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Zentralbank geht neuen qualitativen Schritt der Einlagensicherung

Fr, 08 Jun 2018 Kaliningrader Wochenblatt


Zentralbank geht neuen qualitativen Schritt der Einlagensicherung

Die russische Zentralbank will einen weiteren qualitativen Schritt bei der Einlagensicherung durch die Bevölkerung gehen. Bei konkret definierten Fällen, sollen Entschädigungszahlungen von bis zu zehn Millionen Rubel möglich werden.

Elvira Nabiullina, die Leiterin der Zentralbank informierte, dass die größten Risiken aus dem russischen Bankensektor bereits entfernt worden sind und die Fälle von Lizenzentzügen immer weniger werden. Deshalb kann man über eine Anhebung der Versicherungssummen für konkrete, nichtkalkulierbare Risiken, nachdenken.

Der Kontoinhaber kann dann bis zu zehn Millionen Rubel aus dem Einlagensicherungsfond erhalten, wenn er das Risiko des Vorhandenseins einer derart hohen Summe bei einer Bank, der die Lizenz entzogen wurde, nicht beeinflussen konnte.

Als Beispiele nannte Nabiullina den Verkauf einer Immobilie. Der Käufer zahlt die Kaufsumme auf das Konto einer Bank ein und diese Bank verliert ihre Lizenz. Dies würde bedeuten, dass der Verkäufer eigentlich sein Haus verliert.

Weitere Fälle könnten Erbschaften sein oder die Auszahlung von Sozialleistungen über die Summe der bisherigen Einlagensicherung.

Bisher erhält ein Privatanleger oder ein Kleinstunternehmer bei Lizenzentzug seine Einlagen erstattet, jedoch nicht mehr als 1,4 Mio. Rubel, einschließlich der aufgelaufenen Verzinsung.

Sollte der Anleger mehr Geld auf dem Konto gehabt haben, verbleibt ihm nur auf die Konkursmasse zu hoffen. In den meisten Fällen ist diese Hoffnung aber vergebens.

Nabiullina erklärte, dass natürlich auch bei diesen geplanten Neuregelungen ein paar Spielregeln zu beachten sind. Ihre Vorstellungen gehen dahin, dass, wenn ein Bankkunde derartig hohe Einnahmen hat, er im Verlaufe von drei Monaten entscheiden muss, ob er diese Gelder bei der Bank belasse oder lieber eine andere Bank nutzen möchte. Nach drei Monaten wird dann sein Anspruch auf die erhöhte Versicherungssumme entfallen.

Wie das Ganze jetzt finanziert werden soll, ist noch nicht klar. Vermutlich aber wird man die Versicherungsbeiträge der Banken, die regelmäßig in den staatlichen Einlagensicherungsfond einzuzahlen sind, einfach erhöhen.

Uwe Niemeier

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Banken, Zentralbank

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