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Kaliningrad-Nachricht: 1e Schlechte und 1e Gute

Sa, 22 Sep 2018 Kultur & Sport


Kaliningrad-Nachricht: 1e Schlechte und 1e Gute

Es gibt eine schlechte und eine gute Nachricht. Ich beginne mit der Schlechten: Das Kalinin-Denkmal in Kaliningrad wird demontiert.

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Denkmalschutz

   Kommentare ( 7 )

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 22. September 2018 09:57:40

Die 1945 durch das Potsdamer Abkommen an die Sowjetunion übergegangene ehemalige ostpreußische Hauptstadt Königsberg (Pr) wurde 1946 nach Michail Kalinin in Kaliningrad umbenannt, ohne dass es einen Zusammenhang zwischen ihm und dieser Stadt gab, und trägt diesen Namen bis zum heutigen Tage.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. September 2018 10:13:00

... das haben Sie sachlich völlig richtig dargestellt. Aber wenn die Stadt den Namen "Königsberg" tragen soll, steht für mich die Frage: Wo ist der Berg und hat jemals in dieser Stadt ein König gelebt?

Frank Werner Veröffentlicht: 22. September 2018 11:56:43

Der Name Königsberg stand früher für die Burg (ging dann an die umliegenden Siedlungen über) und ist eine Referenz an König Ottokar II. von Böhmen, den mächtigsten Reichsfürsten seiner Zeit, der 1255 dem Orden mit einem großen Aufgebot gegen die Samen militärisch siegreich zu Hilfe gekommen war.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. September 2018 16:44:35

... aber gelebt hat ernicht in dieser Stadt, die ihm zu Ehren so benannt wurde - richtig? Also hat er doch was gemeinsames mit Kalinin.Und Fürsten und Könige der damaligen Zeit hatten immer blutige Hände ... und damit will ich es dann bewenden lassen und meinen Kaffee in einem Ex-Beerdigungsinstitut genießen.

Hauke Veröffentlicht: 22. September 2018 11:59:33

Es haben dort Könige gelebt.
Bekanntlich wurde das Gebiet durch den deutschen Orden erobert.
Im 16.Jahrhundert wurde der Ordensstaat in ein weltliches Reich, in das Herzogtum Preußen, umgewandelt.
Es unterstellte sich dem Kaiser des heiligen römischen Reich deutscher Nation.
Mit Zusammenlegung von Brandenburg und Preußen wurden beide Gebiete zum Königreich Preußen.
Später wurde die Residenz der Könige von Königsberg nach Potsdam bzw. Berlin verlegt.
Der Krönungsort der preußischen Könige war immer Königsberg.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. September 2018 16:40:18

... ich habe trotzdem nicht verstanden, welcher König konkret in Königsberg gelebt hat und wo der Berg ist, weiß ich immer noch nicht.Irgendein Aufenthalt von irgendeinem König auf der Durchreise, um sich durchzufuttern, zählt bei mir nicht.

Hauke Veröffentlicht: 22. September 2018 18:37:40

Das mit dem Berg hat ja schon Frank Werner erklärt.
Einer der preußischen Könige der in Königsberg gelebt hat war Friedrich Wilhelm III.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. September 2018 19:17:49

... wann soll denn das gewesen sein? Als der Herr König vor Napoleon geflohen war, haben die Berliner Straßengören gebrüllt: "Unser Dämel sitzt in Memel". Und mir ist keine Zeit in Erinnerung, wo er in Königsberg gelebt hat. Wäre schön, wenn Sie mir helfen könnten mit einer Zeitvorgabe, damit ich nicht weiter falsche Argumente verbreite.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 22. September 2018 20:08:45

Anders herum wird ein Schuh daraus: Wer möchte schon dass seine Heimatstadt nach so einer zwielichtigen Gestalt wie Kalinin benannt ist. Das können nur Stalinisten gutheissen ... und Stalinisten sind die gleiche Mischpoke wie Nazis. Das die Kalinigrader diese Diskussion nicht abgeschlossen haben, sieht man an den vielen Königsberg Aufklebern an ihren Autos.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. September 2018 20:17:46

... hm, wieviele "Königsbergaufkleber" an Kaliningrader Autos gibt es denn? Haben Sie da genauere Zahlen? Ich hatte mal vor zwei Jahren auf dem Parkplatz vor dem Fittness-Club, gleich bei mir um die Ecke, gezählt. Wenn ich mich recht erinnere, parkten dort 150 Fahrzeuge und irgendwie bei drei oder vier Fahrzeugen habe ich solche Kennzeichen-Halter gesehen. Und die waren auch noch an Fahrzeugen, die ich als "Schrott auf Rädern" bezeichnen würde. Aber ich werde mal nochmal losgehen und eine aktuelle Zählung machen. Vielleicht bin ich ja nicht aktuell informiert über die Tendenz der Zeit.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 22. September 2018 20:35:11

Mit den Orts- und Straßennamen ist das so ein Ding, über das man sich auch trefflich streiten kann. Nun geht es mir aber langsam über die Hutschnur, daß sich immer wieder die selben Leute am Stadt- und Gebietsnamen Kaliningrad / Königsberg festbeißen. Ich sehe diese Haltungen als sehr tendenziös an, da es sich ausschließlich um dieses Gebiet und diesen Namen handelt.
Im jetzigen Polen gibt es genügend Ortsnamen, die neue Namen erhalten haben. Da gibt es auch keine Äußerungen dazu, daß diese Gebiete eigentlich wieder an Deutschland zurück zu geben wären lt. Potsdamer Abkommen usw. usw.
Also, was soll dieser ganze zielgerichtete Schwachsinn?
Denn entgegen den Ostprovinzen unter lange Zeit im Westen betonter "Polnischer Verwaltung" ist es im Potsdamer Abkommen festgeschrieben, daß die nördliche Hälfte von Ostpreußen als Kriegsgewinn an die Sowjetunion ging. Der neue Eigentümer hat das Gebiet damals Kalinigrad genannt.
Warum regt sich keiner über Umbenennungen in der Ukraine auf?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. September 2018 21:06:02

Radeberger! Ein Tipp von mir: Melden Sie sich in der geschlossenen Facebook-Gruppe "Ostpreußen" an. Aber da werden Ihnen die Ohren klingeln. Die hiesigen Diskussionen auf meinem Portal zu diesem Thema sind dagegen äußerst sachlich und höflich - im Vergleich zu dieser Gruppe.

Herr Hoffmann Veröffentlicht: 24. September 2018 22:37:50

also wenn ich das hier so lese - Städte sollten nur nach denen benannt werden, die dort auch lebten - bin ich froh, daß ich nicht in Leichendorf, Tuntenhausen, Hölle, Meinkot, Poppenhausen, Nazibühl, Tittenkofen, Altenteil oder Schweinschied wohnen muß...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 24. September 2018 22:53:09

... volle Punktzahl.

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