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Die Krim – Auch Kaliningrad muss Opfer bringen

Fr, 21 Mär 2014 Politik & Gesellschaft


Die Krim – Auch Kaliningrad muss Opfer bringen

Auf der Krim beginnen nun die hunderttausend kleinen und großen organisatorischen Arbeiten und Umorganisationen des täglichen öffentlichen Lebens. Einer der wohl wichtigsten Arbeiten ist die Vergabe von neuen, russischen Nummernschildern für die auf der Krim registrierten Fahrzeuge.

Die „alte“ Bundesrepublik Deutschland, also die westelbischen Gebiete des heutigen Deutschlands, hatte nie die Hoffnung auf eine Vereinigung mit den ostelbischen Gebieten aufgegeben und deshalb Vorausschauend viele Arbeiten und Notwendigkeiten schon unter dem Aspekt einer Wiedervereinigung organisiert. Dazu gehörte auch, dass in den Schubladen der dafür zuständigen Organisationen bereits fertig die Buchstabenaufteilungen für die Kfz-Nummernschilder lagen, die für die ostelbischen Städte benötigt wurden. Somit gab es nach dem 3. Oktober 1990 an sich keine Schwierigkeiten.

In Russland scheint dies etwas anders zu sein. Hier werden den Fahrzeugen Regionsnummern zugeordnet und je nach der Größe der Region und der zu erwartenden Anzahl möglicher zu registrierender Fahrzeuge gibt es eine Zahl, zwei oder mehr.

Kaliningrad ist die kleinste der russischen Regionen und man hat der Region die Ziffern 39 und 91. In Kaliningrad sind zwar die meisten Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner in Russland registriert, aber trotzdem reichte bisher die Ziffer 39 aus. Nur in einzelnen Fällen soll mit der Ausgabe der „91“ Ende 2013 begonnen worden sein. Die Gesetzgebung sieht auch vor, dass, wenn alle Nummernvarianten der Serie „39“ ausgeschöpft sind, kann die Nummer „139“ vergeben werden (diese Regelung trifft für alle Regionen zu). Als Reservenummer, die aber bisher in Kaliningrad nicht nötig ist, ist die „91“ festgelegt.

Und hier muss Kaliningrad nun Opfer bringen und diese Nummer den neuen Landsleuten auf der Krim überlassen. Als „Zweitnummer“ erhält die Krim die „92“.

Für die Umregistrierung der Fahrzeuge wird der Krim ausreichend Zeit gegeben. Auch wird es den einzelnen Fahrzeughalter nichts kosten. Hier springt – wie versprochen – der russische Staat ein.

Die Abgabe dieser Kfz.-Nummern ist an sich keine einfache Angelegenheit, denn in allen Regionen Russlands werden diese Nummern für Reklamezwecke und für Internetseiten von Behörden und ähnlich wichtige Dingen verwendet.

Uwe Niemeier unter Verwendung von

Quelle: http://klops.ru/news/avto/87957-krymu-hotyat-otdat-kaliningradskiy-kod-regiona-dlya-avtonomerov

Reklame

Gebiet, Kaliningrad, Krim, Verkehr

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