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Dritter Weltkrieg fand nicht statt – Planerfüllung zu 100 Prozent

Fr, 29 Jun 2018 Kultur & Sport


Dritter Weltkrieg fand nicht statt – Planerfüllung zu 100 Prozent

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist vorbei – zumindest für Kaliningrad. Die Fan-Zone wird noch bis Mitte Juli arbeiten. Nun zieht der Alltag wieder ein.

Das gestrige Spiel England gegen Belgien war das bestbesuchte Ereignis – sowohl von der Anzahl der Besucher im Stadion mit 33.973 Zuschauern wie auch den Zuschauern in der Fan-Zone. Diese wurde schon mit Spielbeginn wegen vollständiger Auslastung (15.000) geschlossen. Allerdings bieten die anliegenden Straßen hervorragende Möglichkeiten für weitere tausende Zuschauer.

Alle Befürchtungen sind nicht eingetreten. Es kam zu keinem Dritten Weltkrieg, es gab wohl noch nicht mal Prügeleien. Die Kaliningrader Medien berichteten zwar von einigen Zechprellern, aber nichts von kaputten Stühlen oder Tischen. Man berichtete nur über eine ausgesprochen gute Stimmung in der Stadt.

Viele angereiste Fans, egal zu welchem Spiel, organisierten sich zu Gruppen und boten oftmals kleine improvisierte Kulturprogramme. Kein Wunder, dass das Stadtzentrum ständig durch Massenaufläufe gekennzeichnet war, die alle schauen wollten, was denn dort geboten wurde.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Kaliningrad im Verlaufe von sechs Jahren Vorbereitungszeit bewiesen hat, dass man in der Lage ist, derartige Großereignisse zu organisieren und durchzuführen. Wer vier Gruppenspiele im Rahmen der Weltmeisterschaft organisieren und durchführen kann, wird vielleicht auch zukünftig Kongresse und internationale Treffen durchführen können, auf einem russischen Territorium, welches durchaus Anspruch erheben kann, zentral in Europa zu liegen. Und das Haus der Stagnation, von vielen auch als Haus der Räte bezeichnet, könnte vergleichsweise billig (3 Mrd. Rubel), im Vergleich zum Stadion (17,3 Mrd. Rubel), das internationale Zentrum des internationalen Zentrums werden.

Nach dem Spiel verließen sehr viele Fans Kaliningrad sofort wieder mit den bereitstehenden Flugzeugen. Diese starteten im Abstand von 20 Minuten in alle Himmelsrichtungen. Um fünf Uhr am heutigen Morgen startete der letzte Flieger. Auf den großen Auffangparkplätzen in Kaliningrad stehen viele Busse aus Polen bereit, um die Fans noch in der Nacht wieder Richtung Polen zu bringen. Eine Umfrage Kaliningrader Medien unter ausländischen Fans ergab aber auch, dass viele noch mindestens einen Tag bleiben wollen, um sich mit Land und Leuten weiter vertraut zu machen.

Uwe Niemeier

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   Kommentare ( 2 )

ru-moto Veröffentlicht: 29. Juni 2018 17:39:27

Toll - da kann man nur gratulieren und hoffen, dass die ausländischen Besucher vom heutigen Kaliningrad viel sahen/erlebten, und den Unterschied zu dem, wie darüber die westlichen Medien berichten, deutlich genug erkannten.

Google, Wikipedia etc, blockieren ja noch gezielt das aktuell Moderne, Neue und Fortschrittliche von Kaliningrad und der RF. Das Beste um ein Land und sein Volk kennen zu lernen ist bekanntlich, dass man es selbst bereist...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 29. Juni 2018 17:54:19

Regionaljournalisten haben mit britischen Fans Interviews geführt. Und die Fans meinten, dass wesentlich mehr Fans gekommen wären (man sprach von 20.000) wenn nicht die negative Propaganda so gut gewirkt hätte. Aber sie hätten ein ganz anderes Kaliningrad erlebt, als in den britischen Medien dargestellt.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 1. Juli 2018 13:56:30

Ist eigentlich schade, daß diese Herrschaften nicht angereist sind. Man muß sich das mal vorstellen, wenn die dann wieder zu Hause sind und von ihren Erlebnissen eben in diesem Kaliningrad berichtet hätten, und nicht bloß im Kreise ihrer Familie, sondern in ihren Fangruppen ihrer Klubs. Bessere Propagandisten hätten Rußland und KG gar nicht bekommen können.
Die Anreise nach KG mit einem Sack von Vorbehalten durch die britischen Medien - und dann - der Aha-Effekt.
Das ist wie in der Sauna nach dem Schwitzen. Der Sprung ins kalte Wasser. Richtig angenehm.
Man geniest die ganze Prozedur dann hinterher nochmal.

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