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Feuerwehrmuseum in Kaliningrad

So, 23 Sep 2018 Kultur & Sport


Feuerwehrmuseum in Kaliningrad
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

Königsberg verfügte über vier Feuerwehrstationen. Zwei Gebäude existieren heute noch. Eins wird im Kaliningrader Stadtzentrum als Gebäude der Verkehrspolizei genutzt, das zweite Gebäude ist heute noch Feuerwehrstation in der Straße des Jahres 1812 – so erzählte es mir Dmitri, der Leiter dieser Feuerwehrstation.

Dmitri löscht mit seinem Feuerwehrkollektiv nicht nur Brände, sondern er brennt auch für seinen Beruf, seine Feuerwehrstation und insbesondere für das Museum, welches er persönlich betreut und wo er auch gerne persönlich die Führung vornimmt.

Es ist kein großes Museum, eigentlich nur ein einziges Zimmer, aber wer die ganze Station besichtigt versteht – die Station ist ein lebendiges Museum.

Alles beginnt mit dem Gebäude und den Hydranten vor dem Gebäude.

Für das Museumszimmer wurden viele Kleinigkeiten zusammengetragen – sowohl aus deutscher Zeit, wie auch aus den sowjetischen Anfängen, wo der Brandschutz neu organisiert werden musste.

Wesentliche Unterstützung erhielt das Museum durch den Deutschen Otto Stolzke, der noch vor seinem Tod, im Jahre 1990, dem Museum viele Exponate und Informationen aus der Zeit übergab, in der er in Königsberg als Feuerwehrmann eingesetzt war.

Der Bereitschaftsraum der Feuerwehrstation, mit originaler Rutschstange, wurde versucht, möglichst historisch wieder herzurichten. Der hier gezeigte Ofen ist Original am originalen Standort.

Viele andere Details erinnern noch an die deutsche Zeit, bis hin zum Fußboden. Es sind die Original-Holzschindeln, die hier noch liegen und die nur auf den ersten Blick den Eindruck von Steinen erwecken.

Selbst die Reste für die Haltestange der Pferde sind noch im Boden verblieben.

Die großen Alarmausfahrttüren sind nicht original, aber man hat bei dem Einbau der Türen möglichst viel an die Originaltüren gedacht.

Bei der Erweiterung der Feuerwehrstation wurden altdeutsche Gebäude nicht abgerissen, sondern überbaut – eine originelle Idee, finde ich.

Neben modernen Feuerwehrfahrzeugen – Dmitri, der Leiter der Feuerwache bedauert, dass es nicht die allermodernsten in Kaliningrad sind, gibt es auch historische Fahrzeuge. Hier scheinen aber die Möglichkeiten der Pflege und Ausstellung begrenzt zu sein.

Als nächstes will sich Dmitri der Rekonstruktion des Hofes und der Gebäude hinter dem Hauptgebäude der Feuerwache widmen. Das altdeutsche Kopfsteinpflaster hat man unter dem Asphalt bereits wieder hervorgeholt.

Vielleicht planen Sie bei Ihrem nächsten Kaliningrad-Besuch einen Abstecher in dieses Museum ein? Die Straße selbst ist ein einziges Museum und versetzt Sie ganz bestimmt in nostalgische Schwärmerei.

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Museum

   Kommentare ( 1 )

boromeus Veröffentlicht: 23. September 2018 21:11:34

Schönes Beispiel wie sich Vergangenheit und Gegenwart harmonisch zusammenfügt.Wie Historie und Gegenwart zusammengeführt und fortgeführt wird.Danke für diesen interessanten Tipp.Ich werde ihn am Wochenende selber mal erkunden.

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