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Unerwarteter Ausbau der Militärpräsenz in Kaliningrad

So, 27 Jan 2019 Kaliningrader Wochenblatt


Unerwarteter Ausbau der Militärpräsenz in Kaliningrad
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Interfax informiert über die Verstärkung des 16. Armeecorps der russischen Armee im Kaliningrader Besonderen Militärbezirk. Verstärkt wird das Armeecorps, welches sich im Bestand der Ostseeflotte befindet, um ein ganzes Panzerregiment.

Der neue Truppenteil erhielt die Bezeichnung 11. Selbständiges Panzerregiment. Stationierungsort ist die Kreisstadt Gusew.

Ein Panzerregiment verfügt in der Regel über drei Panzerbataillone und ein motorisiertes Schützenbataillon. Die Anzahl der Panzer schwangt in Abhängigkeit von der realen Struktur und liegt gewöhnlich bei rund 90 Panzern.

Wie weiterhin mitgeteilt wurde, befinden sich in den Logistiklagern der russischen Armee im Kaliningrader Gebiet vollständige Ausrüstungen für drei Mot-Schützendivisionen. Eine Mot-Schützendivision hat in der Regel drei Mot.-Schützenregimenter und ein Panzerregiment mit einer Gesamtpersonalstärke von rund 12.000 Mann. Im Verteidigungsfall müssen somit nur noch Teilkräfte an Personal aus dem russischen Mutterland verlegt werden. Ein Großteil des Personalbestandes für diese drei Mobilmachungsverbände wird wohl aus dem Reservebestand der Kaliningrader männlichen wehrpflichtigen Bevölkerung kommen.

Das 16. Armeecorps wurde im Jahre 2016 geschaffen und hatte eine anfängliche Struktur von einem motorisierten Schützenregiment, einer motorisierten Schützenbrigade mit angeschlossenem Panzerbataillon), einer Raketenbrigade, einer Artilleriebrigade und einem Luftverteidigungsregiment.

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Militär

   Kommentare ( 5 )

Frank Werner Veröffentlicht: 27. Januar 2019 21:13:00

Dann können sie jetzt noch ruhiger schlafen ...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 27. Januar 2019 21:26:41

... ach, ich schlafe auch so hervorragend. Ich weiß, dass in einem zukünftigen Konflikt das erste Opfer Kaliningrad sein wird ... ich brauche mich - im Unterschied zu Ihnen - weit weniger zu quälen. Sie leben in Deutschland noch ein paar Sekunden länger als ich.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 28. Januar 2019 03:42:08

"Wie weiterhin mitgeteilt wurde, befinden sich in den Logistiklagern der russischen Armee im Kaliningrader Gebiet vollständige Ausrüstungen für drei Mot-Schützendivisionen"

Das ist wohl die Antwort der russischen Armee auf die Nato- "Spielchen" bei der Rotation der Erstschlags-Truppen zum Schutz der vor angeblich schrecklicher Angst schlotternden Balten und Polen, die mit voller Bewaffnung nach Osten ziehen und dort "unauffällig" einen Teil dort lassen. Wenn man beachtet, daß alle 6 Monate dieses Ritual stattfindet, so ist es mir jedenfalls bekannt.

Man kann ja darüber trefflich streiten, ob es vorteilhaft ist, der Nato alles auf die Nase zu binden. aber eigentlich vertraue ich darauf, daß die russische Führung die richtigen Entscheidungen trifft.
Jeder Tag, an dem nicht geschossen wird, weil man erst einmal wieder auf Grund neuer Kenntnisse über den Gegner seine Ja- oder Nein- Siegeschancen neu ausrechnen muß, ist ein guter Tag.

Frank Werner Veröffentlicht: 28. Januar 2019 22:56:33

@Radeberger
Wenn ich so zurückschaue (egal ob 60 Jahre oder nur 5 Jahre), ist die Besorgnis der Balten alles in allem gerechtfertigt. Anzunehmen, die NATO greift Russland an - nunja ....

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. Januar 2019 23:11:13

... also es ist ja wirklich vermessen zu glauben, dass die NATO irgendetwas böses plant. Dort sind ja nur demokratische Staaten Mitglied. Aber die Russen, jaaaaa, die haben ja in ihrer Geschichte schon viele Staaten angegriffen ... Welche waren das doch gleich ...? Können Sie helfen?

Frank Werner Veröffentlicht: 29. Januar 2019 00:40:09

@UEN
Ähm, nur mal so, alleine in der ferneren Historie Finnland, Litauen, Lettland, Estland, Polen, Afghanistan ...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 29. Januar 2019 00:50:25

... schauen Sie mal ein wenig tiefer in die Ereignisse und sie werden feststellen, das auf keines dieser Kriegsereignisse der Begriff "Aggression" zutrifft. So, wie sich die USA gegenwärtig zu einer Friedens- und Demokratisierungsmission in Afghanistan auf Bitten der gegenwärtigen Regierung erfolglos tummeln, hat dies damals die Sowjetunion auch getan ... oder beschuldigen Sie die USA der Aggression gegen Afghanistan? Dann wäre ja auch Deutschland Aggressor, denn auch deutsche Truppen befinden sich wieder im Kriegseinsatz in diesem Land. Was Polen anbelangt, so machen Sie sich doch bitte mit der Vorgeschichte vertraut - Stichwort "Friede von Brest-Litowsk" ... na, und so weiter.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 30. Januar 2019 03:19:51

Sie finden im Internet eigentlich ganz aussagekräftige Karten über das russische Zarenreich und die Landräuberei im Ergebnis des WK I und das Bestreben der westlichen Kriegsgegner, dem dann Russischen Reich, später UdSSR, so viel wie möglich Land abzunehmen. Es sind im Grunde genommen, die gleichen Länder, die gleichen Kräfte, die sich heute wieder auf einen Krieg gegen das heutige Rußland stark machen. Und wer nicht mittun will, wird mit allen möglichen Mitteln unter Druck gesetzt, quasi diszipliniert. Genauso, wie Obama die EU in in die Sanktionen gegen Rußland nach dem Kiew - Putsch gezwungen hat.

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