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Russland Kompakt - Föderale Nachrichten

Sa, 27 Okt 2018 Kaliningrader Wochenblatt


Russland Kompakt - Föderale Nachrichten
Im Video-Format „Russland-Kompakt“ fassen wir einige ausgewählte Nachrichten der vergangenen Woche zusammen. Den Begleittext zum Videobeitrag haben wir in Manuskriptform auf unserem Portal eingestellt. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

Russland freut sich über eine Gemüse-Rekordernte. Das föderale Landwirtschaftsministerium teilte mit, dass es die beste Ernte der letzten zehn Jahre mit über einer Million Tonnen Gemüse sein wird. Dies sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr. In diesem Jahr wurde erstmalig fast der gesamte Eigenbedarf an Gurken in Russland aus russischem Anbau sichergestellt. Tomaten stammen zu 50 Prozent aus russischem Anbau. Die Preise für Gemüse konnten stabil gehalten werden.

Die Staatsduma hat nochmals die Frist für eine steuerbefreite Verlagerung von finanziellen Vermögenswerten aus dem Ausland, zurück auf russische Bankkonten, verlängert. Somit haben diejenigen, die Vermögen im Ausland haben, die Chance, bis zum 1. Januar 2019 dieses Geld zu legalisieren, ohne mit Straf- oder Steuerverfolgung rechnen zu müssen.

In Russland ist das Glücksspiel nur in konkret definierten Zonen gestattet. Davon gibt es vier in Russland – eine im Gebiet Kaliningrad. Zukünftig wird es jedoch eine weniger geben, da die „Asow-City-Zone“ liquidiert wird. Stichtag hierfür ist der 31. Dezember 2018. Die Glücksspielzone wurde im Jahre 2009 geschaffen. Nach den Olympischen Spielen 2014 wurde beschlossen, eine neue Glücksspielzone in Krasnaja Poljana zu schaffen und dafür die Asowsche Zone zu schließen. Laut Gesetz darf es in einem Subjekt der Russischen Föderation auch nur eine Glücksspielzone geben.

Die russische Behörde für Qualitätskontrolle hat die beliebte russische Wurstsorte „Doktorskaja“ einer Kontrolle unterzogen. Im vergangenen Jahr wurden 30 dieser Wurstsorten verschiedener Hersteller überprüft, in diesem Jahr nur zehn. Kontrolliert wurden 70 Qualitätsparameter. Die Kontrolle zeigte keine wesentlichen Verstöße gegen die Qualitätsnormen. Betont wurde, dass in der Wurst kein Papier und kein Katzen- und Hundefleisch gefunden wurde.

Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates Nikolai Patruschew informierte über ein Ansteigen der Terrorgefahr in Sibirien. Es bestehe eine große Gefahr des Eindringens ausländischer Terroristen über die grüne Grenze nach Sibirien. Es liegen Informationen vor, dass strategisch wichtige Objekte in dieser Region das Interesse von internationalen Terrororganisationen geweckt haben. In den ersten neun Monaten 2018 wurden im Sibirischen föderalen Verwaltungsbezirk 56 Strafverfahren wegen Terrorismus durchgeführt.

Moskauer Eltern haben ihre Vorliebe für die Vornamen russischer Zaren dadurch gezeigt, dass sie ihre Kinder nach ihnen benannt haben. Seit Anfang des Jahres wurden über 100.000 Kinder in Moskau geboren und die populärsten Vornamen waren Alexander (2.400 Mal vergeben)und Sofia (2.500 Mal vergeben). Weitere populäre Vornamen sind Michael, Maxim, Artjom, Daniel, Iwan, Dmitri, Mark, Matwej und Ilja. Bei den Mädchen sind dies Maria, Anna, Alisa, Viktoria, Anastasia, Polina, Alexandra, Elisabeth und Warwara.

Russland will diejenigen, die ihr Kleinstgewerbe legalisieren, von den ersten 10.000 Rubeln der zu zahlenden Steuern befreien. Dies entspricht sicher in vielen Fällen dem ersten Jahressteuersatz. Das Angebot des Staates bedeutet für diejenigen, die bisher schwarz gearbeitet haben, eine Möglichkeit, ihre Tätigkeit zu legalisieren und für den Start die Steuerlast erheblich zu vermindern, was gerade im ersten Jahr der Tätigkeit für viele sehr wichtig ist. Die normale Steuer für die Kleinstgewerbetreibenden soll vier Prozent betragen.

Der Verkauf von PKW ist in Russland um 12,9 Prozent, im Vergleich zum Vorjahreszeit der ersten neun Monate, gestiegen. Verkauft wurden 1,2 Mio. Fahrzeuge. Die Mehrzahl der Käufer befand sich in Moskau mit 12,1 Prozent aller Neuwagenverkäufe, das Moskauer Umfeld mit 15,1 Prozent und St. Petersburg mit 13 Prozent. An den steigenden Verkaufszahlen sind allerdings alle russischen Regionen beteiligt.

Die russische Verbraucherschutzbehörde hat sich die sogenannten „Döner-Buden“ vorgenommen und die dort angebotenen Schaurmy überpüft. Kontrolliert wurden 251 Verkaufspunkte in Moskau und in jedem dieser Punkte wurden Mängel gefunden. Häufig fehlten Dokumente, die die Herkunft und Qualität der Produkte belegten. Und es wurden die Mindesthaltbarkeitsdaten nicht beachtet. Der Zustand der Kioske war häufig desolat. Die primitivsten Regeln der Hygiene wurden verletzt. Eine Untersuchung der Hände des Personals ergab in 140 Fällen eine Vielzahl von Bakterien der gefährlichsten Art. Vernichtet wurde sofort 1.640 Kilo Fleisch und Strafen im Umfang von 5,9 Mio. Rubel wurden verhängt. 112 Verkaufspunkte wurden geschlossen.

45 Milliarden Rubel an Schulden wurden durch die Gerichtsvollzieher bisher im Jahre 2018 dadurch eingetrieben, dass den Schuldnern die Ausreise aus Russland verwehrt wurde. Ein seit einigen Jahren sehr wirksames Mittel, Zahlungssäumige zur umgehenden Begleichung der Schulden zu veranlassen. Insgesamt konnten 1,4 Mio. Pfändungsanordnungen abgearbeitet werden. Dies sind immerhin fast 25 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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