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Angenehme Hoffnungen für Residenten der Russischen Föderation

Mi, 21 Nov 2018 Politik & Gesellschaft


Angenehme Hoffnungen für Residenten der Russischen Föderation
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Noch ist keine Entscheidung getroffen, aber wenn das russische Innenministerium, welches für die Frage der Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung für Ausländer zuständig ist, selber aktiv wird und vorschlägt, die zeitliche Befristung der Aufenthaltsgenehmigung von bisher fünf Jahren aufzuheben und die Aufenthaltsgenehmigung unbefristet auszugeben, so ist die Chance, dass dieser Vorschlag auch realisiert wird, sehr groß.

Noch bis zum Jahre 2002 wurde durch Russland die Aufenthaltsgenehmigungen unbefristet ausgegeben. Danach wurde dann durch gesetzliche Neuregelungen die Gültigkeit der Aufenthaltsgenehmigung auf fünf Jahre begrenzt. Eine Verlängerung muss beantragt werden.

Die Verlängerung ist in der Regel völlig problemlos, mit nur sehr wenig bürokratischem Aufwand verbunden, aber der Zeitaufwand, um diesen Verlängerungsantrag abzugeben, ist doch erheblich und oftmals auch unangenehm, denn man wartet manchmal viele Stunden in völlig überfüllten Räumen mit unterschiedlichen emotional veranlagten Mitwartenden auf den Moment, wo man einfach nur das Dokument abgibt. Nach zwei Monaten bekommt man dann die Verlängerung in das Dokument eingestempelt – wiederum mit unangenehmen Warteprozeduren in der zuständigen Migrationsverwaltung verbunden.

Aber es gibt auch eine Reihe von Inhabern einer Aufenthaltsgenehmigung, die keine Verlängerung beantragen. Sie vergessen dies ganz einfach und halten sich somit ungesetzlich in Russland auf. Und genau dies ist der Grund, weshalb das Innenministerium die Aufenthaltsgenehmigung wieder unbefristet gestalten will, denn der Aufwand, um diese Ausländer ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung aufzufinden, verwaltungstechnisch zur Verantwortung zu ziehen und aus dem Land auszuweisen, steht in keinem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis – so ein Kommentar aus dem Innenministerium.

Es sei noch erwähnt, dass das Zeitweilige Wohnrecht eine Vorstufe zur Aufenthaltsgenehmigung ist. Allerdings wird es nur für drei Jahre ausgegeben und kann nicht verlängert werden. Innerhalb dieser drei Jahre muss sich der Inhaber entscheiden, ob er weiter in Russland leben will oder nicht.

Der Inhaber eines Zeitweiligen Wohnrechtes oder einer Aufenthaltsgenehmigung verfügt über fast alle Rechte und Freiheiten wie ein russischer Staatsbürger. Er kann seinen Wohn- und Arbeitsort frei wählen und wechseln. Er kann unbegrenzt ein- und ausreisen und braucht sich nicht bei jeder Einreise neu zu registrieren. Er ist Nutznießer des russischen Sozialsystems, erhält kostenlose medizinische Betreuung und erwirbt Ansprüche auf eine Rente. Er kann auch kostenlos das russische Bildungssystem nutzen.

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