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Die Europäische Union kennt jeder. Die Eurasische Wirtschaftsunion nur wenige

So, 02 Jun 2019 Politik & Gesellschaft


Die Europäische Union kennt jeder. Die Eurasische Wirtschaftsunion nur wenige
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Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Die Eurasische Wirtschaftsunion – von einigen russischen Medien auch als Mini-Sowjetunion bezeichnet, begeht ihren fünften Jahrestag. Und Initiator dieser Mini-Sowjetunion war nicht Russland.

Am vergangenen Dienstag trafen die Chefs der fünf Teilnehmerländer in Nur-Sultan, der ehemaligen Stadt Astana, also der Hauptstadt Kasachstans ein: Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien und Russland.

Es gibt Meinungsverschiedenheiten. Kasachstan besteht darauf, das 25jährige Jubiläum der Organisation zu feiern, denn die Idee zu dieser Organisation wurde in Kasachstan vor 25 Jahren geboren. Russland will das 5jährige Jubiläum feiern – dem Jahrestag der Unterzeichnung der Gründungsdokumente. Wie angenehm zu lesen, wenn es nur diese Meinungsverschiedenheiten gibt.

Anfänglich ging es nur um die Schaffung einer Zollunion. Aber Schritt für Schritt wurde der Umfang der gegenseitigen Integration erweitert und es entwickelte sich die Eurasische Wirtschaftsunion, die häufig verkehrt bezeichnet wird. Die erste falsche Bezeichnung ist „Eurasische Union“. Dies würde eine vollständige politische, wirtschaftliche, finanzielle, militärische Vereinigung bedeuten, also ein Zusammenschluss zu einer wirklichen Mini-Sowjetunion, der zweiten falschen Bezeichnung. Es handelt sich aber nur um einen wirtschaftlichen Zusammenschluss. Alles andere ist Zukunftsmusik.

Und auch die Bezeichnung „Mini-Sowjetunion“, vermutlich durch westliche Staaten erfunden, ist verkehrt und soll nur der Diskreditierung dieser, für die Europäischen Union heranwachsenden Konkurrenz, dienen. Die damalige Sowjetunion bestand aus 15 Republiken, die Eurasische Wirtschaftsunion nur aus fünf, anfänglich sogar nur aus drei souveränen Ländern.

Allerdings gibt es auch Länder, die mit der Eurasischen Union liebäugeln – z.B. Moldawien. Zu den Feierlichkeiten in dieser Woche kam auch der Präsident Tadschikistans – in der Eigenschaft als Ehrengast.

Gegenwärtig, glaubt man den Kommentaren russischer Medien, funktioniert diese Eurasische Wirtschaftsunion wohl noch nicht so, wie sie soll. Wirkliche wirtschaftliche Erfolge gibt es nicht. Man muss wissen, dass es noch zu viele Meinungsverschiedenheiten gibt, zoll- und wirtschaftliche Einzelheiten zu regeln und die individuellen Befindlichkeiten jedes Teilnehmerlandes dabei zu berücksichtigen.

Russische Experten meinen, dass gegenwärtig das größte Problem der Union die verschiedensten politischen Einflussnahmen sind. Das ist kontraproduktiv. Man sollte, ähnlich dem Beispiel der Europäischen Union, zuerst die wirtschaftlichen Dinge klären und die Politik außen vorlassen. Diese Experten glauben auch, dass sich die gegenwärtigen Meinungsverschiedenheiten wohl nur dann lösen lassen, wenn die gegenwärtigen Präsidenten der Länder durch eine neue Generation ersetzt werden. Dieser Meinung sind auch amerikanische Experten – obwohl, die Meinung amerikanischer Experten gegenwärtig nicht so sehr gefragt ist.

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   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 3. Juni 2019 21:02:55

"Dieser Meinung sind auch amerikanische Experten ... "
Diese Experten hoffen darauf, daß eine neue Garde von Präsidenten in diesen Ländern an die Macht kommen. Hofft man doch, mit diesen die Spielchen Bismarcks treiben zu können - Zuckerbrot und Peitsche.
Die jetzigen "Machthaber", wie sie ja oft bezeichnet werden, kennen diese Erpressungsmethoden zur Genüge und oft und immer öfter beißen diese Herrschaften aus US-Dollar-Land auf Granit oder was anderes hartes.

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