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Kreuzapotheke ist kreuzgefährlich für Leben und Gesundheit der Bürger

So, 10 Apr 2016 Kultur & Sport


Kreuzapotheke ist kreuzgefährlich für Leben und Gesundheit der Bürger

Das Gebäude der Kreuzapotheke in Kaliningrad stellt eine Gefahr für Leben und Gesundheit der Bürger dar – so die Einschätzung der Staatsanwaltschaft.

Die Gefahr besteht darin, dass man relativ einfach auf das Territorium dieses baufälligen Gebäudes gelangen kann.

Bei einer Kontrolle des Objektes wurde festgestellt, dass es eine Vielzahl von Verletzungen der Gesetze zum Städtebau gibt – insbesondere fehlt ein solider Bauzaun. Auch gibt es keinerlei Schutz an den offenen Fenster- und Türhöhlen des Gebäudes und dort eindringende Personen könnten leicht in die Tiefe stürzen.

Seit Januar 2015 befindet sich das Gebäude in Verantwortung des Komitees für die Verwaltung von Grundmitteln der Stadt Kaliningrad. Diese ist auch Eigentümer des Gebäudes und des Grundstücks. Das Gebäude befindet sich weiterhin auf der Liste der Baudenkmäler mit regionaler Bedeutung.

Der Staatsanwalt hat bei Gericht eine Klage gegen die Stadt eingereicht und gefordert, dass die Stadt die offenen Fenster- und Türhöhlen zumauert und den teilweise zerstörten Bauzaun wieder herstellt.

 

 

Im Januar hatte die Stadtverwaltung gemeldet, dass die Sicherheit auf dem Gelände wieder hergestellt ist – was durch einen einfachen Draht an irgendwelchen Baublechen des Zaunes wohl nicht ganz den Vorstellungen der Staatsanwaltschaft entspricht. Bürger zeigten sich beunruhigt, weil Kinder und Jugendliche begonnen hatten, auf diesem Gelände zu spielen.

Die Stadt versucht seit dem Jahre 2015 dieses Gebäude zu verkaufen. Das Gebäude selber wird für den symbolischen Preis von einem Rubel angeboten, das dazugehörige Grundstück soll jedoch rund 11 Mio. Rubel kosten. Dazu muss der Käufer strenge Auflagen erfüllen und dies scheint wohl für russische Investoren wenig attraktiv zu sein, zumal das Gebäude selber und der Standort kein idealer Ort sind, um ein Hotel oder ein Geschäftshaus zu errichten. Die in Russland gewünschten Amortisationszeiträume können bei den Investitionen in dieses Gebäude auch nicht annähernd erfüllt werden.

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   Kommentare ( 2 )

boromeus Veröffentlicht: 10. April 2016 10:14:02

Das Kreuz mit der Kreuzapotheke.Ein schönes Beispiel der Erfolglosigkeit seiner Stadtväter.Kein Investor wird hier auch nur einen einzigen Rubel investieren ,sofern er keine Vorteile in den immensen Bauauflagen und Wiederaufbau der Ruine sieht .Und wofür das Ganze?Mag sein ,dass der jämmerliche Rest als trauriger ,steinerne Zeuge Königsbergs für uns Deutsche einen idellen Erinnerungswert hat.Für die Kaliningrader ist das nicht mehr als ein störender Steinhaufen,mit dem man nichts anfangen kann.Von daher kann man der Staatsanwaltschaft nur beipflichten.Abreissen und gut ist.Dann finden sich bestimmt auch neue ,willige Investoren für etwas Neues,das besser zur Stadt passt,als eine heruntergewirtschaftete Ruine aus ostpreussicher Zeit...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. April 2016 10:20:50

... dabei stellt dieses Gebäude eigentlich nichts Besonderes dar - selbst zu Zeiten, als es noch völlig intakt war. Es war ein Gebäude wie es ...zig dieser Art noch in Kaliningrad gibt. Vermutlich wurde die Bedeutung nur "hochgepuscht" durch den immer noch sichtbaren deutschen Schriftzug "Kreuz-Apotheke". Wenige hundert Meter weiter gibt es ein wirklich schönes deutsches Haus (riesengroß) ... um dessen Instandsetzung sollte man sich besser kümmern ...Das würde für die Stadt einen wirklichen Leckerbissen bringen ...

boromeus Veröffentlicht: 10. April 2016 11:25:07

..ja stimmt.Es gibt erhaltungswertere Objekte im Oblast.

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