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Der polnische Kanal und seine Doppelbedeutung

Mo, 04 Mär 2019 Politik & Gesellschaft


Der polnische Kanal und seine Doppelbedeutung
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Der Kaliningrader Journalist Andrej Wypolsow hat sich Gedanken um mögliche Gründe für das große Interesse Polens an einem doch recht kleinen Kanal gemacht, welcher, wenn dieser realisiert wird, wohl erhebliche Folgen hat – nicht nur für den Umweltschutz.

Guten Tag Freunde. Der März 2019 hat begonnen. Ich heiße Wypolsow Andrej und bin Journalist im Kaliningrader Gebiet, welches durch Truppen der USA und der NATO eingeschlossen ist.

In meinem Videoblog werde ich über Feinheiten der geopolitischen Situation rings um die russische Exklave an der Ostsee berichten. Vor allem geht es mir um feindliche Gedanken der NATO, die uns Kaliningrader betreffen.

Somit beginnen wir mit der ersten Politinformation.

Bereits seit einer Woche schlagen die Massenmedien Lärm um das polnische Projekt der Durchtrennung von Wislinskaja Kosa. Ein Teil dieses Landstreifens gehört zu Russland und heißt Baltiskaja Kosa. Somit betreffen uns die Pläne dieser Herren direkt. Die Polen wollen die Landzunge direkt durchtrennen, damit ihre Schiffe direkt den Hafen in Elblong anlaufen können und nicht durch den Schiffskanal fahren müssen, der zu Russland gehört.

Die Tatsache, dass durch polnische Hände die Schönheit dieses Gebiets, wie einst Atlantis, unter Wasser verschwindet, ist das Hauptargument gegen den Bau des Kanals, sowohl von Seiten der Europäischen Kommission als auch Russlands.

Die Ökologie ist natürlich wichtig, insbesondere, da Wislinskaja Kosa ein Weltnaturwunder ist.

Aber, meiner Meinung nach, gibt es eine viel größere Gefahr, eine Gefahr, die von den USA ausgeht.

Schauen wir auf die Karte. Wir sehen das Kaliningrader Gebiet. Und wir sehen Wislinskaja Kosa und Baltiskaja Kosa, also den russischen und den polnischen Teil. Bisher muss jedes polnische Schiff, welches Richtung Elblong will, durch den russischen Schiffskanal und natürlich auch an Baltisk vorbei, dort, wo die russische Ostseeflotte stationiert ist.

Einerseits befindet sich die polnische Flotte somit in einer Abhängigkeit von Russland, obwohl es bisher noch nicht einen einzigen Fall gab, wo Russland ein polnisches Schiff an der Weiterfahrt Richtung Elblong, egal ob es sich um eine Yacht oder Transportschiff handelt, gehindert hat.

Andererseits ist aber auch die Ostseeflotte selber bedroht, denn sie befindet sich eigentlich in einem Sack.

Somit ist klar, dass der Bau des Kanals einen tiefen militärischen Sinn hat. Durch den neuen Kanal laufen amerikanische Schiffe ein, die dann an der russischen Seegrenze stationiert werden, um im Konfliktfall das Auslaufen der Ostseeflotte zu verhindern.

Das ist der eigentliche Grund für diese barbarischen Pläne, die Ökologie in dem Bereich von Wislinskaja Kosa zu zerstören. Geld für dieses Vorhaben hat Warschau nicht, aber man informiert, dass man Geld bekommt. Anscheinend wohl aus den USA.

С вами были Андрей Выползов и правда о том, как накосячила Польша.

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Medienpartner, Polen

   Kommentare ( 2 )

Marko Bruhn Bruhn Veröffentlicht: 4. März 2019 21:26:15

find ich nicht die Ostseeflotte ist doch schon an die kette gelegt,wenn es ernst werden würde kann die Ostseeflotte garnicht die Ostsee verlassen

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. März 2019 01:10:28

... das ist ja auch nicht die Aufgabe der Ostseeflotte. Um in anderen Gewässern zu schwimmen, hat Russland noch eine ganze Reihe anderer schwimmender Flotten.

Hauke Veröffentlicht: 4. März 2019 21:51:14

Ein sowjetischer General / Marschall, ich weiss den Namen nicht mehr, sagte einmal
„ für die Polen wäre es das Beste wenn es wider eine deutsch- sowjetische Grenze gibt.
Gilt eigentlich das Potsdamerabkommen noch?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. März 2019 01:09:22

Slawa Bogu gilt es noch!

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