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Ex-Königsberger Börse wird zum Kaliningrader Museum für Bildende Kunst

Fr, 06 Jul 2018 Kultur & Sport


Ex-Königsberger Börse wird zum Kaliningrader Museum für Bildende Kunst

Es ist keine Neuigkeit, dass das Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse zum Museum für Bildende Kunst umgestaltet wird. Bis dahin funktionierte das Gebäude als Haus der Seeleute und als Haus der Jugend.

Das Gebäude hat den Krieg überstanden. Ein paar Kratzer am Gebäude wurden nach dem Krieg ausgebessert. Damit steht es stabiler als die Gebäude auf dem Moskauer Prospekt, in deren erster Etage bis vor wenigen Monaten die Kaliningrader Kunstgalerie untergebracht war. Man stellte vor über einem Jahr fest, dass eines der drei Hochhäuser bedenkliche Risse aufzeigt. Vermutlich sind diese im Ergebnis der Uferbefestigungsarbeiten entstanden. Eine Instandsetzung lohnt sich nicht und so wurde der Abriss beschlossen. Betroffen davon ist auch die Kaliningrader Kunstgalerie, die allen drei Hochhäusern aus „Fundament“ dient. So muss auch diese erste Etage beräumt werden. Während man noch nach einem passenden neuen Gebäude für die Galerie suchte, erhielt diese noch schnell einen neuen Namen und heißt nun „Museum für Bildende Kunst“. Dann fand man im Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse geeignete Räumlichkeiten für das Museum und es wurde beschlossen, bis 2019 das Gebäude einer Rekonstruktion zu unterziehen. Dann zieht das Museum vom Moskauer Prospekt in das Gebäude am Pregel um. Damit auch alle Bescheid wissen, wo das Museum zukünftig zu finden ist, wurde am Freitag damit begonnen, am Museum eine dekorative Beschriftung anzubringen. Schon vor einem Monat wurden die elektronischen Wasserspiele vor dem Gebäude – ein großzügiges Geschenk des Chefs der Sberbank – eingeweiht. Jetzt streitet man sich noch ein wenig über solche Kleinigkeiten, wie die Bezeichnung des Platzes und wer die Kosten für den laufenden Unterhalt der Wasserspiele zu übernehmen hat.

Insgesamt ist geplant – wohl nach internationalem Vorbild, ähnlich wie in Berlin, eine Kaliningrader Museumsinsel zu schaffen. Sie wird das Meeresmuseum, vermutlich auch die Bernsteinmanufaktur (gegenwärtig in einem traurigen Zustand), das Museum für Bildende Kunst, den Kant-Dom mit der Kant-Insel und die jüdische Synagoge umfassen. Wenn alles planmäßig verläuft, wird dieser Komplex auch im Jahre 2019 den Besuchern komplett zur Verfügung stehen.

Gegenwärtig finden in einem kleinen Teil des Gebäudes bereits kleinere Ausstellungen statt.

Uwe Niemeier

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