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Chodorkowski über Kreml-Interna und Putin-Erben

Fr, 24 Jul 2015 Politik & Gesellschaft


Chodorkowski über Kreml-Interna und Putin-Erben

Michael Chodorkowski berichtete in einem Interview mit der Zeitung „Sobesjednik“ über Kreml-Interna, seine Informationsquellen und wer die Putin-Nachfolger sind.

Nach der Veröffentlichung des Interviews kommentierte der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow, dass es nichts zu kommentieren gibt.

Eine der Fragen, auf die Chodorkowski antwortete waren die neuerlichen Anschuldigungen und Untersuchungen gegen seine Person im Zusammenhang mit dem Mord am Bürgermeister von Newtjejugansk. Chodorkowski zweifelte, dass dies auf eine Initiative von Putin zurückzuführen sei.

„Zwischen Putin und mir ist alles klar. Ich weiß, wer zu ihm gegangen ist und ihm eingeflüstert hat: … wie kann das sein, Chodorkowski bricht seine Versprechen. Und Putin hat ihm geantwortet: … er hat mir nichts versprochen“, - so Chodorkowski.

Dann interessierte sich der Journalist, woher Chodorkowski diese Kreml-Interna weiß, wer ihm dies übermittelt. „Viele Beamte in den oberen Etagen bereiten immer Reservelandeplätze vor. Sie verstehen, dass in unserem Lande alles Mögliche passieren kann“, - so Chodorkowski.

Weiterhin informierte er, dass man im Kreml, für den Fall aller Fälle, zwei Kandidaten für die Putin-Nachfolge vorbereitet. Dies sind der Leiter der Präsidentenverwaltung Sergej Iwanow und der Sekretär des Sicherheitsrates Nikolai Patruschew. Dabei geht der Kreml davon aus, dass diese „Operation Erbe“ nur für den äußersten Notfall die Lösung darstellt. Die Normalvariante wird sein, dass Putin 2018 sich der Wahl stellt, vermutlich auch gewinnen wird und ein Jahr später zurücktritt.

Im weiteren Gespräch sagte Chodorkowski das ihm bekannt ist, wer den Mord an Nemzow durchgeführt hat. Er schloss nicht aus, dass die Entscheidung zur Liquidierung von Nemzow durch Mitarbeiter der bewaffneten Strukturen getroffen wurde, die den Kadyrow-Leuten dann einen Wink gegeben haben. Der unmittelbare Anlass für den Mord sollen dann einige sehr unfeine Worte gewesen sein, die Nemzow über Putin geäußert habe.

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   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 25. Juli 2015 20:29:37

Tja, Chodorkowski. Was soll man zu ihm und seinen Schwätzereien sagen.
Von und über ihn wurde in letzter Zeit eigentlich wenig bemerkenswertes berichtet. Das ist für ihn nicht erfreulich.
Hat er doch in seinem Hinterkopf immer noch das russische Präsidentenamt, daß er einmal ausfüllen möchte. Gegen Putin kommt er nicht an, also versucht er, an ihm vorbei zu kommen. Ansonsten ist doch das Wichtig tun so seine Masche, immer schon gewesen. Ich will nur daran erinnern, daß er es war, der den „jungen“ Präsidenten Putin vor einer Duma-Abstimmung angerufen hatte, um ihm mitzuteilen, daß er die Abstimmung zu einem Gesetz gegen die Oligarcheninteressen absetzen kann. Er habe die Dumaabgeordneten , die für eine Ablehnung des Gesetzes nötig waren, gekauft.
Und nun will er sich wieder in Szene setzen.
„Viele Beamte in den oberen Etagen bereiten immer Reservelandeplätze vor. Sie verstehen, dass in unserem Lande alles Mögliche passieren kann“
Naja, das ist natürlich ein vorgekautes Fressen für die Journallie nach deren Geschmack, die das ohne zu kosten freudig herunter schluckt. Nächste "Überlegung" dieser Schmierfinken, dann wäre es doch möglich mit Hilfe dieser indifferenten Staatsdiener vielleicht doch eine Palastrevolution im Kreml zu inszenieren. Und noch mehr der blauen Wölkchen in diesen Hirnen.
Auch wenn ich partout nicht alle Kreml-Beamten für Putin-Fans halte, aber diese Leute tragen doch ihren Kopf nicht nur auf den Schultern, um zum Friseur zu gehen.
Was sollen diese Leute mit einem Chodorkowski anfangen, den zu Hause noch die Gerichte erwarten.
Sein Gelaber zum Nemzow-Mord gehört in die gleiche Kiste, sich wichtig zu machen.
Er kann eben nicht anders. Und die Jukos-Geschichte mit den 50 Mrd. , ist auch nicht so gelaufen wie er gedacht hat.
Er ist eben ein armes reiches Würstchen mit einigen hundert Mio. Dollar, aber mehr auch nicht.

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