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Endlich auch Kaliningrad auf der Schwarzen Liste der USA

Do, 10 Mai 2018 Politik & Gesellschaft


Endlich auch Kaliningrad auf der Schwarzen Liste der USA

Endlich ist es auch Kaliningrad gelungen, auf eine der vielen „Schwarzen Listen“ und  Sanktionslisten der USA zu gelangen.

Am Tag des Sieges, dem Tag, an dem Russland den 73. Jahrestag des Sieges über Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg feierte, feierten die USA den Start einer neuen Sanktionsaktion gegen Russland. Während zu früheren Zeiten immer noch eine Begründung für verhängte Sanktionen mitgeliefert wurde, wird jetzt nur noch mit allgemeinen Phrasen neue Sanktionen begründet. Das russische Engagement in Syrien, die Beziehungen zu Nordkorea, das Kuscheln mit China … um nur einige Dinge anzuführen. Man hat sich in Russland daran gewöhnt und weiß eigentlich, wohin der internationale Zug fährt.

Somit hat man in Kaliningrad auch mit einiger Gelassenheit zur Kenntnis genommen, dass endlich auch die westlichste Region Russlands auf einer der Schwarzen US-Listen geraten ist. Allerdings muss einschränkend gesagt werden, dass nicht das ganze Gebiet betroffen ist und eigentlich auch nicht die Zivilstrukturen.

Betroffen ist das 183. Luftverteidigungsregiment, stationiert in Gwardejsk, vor den Toren Kaliningrads und das 11. Ausbildungszentrum für Flugabwehrraketen.

Diese beiden russischen Truppenteile haben gegen das amerikanische Gesetz zur Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen verstoßen. Den USA war bekannt geworden, dass in diesen beiden Truppenteilen syrische und iranische Militärs in der Luftverteidigung ausgebildet werden. Mit anderen Worten: Wer sein Land verteidigt, wird von den USA bestraft.

Im russischen Außenministerium geht man davon aus, dass es sich um einen primitiven Racheakt der USA handelt, denn anscheinend ist ein Großteil der vom Himmel geholten US-Raketen, während des nichtsanktionierten Aggressionsaktes gegen Syrien vor wenigen Tagen, von dem syrischen Personal abgeschossen worden, welches in Kaliningrad ausgebildet worden ist.

Anmerkung UN: Aus der Pressemitteilung geht nicht hervor, welche konkreten Sanktionsmaßnahmen gegen die beiden militärischen Einheiten verhängt worden sind. Vielleicht ist es den russischen Raketen des 183. Luftverteidigungsregimentes nun nicht mehr gestattet, amerikanische Flugzeuge zu „treffen“?

Uwe Niemeier

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Sanktionen, USA

   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 11. Mai 2018 03:18:22

Man kann dem US-Gesetz natürlich eine bestimmte Berechtigung nicht absprechen, wenn sie behaupten, daß eine Luftverteidigungseinheit ein Massenvernichtungsmittel sein kann. Wenn die Bedienmannschaften dafür gut ausgebildet und die Einheit gut ausgerüstet ist, dann kann es schon sein, daß sie Massen an angreifenden sehr teuren Flugzeugen und Massen an anderen heran fliegenden tödlichen auch sehr teuren Waffen bereits in der Luft vernichten, bevor diese zur Vernichtung anderer Menschen und Einrichtungen, ob militärischer oder ziviler Art, sind dann eben nicht zum Zuge gekommen. Wir wissen doch, daß gerade diese Leute, die da vorgeben und das sogar in ein Gesetz gegossen haben, gegen Massenvernichtungen zu sein, daß diese es bei ihren eigenen völkerrechtswidrigen Kriegen nicht so genau nehmen. Das sind dann eben nicht vermeidbare Kolateralschäden. Die noch brauchbaren Terrorfürsten von IS und al Nusra werden vorsorglich aus Kesseln ausgeflogen.

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