Russland-Türkei
Russische Medien informieren, dass für den 27. Juli ein Treffen der Wirtschaftsminister Russlands und der Türkei in Moskau geplant ist. Bereits in der vergangenen Woche im Rahmen der G20 kam es zu einem Kontakt zwischen beiden Ländern – allerdings wurden nur sehr allgemeine Themen angesprochen. Durch den russischen Präsidenten Putin wurde angewiesen, Kontakte mit der Türkei zu suchen, mit dem Ziel, die verhängten Sanktionen abzubauen.
 
15.07.2016 – Neue Gedanken zu Finanzkontrolle der Bevölkerung
Im russischen Finanzministerium haben neue Überlegungen begonnen, wie man größere Einkäufe der Bürger kontrollieren kann. Derartige Überlegungen gab es bereits vor vielen Jahren, aber damals war dies organisatorisch und technisch nicht händelbar. Jetzt, so ist die Meinung der Beamten, gibt es diese Möglichkeiten. Bei dem Projekt geht es darum, dem System des „Gehalts im Umschlag“, also der Schwarzarbeit, den Kampf anzusagen. Wer in Russland eine Immobilie oder ein Auto kauft, wird sich zukünftig eine gute Antwort einfallen lassen müssen, woher er das Geld dafür hat, wenn er in seiner Steuererklärung jährlich mitgeteilt hat, dass er immer nur das gesetzlich festgelegte Mindestgehalt empfangen hat. In den Medien wird hervorgehoben, dass es sich nur um Überlegungen handelt. Es gibt noch nicht einmal einen Arbeitsentwurf oder ein Diskussionspapier. Aber ein Anfang ist zumindest damit gemacht, dass diese Gedanken veröffentlicht werden.
 
 
14.07.2016 – Russische Apotheken für mehr Unabhängigkeit
Russische Apotheken wollen sich von Großhändlern für medizinische Präparate trennen und direkt bei den Herstellern einkaufen. Dies hat die Vereinigung der russischen Apotheken beschlossen, deren Mitgliederzahl sich auf 2.170 Apotheken in ganz Russland beläuft. Man geht davon aus, dass noch in diesem Jahr 10 Prozent des gesamten Sortiments direkt und ohne Zwischenhändler bezogen werden kann und in drei Jahren hofft man auf 30 Prozent Direktbezug. Auch andere russische Apothekenvereinigungen wollen sich dieser Initiative anschließen. Im wesentlichen hofft man, insbesondere durch die neue Logistik, eine ununterbrochene Versorgung aller Apotheken in Russland mit lebenswichtigen Medikamenten gewährleisten zu können. Gegenwärtig gibt es immer mal wieder Meldungen über fehlende Medikamente in Apotheken.
 
14.07.2016 – Petitionen verschwinden
Es ist in Mode gekommen, auf den zentralen Portalen der Regierung, des Präsidenten und anderer staatlicher Strukturen Petitionen einzustellen. So auch in den USA. Nachdem eine erste Petition, die die Tätigkeit von Chodorkowski und deren Finanzierung aus amerikanischen staatlichen Quellen betraf, plötzlich verschwunden war (nachdem sie bereits 88.000 Unterschriften erreicht hatte), wurde nun wiederum eine ähnliche Petition auf der Seite des Weißen Hauses eingestellt. Am Dienstagabend hatten diese Petition bereits 18.000 Amerikaner unterzeichnet. Die Initiatoren der Petition wollen die Einleitung einer Untersuchung zur Finanzierung der Tätigkeit von Chodorkowski erreichen.
 
 
14.07.2016 – Kriminelles im Licht und Schatten
In Russland wurden im ersten Halbjahr 2016 11,2 Prozent weniger Morde begangen, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In konkreten Zahlen verloren 14.950 Menschen durch kriminelle Gewalteinwirkung ihr Leben. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der Diebstähle um 1,4 Prozent. Insgesamt verzeichnet die Statistik für das erste Halbjahr 1.182.500 Taten, die nach dem Strafgesetzbuch verfolgt werden.
 
 
14.07.2016 – Prozess gegen Nemzow-Mörder beginnt in Moskau
Am 25. Juli beginnt vor einem Moskauer Militärgericht der Prozess gegen die Nemzow-Mörder. An diesem Tag beginnt die erste Anhörung. Entsprechend der russischen Gesetzgebung ist diese Sitzung nicht öffentlich.
 
13.07.2016 – Großangriff gegen Stellungen des Islamischen Staates
Russland hat einen Großangriff mit sechs russischen Langstreckenbombern vom Typ TU-22M3 gegen Stellungen des IS in Syrien geflogen. Der Ausgangsflughafen für diesen Angriff lag in Russland. Angriffe wurden im Bereich östlich von Palmyra geflogen und waren eine Antwort auf den Abschuss eines russischen Hubschraubers durch Kämpfer des IS, bei dem zwei russische Piloten ums Leben kamen. Vernichtet wurde ein großes Feldlager, drei Munitionslager, drei Panzer, vier Kampfmaschinen, acht LKW mit aufmontierten Maschinengewehren und eine große Anzahl von Terroristen des IS.
 
13.07.2016 – Litauische demographische Entwicklung erschreckend
Die litauische Statistikbehörde vermeldet erschreckende Zahlen über die Bevölkerungsentwicklung im Lande. 2.870.000 Menschen wohnen gegenwärtig noch in Litauen. Im Verlaufe des Jahres 2015 ist die Bevölkerungszahl um 1,17 Prozent geschrumpft. Im ersten Halbjahr 2016 haben rund 19.000 Bürger das Land verlassen. Sie gingen in andere europäische Länder um dort zu leben und Geld zu verdienen. Die verbleibende Bevölkerung zeigt eine Tendenz, dass sie keine Großfamilien schaffen will. Mit einer Lebenserwartung von 66 Prozent hat Litauen die niedrigste in ganz Europa. Um eine weitere Abwanderung der arbeitsfähigen Bevölkerung zu verhindern, versucht der litauische Staat die Löhne und Gehälter künstlich anzuheben. Dies wiederum hat einen abschreckenden Einfluss auf ausländische Investoren – so die litauische Statistikbehörde.
 
 
13.07.2016 – Finanzlage russischer Fluggesellschaften bedenklich
Die russischen Fluggesellschaften informieren über eine ständige Verschlechterung des finanziellen Zustandes ihrer Gesellschaften und hoffen auf staatliche Unterstützung. Die Verluste der größten russischen Fluggesellschaften sollen sich für das erste Quartal 2016 auf über 24 Mrd. Rubel belaufen (Vorjahreszeitraum 16 Mrd. Rubel). Die Kosten der Fluggesellschaften waren im ersten Quartal um 15 Prozent größer als im Vorjahreszeitraum. Selbst wenn die Tarife erhöht werden und zeitweilig geschlossene Flugstrecken (z.B. Türkei) wieder aktiviert werden, wird dies kaum dazu beitragen, die Fluggesellschaften in die Gewinnzone zu bringen – so ein Vertreter der Assoziation der Fluggesellschaften.
 
 
13.07.2016 – Indien: Keine Frage „Ob“, sondern „Welches“
Das indische Militär hat bereits vor einigen Jahren mit Russland einen Pachtvertrag über ein russisches Atom-U-Boot abgeschlossen. Nun laufen Gespräche über die Pacht eines zweiten Atom-U-Bootes. Hierbei steht aber schon nicht mehr die Frage, ob ein zweites Boot gepachtet wird oder nicht, sondern welcher Typ durch Russland zur Verfügung gestellt wird. Russland war nicht bereit, Indien das modernste U-Boot „Projekt 885 – Jasn“ zu verpachten, denn es handelt sich hierbei um das modernste seiner Art in der Welt und einem Dritten Zugriff zur Technologie zu gewähren, liegt nicht in russischem Interesse. Man bietet Indien somit andere Atom-U-Boote älterer Bauart an, die aber vor der Übergabe einer generellen Modernisierung unterzogen werden. Wie weiterhin bekannt wurde, möchte Indien in Russland 12 Komplexe S-400 erwerben. Unter Dach und Fach sind bereits Bestellungen über vier Langstreckenbomber TU-22M3, 80 Hubschrauber Mi-17 und sechs Flugzeuge IL-76.
 
 
13.07.2016 – Starker Rückgang des Kapitalabflusses aus Russland
Der Kapitalabfluss aus Russland ist im Vergleich zum Vorjahr sehr stark rückläufig und beläuft sich auf die Summe von 10,5 Mrd. USD seit Anfang des Jahres. Im Jahre 2014 betrug der Kapitalabfluss aus Russland 153 Mrd. USD. Im Jahre 2015 fiel der Kapitalabfluss auf die Summe von 56,9 Mrd. USD. Sollte die Tendenz anhalten, wo wird das Jahr 2016 einen Kapitalabfluss von rund 21 Mrd. USD betragen. Zu Anfang des Jahres prognosierte das Wirtschaftsministerium den Kapitalabfluss mit 25 Mrd. USD.
 
 
13.07.2016 – Wichtige Änderungen in russischer Immobilienbürokratie
„Was du schwarz auf weiß hast, kannst du getrost nach Hause tragen“ – diese allgemeingültige Wahrheit trifft ab 15. Juli 2016 in Russland für Immobilieneigentum nicht mehr zu. Die bisherige Praxis, dass durch den russischen Staat das Eigentum an Immobilien durch eine aufwendig gestaltete Urkunde mit Hologramm, individueller Nummer und vielen anderen Sicherheitsmerkmalen bestätigt wurde, ist nun vorbei. Der Eigentümer einer Immobilie kann zukünftig sein Eigentum nur noch nachweisen, wenn er einen Auszug aus dem Zentralen Einheitsregister beantragt. Diesen Auszug kann der Eigentümer einer Immobilie auch über das Internet beantragen und erhalten. Die bisher ausgegebenen Urkunden behalten weiterhin ihre Gültigkeit.
 
 
 
12.07.2016 – Kein Sex in Reklame
Ein Abgeordneter der Duma von der Partei „Gerechtes Russland“ hat einen Gesetzentwurf zur Beratung eingebracht, welcher vorsieht, Sex nicht mehr als Gegenstand bei Reklame zu verwenden. Der Abgeordnete betonte, dass gegenwärtig kaum noch eine Reklame ohne sexuellen Bezug auskommt und dies Überhand nimmt. Als Beispiel nannte er eine Reklame, wo ein junger Mann eine Tasse frisch gebrühten Kaffee trinkt und dann ein nicht zu vergessenes sexuelles Erlebnis versprochen wird. Eine weitere Reklame betrifft Schuhe für Männer (einer sehr bekannten Marke). Die Reklame verspricht, wenn ein Mann diese Schuhe anzieht, ihm alle Frauen der Welt zu Füße liegen werden. Frauen spielen hier ein billiges Objekt der Begierde – so der Abgeordnete und er will mit diesem Gesetz dagegen wirken.
 
12.07.2016 – Strategische Manöver in Russland
In ganz Russland haben Manöver der strategischen Raketentruppen begonnen. An den Manövern nehmen über 400 Technikeinheiten teil, davon Raketen „Topol“, „Topol-M“ und „Jars“. Gegenstand der Manöver sind die Überführung der Kampfeinheiten in neue Dislozierungsorte, deren Entfaltung und Herstellung der Kampfbereitschaft, Tarnung und Durchführung von Märschen. Weiterhin wird die Vernichtung von Diversanten trainiert.
 
 
12.07.2016 – Fast keine russischen Leichtathleten zur Olympiade
136 russische Leichtathleten haben bei der IAAF einen Antrag zur Teilnahme an den Olympischen Spielen eingereicht. Davon hat die IAAF in der vergangenen Woche 135 Anträge abgelehnt. Zur Teilnahme wurde nur Daria Klischina (Weitsprung) zugelassen. Sie darf als neutrale Sportlerin an den Spielen teilnehmen. Interessant ist bei dieser Entscheidung, dass sie sich seit drei Jahren in den USA aufhält und von einer amerikanischen Trainerin betreut wird. Während russische Offizielle, an der Spitze mit Witali Mutko, dem föderalen Sportminister, sich dahingehend äußern, dass es Zeit wird die IAAF aufzulösen, bedankte sich Daria Klischina bei der IAAF für ihre Zulassung in einer Form, die einen Sturm der Entrüstung im russischen sozialen Netzwerk auslöste und sie sogar als Verräterin bezeichnet wurde.
 
 
12.07.2016 – Deutschem Rentner Einreise in Ukraine verwehrt
In den letzten Monaten berichten russische Medien bereits mehrmals über ähnliche Vorfälle. In diesem Fall bereiste ein 66jähriger Deutscher Russland und wählte als letzte Station die Krim. Von hier aus wollte er in die Ukraine weiterreisen, um von dort aus nach Deutschland zurückzukehren. Die Ukrainischen Grenzbehörden verweigerten dem Deutschen die Einreise, da die gegenwärtigen ukrainischen Bestimmungen eine Einreise von Ausländern in die Ukraine über die Krim verbieten. Eine Rückkehr des Deutschen nach Russland war aber auch nicht mehr möglich, da sein russisches Visum eine weitere Einreise nach Russland nicht vorsah. Die russischen Grenzbehörden reagierten jedoch gemeinsam mit dem russischen Außenministerium sehr schnell und stellten dem Deutschen alle notwendigen Dokumente aus, damit dieser über russisches Territorium nach Deutschland ausreisen konnte.
 
 
12.07.2016 – Russische Militärs aktivieren Anwesenheit in Arktis  
Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, dass in den kommenden Jahren in der Arktis zehn neue Airports gebaut oder alte Airports rekonstruiert werden. Im Hohen Norden, Sibirien und Fernen Osten werden Infrastrukturobjekte für 20.000 Militärangehörige und deren Familienangehörige errichtet. Weiterhin wird eine Reihe von, in den 90er Jahren verlassenen Objekten, durch die Militärs wieder aktiviert. Zur Koordinierung aller Tätigkeiten wurde eine Kommandoebene „Nord“ eingerichtet.
 
11.07.2016 – Weißrussland stoppt Export tierischer Produkte
Weißrussland hat die russische landwirtschaftliche Aufsichtsbehörde informiert, dass aus insgesamt neun weißrussischen Firmen der Export von tierischen Erzeugnissen nach Russland eingestellt wird. Vorausgehend hatte Russland die Qualität der aus Weißrussland gelieferten Milch kritisiert und mit einem Importverbot gedroht. Dem ist nun Weißrussland zuvor gekommen. Hauptkritikpunkt war wohl die Qualität von Trockenmilch.
 
 
11.07.2016 – Hubschrauberpiloten in Syrien gefallen
Das russische Verteidigungsministerium informierte, dass am 8. Juli in Syrien ein russischer Hubschrauber abgeschossen wurde. Die Besatzung, bestehend einem Oberst (Pilot) und einem Leutnant kam dabei ums Leben. Im Rahmen sofort eingeleiteter aktiver Kampfhandlungen konnten die Körper der beiden Besatzungsmitglieder geborgen und in russische Obhut gebracht werden.
 
 
11.07.2016 – Nordkoreanischer Diplomat verschwunden
Vor einigen Tagen wurde in russischen Medien die Information verbreitet, dass ein Nordkoreanischer Diplomat aus der Moskauer Botschaft verschwunden ist. Dank der Information eines Taxifahrers aus St. Petersburg wurde bekannt, dass er den Diplomaten, gemeinsam mit Frau und Kind, zum Airport in St. Petersburg gefahren hatte. Dort hatte der Diplomat ein Flugticket nach Weißrussland gekauft und flog von dort aus weiter in die Ukraine.
 
 
11.07.2016 – Diplomatenrotation
Im Ergebnis eines Zwischenfalls in Moskau, wo ein FSB-Mitarbeiter im letzten Moment erfolglos versucht hatte, einen amerikanischen Agenten, getarnt als Diplomat, an der Rückkehr in die US-Botschaft zu hindern, hat die USA zwei russische Diplomaten aus den USA ausgewiesen. Das russische Außenministerium bestätigte diesen Fakt und informierte, dass umgehend zwei amerikanische Diplomaten aus Russland ausgewiesen worden sind. Hierbei handelt es sich um die bereits genannte Person, die am Betreten der Botschaft gehindert werden sollte und um einen weiteren operativen Mitarbeiter des CIA. Nun liegt der „Ball“ wieder bei den Amerikanern und es bleibt abzuwarten, wann die Botschaften beider Länder wegen Leerstand zum Verkauf angeboten werden.
 

10.07.2016 – Gorbatschow wartet auf Kriegserklärung der NATO
Nach Ansicht von Michael Gorbatschow zeugen die Beschlüsse der NATO in Warschau davon, dass man sich in der Organisation auf den Übergang vom Kalten Krieg zu einem realen Krieg vorbereite. Die gesamte Rhetorik in Warschau zeuge von diesen Absichten – so Gorbatschow. Gerade die beruhigenden Worte der NATO, das alle eingeleiteten Maßnahmen nicht so schlimm sind, sollten Anlass zu höchster Wachsamkeit sein.
 
 
10.07.2016 – Russischer FSB überprüft sich selbst
Nach der Entlassung von leitenden Mitarbeitern des russischen Sicherheitsdienstes FSB vor einigen Wochen, hat der Sicherheitsdienst eine weitere Überprüfung der von den Entlassungen betroffenen Bereiche angeordnet. Es geht hierbei um Bereiche die sich mit dem Schutz der russischen Wirtschaft und dem Bankenwesen beschäftigen.
 
 
10.07.2016 – Russische Hochschulen verlieren Zulassung
Die russische Aufsichtsbehörde für das Bildungswesen hat vier Hochschulen die Lehrerlaubnis entzogen. Sie haben gegen russische Gesetze zur Bildung und Ausbildung verstoßen. Es handelt sich hierbei um das St. Petersburger Medizinisch-Soziale Institut, das Verwaltungsinstitut, das Newski-Institut für Sprache und Kultur und das Institut für Internationale Beziehungen. Die Bildungseinrichtungen, denen die staatliche Lehrbefähigung entzogen wurde, können ihre Ausbildungstätigkeit fortsetzen, dürfen jedoch keine staatlichen Diplome oder Abschlusszeugnisse ausstellen. Auch haben die männlichen Studierenden an diesen Einrichtungen keinen Anspruch auf Rückstellung vom Militärdienst.
 
10.07.2016 – Russland legt Obergrenze für bewaffnete Kräfte fest
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Obergrenze der bewaffneten Kräfte Russlands in einem Erlass mit 1,88 Millionen Personen festgelegt. Konkret wird die Zahl 1.885.371 Personen benannt, davon eine Million im Rahmen der russischen Armee.
 
 

09.07.2016 – Pharmamedizin mit weiteren Fördermitteln ausgestattet
Für die weitere Entwicklung der russischen Pharmaindustrie hat der Staatshaushalt 15 Mrd. Rubel Fördermittel, neben den im Haushalt bereits eingestellten Geldern, zur Verfügung gestellt. Die zusätzlichen Mittel sind für die Entwicklung von medizinischen Präparaten im Rahmen der Importablösungen bestimmt. Insgesamt wurden 208 Projekte zur Importablösung geschaffen, die Hälfte davon ist bereits erfolgreich realisiert.
 
09.07.2016 – Russland erarbeitet Drei-Jahresplan
In Russland hat man begonnen, den Haushalt für die kommenden drei Jahre zu erarbeiten. Darüber informierte der Premierminister Dmitri Medwedjew. Bei der Erarbeitung gehe man davon aus, dass Russland sich im Regime „Sanktionen“ befinde und dies werde für den gesamten Planungszeitraum berücksichtigt. Der Haushaltsentwurf soll im Oktober vorliegen und soll sowohl die niedrigen Ölpreise berücksichtigen, wie auch härteste wirtschaftliche Bedingungen. Nach Informationen von Medwedjew wird es im Haushalt einen großen Beitrag für die Finanzierung von Förderprogrammen in den Regionen geben. Mehr Haushaltsmittel erhalten die sozialen Bereiche.
 
 
09.07.2016 – Russischer Kulturminister will Pluspunkte sammeln
Der in die Kritik geratene russische Kulturminister Wladimir Medinski versucht, beim russischen Präsidenten Putin wieder Pluspunkte zu sammeln und versprach diesem, die Hauptinstandsetzung des Moskauer „Kleinen Theaters“ zwei Jahre vorfristig zu beenden. Die Instandsetzung ist die größte Moskauer Baustelle in diesem Jahr und er gehe davon aus, so Medinski, das man im Herbst fertig werde – also zwei Jahre früher als eigentlich geplant. Und dabei bleibt man auch im finanziellen Budget, so wie geplant. Klicken Sie auf die Grafik um zu sehen, wie der Kulturminister im Aufmerksamkeitsfocus des russischen Präsidenten steht.
 
 
09.07.2016 – Vollständige Eigenversorgung mit Medikamenten nicht möglich
Eine vollständige Versorgung Russlands mit Medikamenten aus eigener Produktion ist nicht möglich. Diese Ansicht vertrat der Leiter des Ausschusses für Soziales des russischen Föderationsrates Waleri Rjasanski. In den letzten zwei Jahren hat sich in der russischen Pharmaindustrie sehr viel getan. Er hob die Produktionsstandorte in St. Petersburg, Nischny Nowgorod und Wladimir hervor. Trotzdem hat er seine Zweifel, dass Russland zukünftig völlig ohne Importe von Medikamenten auskommen kann.
 

08.07.2016 – Weniger Ausländer reisen nach Russland
Zumindest für das erste Quartal trifft diese Aussage zu, denn Russland hat für diesen Zeitraum 14 Prozent weniger Einreisen von Ausländern nach Russland registriert. Die Zahl derjenigen, die aus touristischen Gründen nach Russland reisten, hat sich dabei nur um ein Prozent verringert. Insgesamt sind im ersten Quartal 6,4 Mio. Ausländer nach Russland gereist. Die Statistikbehörde bemerkt aber auch, dass die ausbleibenden westlichen Touristen sehr aktiv durch asiatische Touristen ersetzt werden.
 
 
08.07.2016 – USA melden Tod eines russischen Verräters
Alexander Poteew, ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter der russischen Auslandsaufklärung und zuständig für die russischen Auslandsagenten in den USA, hochdekoriert und Sohn eines Vaters, der mit dem Titel „Held der Sowjetunion“ für seinen Einsatz im Zweiten Weltkrieg ausgezeichnet worden war, hat sein Land im Jahre 2010 verraten und ist in die USA übergelaufen, wohin er rechtzeitig seine Familienangehörigen geschafft hatte. Dort übergab er u.a. 25 russische Agenten den amerikanischen Behörden. Jetzt melden die USA den Tod des Überläufers und Verräters. Russland zweifelt an dieser Information und ist der Ansicht, dass es sich hier um ein Manöver der USA handelt, um Poteew zu schützen. Putin, damals Premierminister, kommentierte den Verrat mit den Worten, dass Verräter immer schlimm enden. Entweder werden sie Alkoholiker oder rauschgiftsüchtig oder enden unter einer Mauer. Heute erklärte Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten, dass der Verräter für den Kreml keinerlei Interesse darstellt.
 
 
08.07.2016 – Pressedienst des Verteidigungsministeriums wird befördert
Der Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums wird reorganisiert. Aus dem Dienst wird ein Departement. Die Anzahl der Mitarbeiter wird wesentlich erhöht. Der jetzige Leiter des Pressedienstes Generalmajor Igor Konaschenko wird das Departement für Information und öffentliche Kommunikation als Generalleutnant weiter leiten. Gleichzeitig wird das Internetportal des Verteidigungsministeriums, welches bereits jetzt in vielen Sprachen verfügbar ist um eine chinesische und eine arabische Sprachvariante ergänzt.
 
 
08.07.2016 – Russland schafft Sicherheitskopie für RuNet
RosTelekom wird gemeinsam mit einer weiteren privaten Firma bis zum Herbst des Jahres alle technischen Voraussetzungen schaffen, um das RuNet mit einer ständigen Reservekopie zu schützen. Gegenwärtig erarbeitet Russland eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen, um sich gegen mögliche technische Einflüsse Dritter auf das Internet zu schützen.
 
 
08.07.2016 – Sberbank-Chef mit Valutaempfehlungen
Herman Gref, Chef der Sberbank hat den Bürgern Empfehlungen gegeben, was sie mit ihrem Geld machen und in welcher Valuta sie ihre Ersparnisse halten sollten. Wer nur über 100.000 Rubel verfügt, sollte sich keine großen Gedanken über irgendwelche Valuta machen. Wer über mehr Geld verfügt, sollte sich klar werden, in welcher „Welt“ er lebt und sein Geld dann in dieser Währung anlegen. Wer sein Leben nur in Russland organisiert und nur Ausgaben in Russland hat, der sollte auch sein Geld in Rubel halten. Für andere Bürger, die sich international bewegen, sollte eine vernünftige Valutastückelung erfolgen. Als sichere Valutawährungen bezeichnete Herman Gref den USD, den Schweizer Franken, die norwegische Krone und den Singapur-Dollar. Den Euro erwähnte er nicht.
 
 
07.07.2016 – Putin telefoniert mit Obama
Auf Initiative der russischen Seite fand ein Telefongespräch des russischen Präsidenten mit seinem amerikanischen Amtskollegen statt. Besprochen wurden die Themen „Syrien“, „Ukraine“ und „Nagorny-Karabach“. Beide Seiten erklärten ihre Bereitschaft zur schnellsten Koordinierung der gemeinsamen Handlungen in Syrien und der schnellen Wiederaufnahme der Friedensgespräche unter der Leitung der UNO. Zur Ukraine-Thematik informierte Putin den amerikanischen Präsidenten über die unbedingte Notwendigkeit der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen, insbesondere durch die Kiewer Regierung. Weiterhin informierte Putin über den Stand der Vermittlungsgespräche im Rahmen der Konfliktlösung um die Region „Nagorny-Karabach“. Der amerikanische Präsident wertete die russischen Bemühungen in allen angesprochenen Themen als sehr hoch ein.
 

Foto: Russischer Präsident Wladimir Putin besprach mit dem amerikanischen Präsidenten Obama per Telefon internationale Probleme
 
07.07.2016 – Putin sagt alle Treffen ab
RBK will erfahren haben, dass der russische Präsident Putin alle, für diese Woche geplanten Reisen in die Regionen abgesagt haben will. Sofort begannen wieder Mutmaßungen über mögliche Gründe. Geplant waren angeblich Reisen in den Altai, Jakutien und Nowgorod. Der Pressesprecher informierte, dass keine dieser Reisen offiziell angekündigt war und die Reiseplanung des Präsidenten immer viele Varianten beinhaltet und kurzfristig dann erst festgelegt wird, wohin die Reise wirklich geht. Im März 2015 war bereits eine ähnliche Situation, wo Putin für eine Woche sich nicht in der Öffentlichkeit zeigte. Daraufhin angesprochen erwiderte Putin: „Eine Woche ohne Klatsch und Tratsch ist doch langweilig.“
 
 
07.07.2016 – Landwirtschaftsminister zur russischen Selbstversorgung
Der föderale Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschew vertritt die Ansicht, dass Russland sich in spätestens sieben Jahren vollständig mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus eigener Produktion versorgen kann – vorausgesetzt, das gegenwärtige Entwicklungstempo wird beibehalten. „Wenn Sie sich erinnern, weder in sowjetischer noch in postsowjetischer Zeit, noch in den letzten zehn Jahren haben wir davon zu träumen gewagt“, meinte der Minister. Er erinnerte weiterhin, dass mit der Entwicklung der Landwirtschaft auch ein weiteres gewaltiges Exportpotential entsteht.
 
 
07.07.2016 – Neues Museum im Kronstadt
In einem Dock von Kronstadt, einer vorgelagerten „Festung“ von St. Petersburg soll ein neues „Museum für gesunkene Schiffe“ eingerichtet werden. Die Kosten belaufen sich auf bis zu sechs Milliarden Rubel. Im Jahre 2022 soll dann das Museum für Besucher geöffnet werden. Die Organisatoren rechnen darauf, dass diese Investitionen einmalig sind und in der Mehrzahl der Organisation der Infrastruktur dienen (Zufahrtswege, Restaurants, Erholungsanlagen) und für das Museum keine wesentlichen laufenden Kosten anfallen, die den St. Petersburger Haushalt belasten. Technisch stellt man sich die Lösung derart vor, dass das Dock in Kronstadt „verglast“ wird und sich darin dann die Ausstellungsstücke befinden, die von den Besuchern aus unterschiedlicher Perspektive betrachtet werden können.
 
 
07.07.2016 – Herman Gref mit überschwänglichen Frauenkomplimenten
Herman Gref, Präsident der Sberbank, machte den Frauen ganz allgemein Komplimente. Er vertrat die Ansicht, dass die Frauen die besseren Geschäftsleute und Mitarbeiter sind. Als ein leuchtendes Beispiel nannte er die Leiterin der Zentralbank Elvira Nabiullina, die von 2007-2012 russische Wirtschaftsministerin war und seit Mitte 2013 die Zentralbank leitet und erfolgreich den Bankensektor diszipliniert. Gref wünschte sich an die Spitze der Sberbank, die er jetzt leitet, zukünftig eine Frau.  
 
 
07.07.2016 – Auch die russische Zentrale Wahlkommission kennt …
… das Sprichwort „Wiederholung ist die Mutter der Weisheit“. Denn sie erklärte den am vergangenen Samstag durchgeführten Parteitag der „Allianz der Grünen – Sozialdemokraten“ für ungültig und ordnete eine Wiederholung an. Grund ist, dass zu diesem Parteitag, der der Vorbereitung der Dumawahlen im September 2016 und Festlegung der Kandidaten diente, kein Vertreter der Zentralen Wahlkommission eingeladen worden war, wozu aber die Parteien lt. Gesetz verpflichtet sind. Nun muss der Parteitag wiederholt werden oder die Partei wird nicht zu den Wahlen zugelassen.
 

06.07.2016 – Gouverneur von Kirow im Hungerstreik
Der vor wenigen Tagen, mit großem öffentlichem Aufsehen in Moskau verhaftete Gouverneur von Kirow ist im Untersuchungsgefängnis in einen Hungerstreik getreten. Er will damit den Besuch seiner Familienangehörigen erzwingen. Beschuldigt wird er der Korruption und Entgegennahme von Bestechungsgeld im besonders großen Umfang.
 
 
06.07.2016 – Landwirtschaftsministerium will russische Weinbauern unterstützen
Das russische Landwirtschaftsministerium denkt über verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung der einheimischen Weinbauern nach. Im ersten Schritt will das Ministerium die Anhebung von Zöllen für den Import von Ausgangsmaterialien und Grundstoffen für die Weinproduktion vorschlagen. In fünf bis sieben Jahren wäre es dann möglich, den Import dieser Materialien generell zu verbieten. Man hofft mit derartigen Entscheidungen die Investitionsaktivitäten in diesem Bereich weiter beschleunigen zu können. Um einen großen Teil von Tischwein-Importen ablösen zu können, müssen bis 2020 mindestens 50.000 Hektar für den Weinanbau neu angelegt werden. Dies wäre die Grundlage, um 200.000 Tonnen Weintrauben ernten zu können.
 
Foto: Weinangebot in einem russischen Supermarkt in Kaliningrad im Jahre 2016 – breites Sortiment internationaler Weine, neben Wein und Sekt aus russischer Produktion
 
06.07.2016 – Kosten für ein WM-Ticket 2018 bekannt gegeben
Die FIFA hat die Preise für ein Ticket zu den Spielen der Weltmeisterschaft 2018 bekannt gegeben. So wird das billigste Ticket für einen russischen Bürger 1.280 Rubel kosten. Für einen ausländischen Besucher kostet ein Ticket mindestens 105 USD. Das billigste Ticket für das Endspiel kostet 7.040 Rubel für russische Bürger und 1.100 USD für Ausländer. Insgesamt gibt es vier Preiskategorien.
 
 
06.07.2016 – Alexander Solchenitzyn erhält Denkmal
Für Alexander Solchenitzyn, dem ehemaligen sowjetischen Dissidenten, wird ein Denkmal in Moskau errichtet. Weiterhin wird eine Wohnung als Museum eingerichtet. Anlässlich seines 100. Geburtstages im Jahre 2018 sind mehr als 80 Veranstaltungen geplant. Das Denkmal wird in der Straße in Moskau aufgestellt, die bereits seinen Namen trägt. Das Wohnungsmuseum wird in der ul. Twerskaja eingerichtet. Weiterhin wird in der Stadt Rjasan ein großer memorialer Museumskomplex errichtet.
 
 
06.07.2016 – Trump-Berater kommt nach Moskau
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten informierte, dass der Berater von Donald Trump für internationale Angelegenheiten Moskau besuchen wird. Am 7. Juli wird der Berater mit einer Vorlesung im Zentrum für internationalen Handel auftreten. Peskow zeigte sich nicht informiert, ob irgendwelche weiteren politischen Treffen geplant sind.
 
06.07.2016 – Optimistische Inflation in Russland
Die Inflation beträgt in Russland für das erste Halbjahr 2016 nur 3,3 Prozent. Dieses „nur“ bezieht sich auf die Inflationsergebnisse der vorherigen Jahre. RosStatistik geht davon aus, dass das für das aktuelle Jahr angepeilte Ergebnis von 6 Prozent durchaus real ist.
 

05.07.2016 – Putin unterschreibt Visagesetz zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018
Der russische Präsident Putin hat mit seiner Unterschrift unter einem Gesetz, welches durch die Staatduma bereits in dritter Lesung für gut befunden wurde, verfügt, dass ausländische Besucher von Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 visafrei nach Russland einreisen können. Zur Vorlage an der Grenze reichen der Reisepass und ein gültiges Ticket mit einer speziellen ID-Nummer. Mit gleichem Gesetz wird die vereinfachte Einreise von Organisatoren der WM-2018 festgelegt.
 
Foto: Russischer Präsident Putin vor dem Hintergrund seines Amtssitzes im Zentrum Moskaus
 
05.07.2016 – Türkei mit überraschenden Erklärungen
Der türkische Außenminister überraschte am Montag mit der Information, dass man darüber nachdenke, Russland militärische Airports für den Kampf gegen den Islamischen Staat zur Verfügung zu stellen. Konkret nannte der Minister den Airport Inscherlik. Bisher wird diese Airbasis durch die türkischen und die US-Luftstreitkräfte genutzt. Die Türkei ist bereit, diesen Stützpunkt allen zur Verfügung zu stellen, die gegen den gemeinsamen Feind „Islamischer Staat“ kämpfen – so auch Russland.
 
 
05.07.2016 – Türkei im Aufwind
Innerhalb von drei Tagen nach Aufhebung der Reisebeschränkungen in die Türkei durch den russischen Präsidenten, ist die Türkei, zumindest bei den russischen Touristen im Aufwand. 35 Prozent aller verkauften Urlaubsreisen in den letzten drei Tagen betrafen Ziele in der Türkei. Angetreten werden diese Reisen allerdings erst dann, wenn die technischen Fragen der Flugverbindungen geklärt sind. Dies könnte bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Gleichzeitig machen sich die Reiseveranstalter über ein anderes Problem Sorgen, denn es gibt eine große Anzahl von russischen Urlaubern, die ihre früher gekaufte Reise in irgendein anderes Land nun stornieren wollen, um nun doch in die Türkei zu fliegen.
 
05.07.2016 – Russland unterzeichnet Sicherheitsvereinbarung mit Europarat
Am vergangenen Sonntag ist durch Russland eine neue Sicherheitsvereinbarung mit dem Europarat unterzeichnet worden. Diese Vereinbarung sieht verschärfte Kontrollen und Garantien der Sicherheit bei Fußball-Veranstaltungen vor. So wird es Datenbanken für auffällige Fußball-Fans geben und Russland wird die Ausreise von russischen Bürgern in andere Länder verhindern, die bei Sportveranstaltungen auffällig geworden sind. Außer Russland haben noch 13 weitere Staaten am Sonntag diese neue Vereinbarung unterzeichnet.
 
 
05.07.2016 – Airport Sotchi bricht alten Rekord
Der Airport Sotchi hat den Passagierrekord aus Zeiten der Winterolympiade 2014 gebrochen. 27.439 Passagiere wurden am vergangenen Sonntag auf dem Airport abgefertigt. Bis dahin galt die Zahl 25.000 aus Zeiten der Winterolympiade als größte Passagierzahl. Aber auch in den Vormonaten und im Jahre 2015 kamen die Passagierzahlen der bisherigen Rekordzahl schon sehr nahe. Sotschi gilt als einer der modernsten Airports der Welt.
 
 
04.07.2016 – Kadyrow stellt sich zur Wahl
Am Wochenende übergab der Leiter der Republik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow alle notwendigen Dokumente an die Wahlkommission, um sich als Kandidat für die Wahl zum neuen Leiter der Republik registrieren zu lassen. Die Wahlen finden alle 5 Jahre im September statt. In diesem Jahr finden die Wahlen der Leiter der Subjekte der Russischen Föderation gemeinsam mit den Wahlen zur Duma statt. Als Wahltag ist Sonntag der 18. September festgelegt. Ramsan Kadyrow führt die Republik Tschetschenien seit April 2016 interim. Seine Amtszeit lief im April 2016 aus und der russische Präsident Putin hatte ihn gebeten, die Amtsgeschäfte bis zu den ordentlichen Wahlen weiter zu führen.
 
 
04.07.2016 – Dummer Jungenstreich wächst sich zu FSB-Skandal aus
Zuerst schien es sich um einen dummen Jungenstreich zu handeln. Absolventen der FSB-Hochschule in Moskau, gerade erst zum Leutnant ernannt, veranstalteten mit mehr als 30 gleichartigen Mercedes-Geländewagen eine Show quer durch Moskau und ließen bei einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h alle Polizeifahrzeuge hinter sich. Großkotzig veröffentlichten sie Videos, aber auch Fotos ihrer Studiengruppe mit personellen Einzelheiten in den sozialen Netzwerken. Dies verstößt gegen jegliche Regeln der Spezialdienste, die sie vier Jahre studiert haben und muss Konsequenzen haben. Ein FSB-General fordert jetzt die Bestrafung von Verantwortlichen in der FSB-Hochschule, die sofortige Entlassung des Organisators (Sohn eines stellvertretenden Generaldirektors von Lukoil) und weitere Maßnahmen. Auch die Kommentare in den sozialen Netzwerken sind keine Sammlung von Komplimenten für diese „Jung-Helden“.
 
 
04.07.2016 – Russischer Verteidigungsminister zur Flugsicherheit über der Ostsee
Der russische Verteidigungsminister Schoigu hat den zuständigen nachgeordneten militärischen Strukturen die Weisung gegeben, organisatorische und technische Maßnahmen zur Erhöhung der Flugsicherheit über der Ostsee zu ergreifen. Hierzu gehört in erster Linie, dass russische Militärflugzeuge ab sofort nur noch mit eingeschaltetem Transponder fliegen dürfen. Transponder gewährleisten, dass ein Flugzeug durch die Flugüberwachungssysteme der baltischen Staaten und Polen erfasst und identifiziert werden können, was erheblich zur Stabilisierung der Flugsicherheit über der Ostsee beitragen wird. In der letzten Zeit war es zunehmend zur Praxis geworden, dass amerikanische Aufklärungsflugzeuge, aber auch andere ausländische Flugzeuge ohne eingeschalteten Transponder geflogen sind. Russland hat sich äquivalent verhalten.
 
Foto: Verteidigungsminister Schoigu vor dem neuen Führungszentrum der russischen Armee in Moskau
 
04.07.2016 – … nachgereicht zur Meldung am gestrigen Tag – ein Foto
 
 
 
In der Meldung zur Ernennung wird inoffiziell hervorgehoben, dass der Wechsel an der Spitze des Militärbezirkes SÜD planmäßigen Charakter trägt. Der bisherige Chef des Militärbezirks war in der Funktion seit 2010, dem Gründungsjahr des Militärbezirks. Seit dieser Zeit wechselten die Chefs der anderen Militärbezirke bereits mehrfach.
 

03.07.2016 – Ombudsman für die Rechte der Kinder beim Präsidenten tritt zurück
Pawel Astachow, Bevollmächtigter für die Rechte Minderjähriger beim russischen Präsidenten wird nach Ablauf seines Urlaubs nicht wieder in sein Arbeitszimmer im Kreml zurückkehren. Er hat seinen Rücktritt eingereicht. Der Rücktritt ist nicht ganz freiwillig. Die russische Gesellschaft hat mit vereinten Kräften seinen Rücktritt gefordert. In Karelien kam es vor wenigen Wochen zu einer schrecklichen Katastrophe, bei der durch Kentern von Schiffen 14 Kinder aus einem Erholungslager ums Leben kamen. Pawel Astachow traf sich mit überlebenden Kindern und stellte diesen die Frage: „… na, wie war das Baden?“ Vermutlich ist er den Umgang mit Kindern nicht gewöhnt und wollte nur eine Frage stellen, um mit den Kindern irgendwie zu kommunizieren … es war aber die falsche Frage, am falschen Ort, zur falschen Zeit.
 
 
03.07.2016 – Neuer Kommandierender des Militärbezirks SÜD
Generaloberst Alexander Dwornikow ist durch den russischen Verteidigungsminister Schoigu zum neuen Kommandierenden des Militärbezirks SÜD ernannt worden. Vor seiner Ernennung war er der Kommandierende der russischen Truppen in Syrien. Der Militärbezirk SÜD grenzt an die Ukraine.
 
 
03.07.2016 – Armee erhält Flugzeuge der 5. Generation
Der Vereinigung der Flugzeugbauer hat in ihrem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht für das Jahr 2015 ihre Bereitschaft erklärt, der russischen Armee im Jahre 2017 die ersten 12 Exemplare des neuen Kampfflugzeuges T-50, ein Flugzeug der 5. Generation, zu liefern. Erstmals startete dieses Flugzeug im Jahre 2010 und wurde im Jahre 2011 einem breiten Publikum während einer Luftfahrtausstellung vorgestellt. Gegenwärtig wird die notwendige Infrastruktur für die Betreuung der neuen Flugzeuge errichtet, sowie an der Vervollständigung der Zusatzausstattung für diese Flugzeuge gearbeitet.
 
03.07.2016 – Aeroflot startet und landet zukünftig mit eingeschalteter Passagierelektronik
Die russische Fluggesellschaft Aeroflot gestattet es zukünftig, dass Passagiere ihre elektronischen Geräte während des Starts und der Landung nicht ausschalten. Gefordert wird allerdings, dass der Passagier sein genutztes Gerät auf „Flugregime“ umstellt.
 
02.07.2016 – Putin zu Besuch in Finnland
Nach dem Gespräch mit dem finnischen Präsidenten informierte Putin, dass Russland versuchen wird, mit der NATO einen Dialog zu entwickeln. Der finnische Präsident hatte erste Themen vorgeschlagen, mit denen die Gespräche beginnen könnten. Der russische Präsident zeigte sich damit einverstanden. Der russische Präsident kommentierte auch Gedanken zur NATO-Mitgliedschaft Finnlands. Er bat die Finnen darüber nachzudenken und zu berücksichtigen, dass sie dann als NATO-Mitglied an der Grenze zu Russland keine eigenen souveränen Entscheidungen mehr treffen können, sondern im Interesse der Allianz sich unterzuordnen haben. Russland kann dies nicht unbeantwortet lassen und wird diesen neuen Umstand in den Planungen berücksichtigen müssen. Letztendlich, so Putin, ist dies aber eine Entscheidung des finnischen Volkes.
 
Putin informierte während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem finnischen Präsidenten, dass er bei der Analyse der Lage festgestellt habe, dass die NATO mit dem größten Vergnügen einen bewaffneten Konflikt mit Russland austragen würde – und zwar bis der letzte finnische Soldat gefallen ist. Er nutzte hierfür eine Aussage eines finnischen Politikers in abgewandelter Form und betonte: „Wir wollen nicht kämpfen und fallen, wenn Sie (Finnland) es wollen – es ist Ihre Entscheidung.
 
02.07.2016 – Finanzminister ruft zum Sparen auf
Der russische Finanzminister hat die Bevölkerung aufgefordert, selbständig und in privater Initiative für ihr Rentenalter finanzielle Reserven anzulegen und nicht auf eine Rente aus staatlichen Fonds zu hoffen, die ein sorgenfreies und finanziell komplett abgesichertes Leben in Russland ermöglicht. Die russische Zentralbank erarbeitet ein System, wo die Bürger abgesichert und langfristig Ersparnisse für das Rentenalter anlegen können.
 
 
02.07.2016 – Erstes schwimmendes Atomkraftwerk der Welt zu Wasser gelassen
Die Baltische Werft in St. Petersburg hat mit dem Test des ersten schwimmenden Atomkraftwerkes der Welt begonnen. In Russland wird gegenwärtig an einer ganzen Reihe von Projekten für mobile Atomkraftwerke gearbeitet. Das schwimmende Atomkraftwerk ist allerdings das wichtigste Projekt bei der Entwicklung der Nutzung der Atomkraft im mobilen Bereich.
 
02.07.2016 – Türkische Hilfe für Hinterbliebene
Die Verwaltung der türkischen Stadt Kemer haben informiert, dass sie der hinterbliebenen Familie des ermordeten russischen Piloten ein Haus schenken wollen. Darüber informierte der russische Botschafter in der Türkei, der sich mit einer Delegation aus der türkischen Stadt zu einem Gespräch getroffen hat. Wenig später reagierten die Hinterbliebenen des Piloten auf das Angebot der türkischen Stadt und informierten, dass sie keine Geschenke aus der Türkei annehmen.
 
02.07.2016 – Der Staatsanwalt hat das Wort
  • Ein Moskauer Gericht hat den ehemaligen Generaldirektor von „OboronEnergoSbyt“ (Energieerzeuger im Militärbereich) in Abwesenheit verhaftet. Er wird der Veruntreuung von 448 Mio. Rubel beschuldigt.
  • Die Ermittlungen gegen den Leiter einer Polizeiabteilung in Kasan wurden wieder aufgenommen. Er wird beschuldigt, gemeinsam mit Mitarbeitern Insassen seiner Abteilung gefoltert zu haben.
  • Durch die russische Staatsanwaltschaft wurde für den Bürgermeister von Tangarok eine dreijährige Bewährungsstrafe gefordert. Angeklagt war er wegen ungesetzlicher Verwendung finanzieller Mittel aus dem russischen Reservefond.
Foto: Generalstaatsanwalt Juri Tschaika / Gebäude der russischen Generalstaatsanwaltschaft in Moskau
 
02.07.2016 – Russische Reisebüros dürften Türkei-Reisen verkaufen
Der russische Präsident Putin hat es den russischen Reiseveranstaltern wieder gestattet, Reisen in die Türkei zu verkaufen. Damit wird eine der Sanktionen vom November 2015 aufgehoben, die Russland gegen die Türkei im Ergebnis des Abschusses eines russischen Militärflugzeuges über syrischem Territorium durch die Türkei verhängt hatte. Die russischen Reiseunternehmen erklärten, dass sie eine Woche benötigen, um alle technischen Arbeiten zu erledigen die für den Beginn des Verkaufes von Reisen notwendig sind. Ein Teil der Reiseveranstalter hat allerdings Zweifel daran, dass die Türkei wieder so populäres Reiseziel wird, wie vor dem Zwischenfall.
 

01.07.2016 – Russlands Finanzreserven wachsen
Ende Juni beliefen sich die internationalen Valutareserven Russlands auf 395 Milliarden USD. Anfang des Jahres verfügte Russland über 368 Mrd. USD. Die internationalen Reserven Russlands bestehen sowohl aus ausländischer Valuta, Wertpapieren, Geldreserven beim Internationalen Währungsfond und Goldmünzen.
 
 
01.07.2016 – Weniger Armeedrückeberger in Russland
In Russland ist die Anzahl derjenigen, die sich mit ungesetzlichen Mitteln dem Wehrdienst entziehen, stark rückläufig. Wie das Verteidigungsministerium mitteilt, haben im Jahre 2015 28 Prozent weniger Wehrpflichte versucht, sich dem Dienst am Vaterland zu entziehen. Dies ist insbesondere in den Gebieten zu bemerken, wo die örtlichen Militärorgane, die sich mit der Vorbereitung von Jugendlichen zum Wehrdienst beschäftigen, besonders gut funktionieren.
 
Foto: Vereidigung von Angehörigen der Ostseeflotte in Kaliningrad
 
01.07.2016 – Probleme mit Akzisemarken in Russland
Die russischen Medien berichten über Probleme in der Produktion von Akzisemarken in Russland. Diese werden benötigt um alkoholische Erzeugnisse als „legal, verzollt und versteuert“ zu kennzeichnen. Russland hatte Mitte des Jahres neue Marken eingeführt und anscheinend reicht die Kapazität nicht aus, um die Marken, insbesondere für importieren Alkohol in ausreichender Menge zu produzieren. Nun befürchtet man einen Einbruch des Imports von Alkohol.
 
01.07.2016 – Massenentlassungen von Admiralen und Kapitänen zur See der Ostseeflotte
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat nach der Entlassung des Kommandierenden der Ostseeflotte und seines Stabschefs mehr als weitere 50 Admirale und Offiziere im Rang „Kapitän zur See“ (Oberst) entlassen. Die Entlassenen waren Kommandeure von Truppenteilen, Schiffen, Flottillen. Es ist das erste Mal, dass Entlassungen dieser Art so öffentlich erfolgen. Militärexperten sind etwas ratlos von den gegenwärtigen Vorgängen.
 
01.07.2016 – Lebensmittelembargo gegen Westen verlängert
Der russische Präsident Wladimir Putin hat einen Erlass zur Verlängerung des Lebensmittelembargos gegen die Staaten der Europäischen Union und weitere westliche Staaten unterzeichnet. Das Verbot für die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus diesen Staaten gilt nun bis 31.12.2017.
 
01.07.2016 – Verhaftungen in Russland
  • Am Mittwoch ist der stellvertretende Kulturminister des Gebietes Tscheljabinsk verhaftet worden. Er wird des Betruges und der Bestechlichkeit beschuldigt.
  • Angeklagt werden der ehemalige Vizepremier des Autonomen jüdischen Gebietes und weitere Personen. Er wird des Betruges beschuldigt.
  • Der Chef der gesetzlichen Krankenversicherung für das Moskauer Gebiet und sein Stellvertreter sind wegen Bestechlichkeit am Mittwoch verhaftet worden.
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Russland Kompakt

   Kommentare ( 14 )

Hauke Veröffentlicht: 2. Juli 2016 14:10:01

Die Familie des Piloten zeigt Charakter.Ein Menschenleben kann man nicht bezahlen! Hut ab.

Hauke Veröffentlicht: 5. Juli 2016 11:54:04

Tja der Walesa, nun im beschießen von Flugzeugen haben die Polen ja eine lange Erfahrung. Schon 1936 bis 1939 haben sie Lufthansa Maschinen auf dem Weg nach Königsberg beschossen.

ru-moto Veröffentlicht: 5. Juli 2016 20:39:17

@ M. Göllner:
Österreich ist wirklich schön, zumindest gibt es dort sehr viele gut ausgestattete Tourismusregionen und auf höchstem Niveau ausgebildete Tourismusleute... Vieles aber ist in diesem kleinen Ländchen nicht möglich oder vorhanden, was in große Menge davon in Russland geboten wird...

Das größte Land der Erde - das Kaliningrad gebiet zählt dazu - lässt jedem Abenteurer, Jäger oder Kulturliebhaber das Herz höher schlagen. Die Weiter und Vielfalt dieses Landes sind einzigartig, die Bewohner herzlich - und alles ist leistbar und erreichbar.

Manchmal können einem die verregneten österreichischen Bergtäler ganz schön den Horizont einengen und da ist es beruhigend und abwechslungsreich, öfter in Russland reisen zu dürfen. Sie werden weder die Donau, noch Berge oder stinkende Odlwiesen vermissen - ich tue das jedenfalls nicht. LG aus dem Skmgt.!

ru-moto Veröffentlicht: 7. Juli 2016 00:53:30

4.7.1946 - Was passierte an diesem Datum?
Seit 70 Jahren schon heißt das ehemalige Königsberg Kaliningrad.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 7. Juli 2016 06:24:41

... ja, auch das passierte an diesem Datum.

Frank Werner Veröffentlicht: 8. Juli 2016 07:39:25

@CPA
Die Bezeichung ist rechtlich nicht geschützt. Hatte die UdSSR bzw. schon das Kaiserreich versäumt. Schon lange kommt der Großteil der Produktion aus Odessa, Kiew, Charkiw und Artemiwsk.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 9. Juli 2016 02:47:49

Hallo Techniker,
dann versuchen Sie mal eine oder mehrere Flaschen "echten" Krimskoe Schampanskoe von Moskau kommend bei einer Zollkontrolle in Berlin in deutsche Lande zu bringen. Viel Spaß dabei. Alles was von der "okkupierten" Krim kommt, unterliegt den von den USA diktierten Sanktionen. Deutsche Filzstifte sind wirklich willige Sanktionsvollstrecker.

Hallo Rucksack-Österreicher,
abgewandelte Ansprache für zugereiste R...-Berliner, nur keine Angst. Bevor die Türken nicht die Sicherheit der russischen Bürger halbwegs garantieren können und das in Verhandlung befindliche "Paketabkommen" mit der Türkei unter Dach und Fach ist, wird es keine Reisen nach Türkien geben.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 9. Juli 2016 02:53:26

ach, ehe ich es vergesse...
die Doktoskaja schmeckte damals in den sechziger Jahren schon sehr interessant - nach nichts - und jetzt nicht viel besser. Das Wort Gewürz scheint in den Wurstfabriken der RF ein Fremdwort zu sein.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Juli 2016 07:28:56

... ich esse die Doktorskaja heute noch sehr gerne. Allerdings grundsätzlich mit russischem Gorschitza (Senf). Das gleicht dann das Manko an Geschmacklosigkeit komplett aus. Und wenn man genügend russischen Senf auf die Doktorskaja drauf schmiert, braucht man sich auch die kommenden Stunden keine Gedanken mehr um Geschmacksnerven auf der Zunge zu machen.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 9. Juli 2016 21:12:34

Hallo Uwe,
das gleiche Ergebnis wie mit bayrischen erdrosselten Weißwürsten - aber mit süßem Senf. Igitt.

ru-moto Veröffentlicht: 10. Juli 2016 10:49:18

Propaganda trägt Früchte - ein Beispiel:
[Kollingbaum Juergen - facebook - 15. Juni um 13:22 - ....

... bitte haben Sie Verständnis, wenn ich Ihren Kommentar gelöscht habe. Facebook-Beiträge sollten auch dort kommentiert werden. Der Herr Juergen Kollingbaum wird vermutlich "Kaliningrad-Domizil" nicht lesen.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 15. Juli 2016 02:45:27

"15.07.2016 – FSB mit knallharten Konsequenzen"
Als ich diese Meldung las, ich schüttele jetzt noch mit dem Kopf, habe ich mich gefragt, was haben diese Leute im Morgenkaffee gehabt? Die Absolventen der FSB - "Hochschule", nicht etwa eines Anfängerlehrgangs sind doch keine Kinder einer Krabbelgruppe. Das sind in der Regel mehrjährige erfahrene Geheimdienstler, nun ausgebildete Spezialisten als Führungspersonal vorgesehen. Aber diese Absolventen kannste doch kalt in der Pfeife rauchen, weil sie die Grundbegriffe eines Nachrichtendienstes nicht begriffen haben. Ich nehme mal an, daß das W. W. ziemlich an die Nieren gegangen ist.
Deshalb sehe ich es auch als gerechtfertigt an, daß in der "Hoch"schule aufgeräumt wird.
Meine Güte. Im FSB, im Kaliningrader Militär und die nun immer wieder noch verhafteten Korruptniks. Lernen die nichts dazu?
Ihr, in der RF seid nicht zu beneiden.
Was ist mit dem Stadion in St. Petersburg? Das wird vermutlich doppelt so teuer wie vorgesehen, wenn ich die Nachricht richtig verstanden habe?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 15. Juli 2016 07:47:58

... es handelt sich bei diesen Absolventen nicht um schon bereits "gestandene" Mitarbeiter, sondern es sind wirklich "Anfänger". Das ändert aber am eigentlichen Fakt nichts, denn im Studium wurde ihnen beigebracht, wie sie sich zu verhalten haben. Von FSB-Kommentatoren wird immer wieder betont, dass es sich hier um extreme Verstöße gegen die "Ethik des Dienstes" handelt.

Hauke Veröffentlicht: 17. Juli 2016 09:37:23

Merkwürdig, sehr merkwürdiger Putsch war das in der Türkei. Mit 5 Panzer und 2 Flugzeuge? Und dann ist auch noch der Unbequeme Pilot ums Leben gekommen.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 23. Juli 2016 01:44:48

"22.07.2016 – Schuld war türkischer Pilot"
Uwe, das schreiben Sie auch noch so ohne Kommentierung. Mir wurde schon ganz übel, als die Meldung woanders zum ersten Mal las.
Wer das glaubt, wenn er sich die Aufklärungsergebnisse von 2015 noch einmal in das aktive Gedächtnis vorkramt, ist entweder vollkommen naiv wie ein durchschnittlicher BRD-Bürger oder BILD-DIR-Meine-MEINUNG-Leser. Ach so, das ist ja oft dasselbe.
Der türkische Pilot zog Kreis um Kreis in der Warteschleife um dann zur "rechten" Zeit am "rechten" Ort zu sein. Zu der Erklärung kann man nur sagen: Dümmer geht´s nimmer. Die Türken wußten doch ganz genau, wann ein russisches Flugzeug zur Feindbekämpfung aufstieg und wußten auch ungefähr, wann es auf welchem Weg auch wieder zurück kehrt.

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 23. Juli 2016 10:12:55

@Radeberger: Das ist ja alles richtig. Aber die türkische Regierung will nun die Beziehungen zu Russland verbessern und da muss nun ein "Minimalopfer" gebracht werden. Den Schlag gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten wird sich Erdogan als "Pfand" aufheben.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 30. Juli 2016 03:00:04

"30.07.2016 – Vorsicht! NATO-Kommandierender lobt Russland"

Wie sagte schon Lenin?

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