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Amerika in Russland – Russischer Student schießt um sich und in sich

Do, 10 Mai 2018 Politik & Gesellschaft


Amerika in Russland – Russischer Student schießt um sich und in sich

In den 90er Jahren wurde alles Westliche in Russland vergöttert. Man glaubte, dass Freiheit bedeute, auch frei von allen Regeln des gesellschaftlichen Lebens zu sein. Viele Moden aus den USA wurden übernommen. Einige glauben auch heute noch, dass Amerika Vorbild für alles und jeden sein muss.

Ein Student im ersten Studienjahr des Nowosibirsker Kollege für Transporttechnologien griff während des Unterrichts einen Mitstudenten an, verwundete diesen und beging anschließend Selbstmord.

Die Umstände sind noch ungeklärt. Der Gouverneur des Gebietes begab sich sofort an den Ort des Geschehens. Die russischen Untersuchungsorgane haben ihre Ermittlungen aufgenommen.

Der angegriffene und verwundete Mitstudent wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Wie wenig später TASS informierte, gab es insgesamt drei Verwundete: ein Student mit Schussverletzung und zwei Studenten mit Knochenbrüchen.

Wie es dem Studenten gelungen ist, durch die Eingangskontrolle eine Schusswaffe mitzuführen, wird ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen sein. Nach einigen Zwischenfällen an russischen Schulen, bei denen sich die Beteiligten wohl ein Vorbild an Zuständen in den USA nahmen, wurden die Sicherheitseinrichtungen an russischen Schulen erheblich verstärkt, so dass es eigentlich nicht mehr möglich sein kann, verbotene Gegenstände in ein Schulgebäude einzuschmuggeln. Wie allerdings dieser Vorfall zeigt, werden wohl die Gesetze in Russland bei der Umsetzung nicht sehr ernst genommen.

Uwe Niemeier

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Recht und Gesetz

   Kommentare ( 2 )

Frank Werner Veröffentlicht: 10. Mai 2018 10:49:26

@UEN
Das hat nichts mit den USA als solches zu tun. Hauptproblem in den USA ist der Waffenwahn, welcher ursächlich verantwortlich ist für die Anzahl und den Umfang dieser Art Verbrechen dort. Solche Geschehnisse wie in der russischen Schule sind aber leider grundsätzlich überall möglich. Unterstützt wird das aus meiner Sicht durch die heute mögliche umfassende mediale Berichterstattung, welches für gestörte Menschen u.U. Antrieb sein kann. Einen weiteren Beitrag leistet sicher auch die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen - alles immer schneller, weiter und höher ... nicht wenige sind da überfordert und kommen schnell in psychische Ausnahmesituationen. An einigen der Ursachen kann man direkt nichts ändern, man muss aber an den Auswirkungen auf die Menschen arbeiten - überall ...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Mai 2018 11:55:49

... ja,so ist es wohl. Manchmal wünschte ich mir aber, dass wir weniger mediale Informationsmöglichkeiten hätten - eben insbesondere für derart anfällige Menschen. Wie man das in der Praxis umsetzen kann - keine Ahnung.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 11. Mai 2018 02:35:43

Frank Werner
Veröffentlicht: 10. Mai 2018 10:49:26
Es nützt doch nichts, wenn man von einem fauligen Apfel die Schale entfernt und meint, weil diese Schale nun weg ist, ist der Rest des Apfels noch in Ordnung.
Das hat doch ganz bestimmte Gründe, daß jährlich nach US-Statistik ca. 20.000 Menschen durch Schußwaffengebrauch zu Tode kommen. Ich war auch über diese hohe Zahl erstaunt. Und es wird doch nicht besser, wenn in den Medien in D nicht darüber berichtet wird, daß es fast wöchentlich in irgend einer Schule in den USA zu Gewaltanwendungen mittels Waffen kommt. Darum ist es eben nur für die uninformierten Deutschen verwunderlich, wenn der US-Präsident fordert, daß Lehrer Waffen tragen sollen.
Dann kommt natürlich auch noch hinzu, daß früher potentielle Selbstmörder von der Brücke oder vor den Zug gesprungen sind, weil sie eben zu Tode kommen wollten. Heutzutage meinen solche Menschen diesen Weg eben nicht allein gehen zu wollen und bringen dazu noch Unschuldige um. Made in USA !

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