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Fortsetzung des Diplomatenkrieges gegen Russland

Mi, 28 Mär 2018 Politik & Gesellschaft


Fortsetzung des Diplomatenkrieges gegen Russland

Auch am Dienstag setzten sich die westlichen Aktivitäten gegen Russland, im Zusammenhang mit dem Mordanschlag auf einen russischen Ex-Agenten fort. Die Situation zwischen Russland und einer Reihe von westlichen Staaten spitzt sich bedrohlich zu.

Am Dienstag erklärte eine Reihe weiterer Staaten, Russland für einen Mordanschlag bestrafen zu müssen, in dem bisher noch kein einziger Beweis vorliegt. Das konkret angewendete Gift ist nicht identifiziert, ein Tatausführender wurde nicht gefunden und Russland wird nicht zu den Untersuchungen zugelassen, obwohl dies, durch internationale Abkommen zur Vernichtung von Chemiewaffen, so geregelt ist. 

Australien erklärte, zwei russische Diplomaten auszuweisen.

Island hat den Beschluss gefasst, Kontakte mit Russland auf hoher Regierungsebene vorläufig einzustellen und mit weiteren Entscheidungen zu warten, bis Untersuchungsergebnisse vorliegen.

Die Slowakei erklärte, dass ihr zu wenige Fakten vorliegen und man deshalb mit irgendwelchen Entscheidungen gegen Russland keine Eile habe.

Neuseeland hat erklärt, vorläufig keine russischen Diplomaten auszuweisen. Nach Meinung der Regierung, verfügt Russland über keine Geheimagenten im Bestand seiner Diplomaten.

Irland wird einen Diplomaten ausweisen.

Bulgarien hat seinen Botschafter zu Konsultationen zurückberufen.

Moldawien wird drei russische Diplomaten ausweisen.

Am Dienstagabend erklärte Belgien, einen russischen Diplomaten auszuweisen.

Die NATO hat beschlossen, sieben russische Diplomaten, die in der ständigen Vertretung Russlands bei der NATO tätig waren, auszuweisen. Weiterhin wird die NATO drei Akkreditierungsanträge Russlands nicht bestätigen. Der Generalsekretär der NATO vertritt die Ansicht, dass die noch verbliebenen russischen Diplomaten völlig ausreichend sind, um den Gesprächskontakt aufrecht zu erhalten.

Der britische Außenminister zeigte sich hocherfreut über die Solidarität anderer Länder. Er kommentierte, dass diese Länder bewusst Großbritannien unterstützen, obwohl sie wissen, dass ihre Solidarität für sie negative Konsequenzen haben wird. Um wieder zu einem vernünftigen Verhältnis zu Russland zu kommen, forderte der britische Außenminister eine andere russische Regierung.

Die USA erklärten am Dienstag, dass sie sich nicht mit der Entwicklung von Giftgas des Typs „Nowischok“ beschäftigt haben. Die Äußerungen Russlands in dieser Richtung bezeichnete man im amerikanischen Verteidigungsministerium als „absurd“. Derartige Äußerungen sind Lügen und beleidigend – so ein Vertreter des Pentagon. Ein Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums hatte erklärt, dass der ehemalige sowjetische Chemiker Wila Mirsajanow, nach seiner Übersiedlung in die USA, in einem Buch die Formel für das Nervengas und den Produktionsprozess offengelegt habe. Jedes beliebige Labor wäre danach in der Lage gewesen, dieses Gas herzustellen.

Geheimdienste in Tschechien haben die Aufgabe erhalten, zu prüfen, ob die Möglichkeit besteht oder bestanden hat, im Land das Nervengas „Nowischok“ herzustellen. Die Aufgabe wurde vom Präsidenten Seman gestellt. Auslösendes Moment für diese Weisung waren Äußerungen der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa, wonach man die Quelle für das angewendete Gift in Großbritannien, der Slowakei, Tschechien und Schweden suchen muss. Russland liegen Informationen vor, dass eben diese Staaten seit dem Ende der 90er Jahre Forschungen genau auf diesem Gebiet vornehmen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat am Dienstag erklärt, dass Russland die Frechheiten des Westens nicht länger dulden werde. Es hat sich erwiesen, dass wir recht hatten, als wir mehrmals feststellten, wie wenig Staaten in der modernen Welt, im modernen Europa noch wirklich selbständig handeln können – so der russische Außenminister. Das was sich jetzt abspielt ist das Resultat einer gewaltigen Erpressung und Erpressung ist das Hauptinstrument der USA in der internationalen Arena.

Uwe Niemeier

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Außenpolitik, Europäische Union

   Kommentare ( 10 )

Hanns Otto Timm Veröffentlicht: 28. März 2018 08:38:24

"Um wieder zu einem vernünftigen Verhältnis zu Russland zu kommen, forderte der britische Außenminister eine andere russische Regierung."!!!

Eine weitere Kriegserklärung an das russische Volk, das diese Regierung gewählt hat!!! Rußland muß jetzt antworten!

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. März 2018 09:15:53

... warten wir noch einen Tag, denn Maria Sacharowa hat für Donnerstag eine Überraschung und Geschenke versprochen ...

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 28. März 2018 10:09:10

@HOT: und ich fordere "Um wieder zu einem vernünftigen Verhältnis zu Russland zu kommen braucht der Westen einen Regiemchange. Nur die Regierungen auszuwechseln hilft nicht mehr - die Hydra muss geköpft, die gefälschten Nachfolger Roms entsorgt werden. Notfalls mit Kinshals."

Georg Veröffentlicht: 28. März 2018 10:32:50

Solange Putin und seine Oligarchen in Russland das Geschehen bestimmen, wird sich die verhängnisvolle Spirale weiter nach oben drehen und es ist kein Ende in Sicht. , Ich bedauere das sehr und hoffe, die Eskalation gerät nicht außer Kontrolle. Die WM in Russland ist noch nicht über die Bühne, wenn sich die Fronten zunehmend verhärten...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. März 2018 10:38:00

... Solange westliche Scharfmacher und ihre Helfershelfer das Geschehen bestimmen, wird sich die verhängnisvolle Spirale weiter nach oben drehen und es ist kein Ende in Sicht. Ich bedaure das sehr und hoffe, die Eskalation gerät nicht außer Kontrolle. Die WM ... usw. usw. (Entschuldigung, wenn ich Ihre Worte, mit winzigen Änderungen, plagiert habe ...)

Georg Veröffentlicht: 28. März 2018 10:55:36

Sie haben ja vollkommen recht, es sind schon die Westmächte, die eine Isolation Russlands vorantreiben, um Putin aus dem Sattel zu heben.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. März 2018 10:56:46

... und 76,6 Prozent aller Russen wollen das nicht - wie die letzten Wahlen gezeigt haben.

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 28. März 2018 12:06:17

@georg: der durachok, der gerade den britischen Verteidigungsminister spielt, hat nicht gesagt "Putin soll verschwinden und das Maul halten" sondern er hat gesagt "Russland soll verschwinden und das Maul halten". Auch Svoboda-Verstrahlte sollten den gar nicht feinen Unterschied erkennen. 90 % der Russen erkennen ihn offensichtlich und haben ihre Schlussfolgerung gezogen. Da kann der versammelte "Westen" jammern wie er will, "friedlich" plündern fällt aus.
Ceterum censeo das falsche Rom mit falschen Capitol und falscher Tempelkirche muss zerstört werden.

Georg Veröffentlicht: 28. März 2018 12:18:04

Warum kommt es eigentlich nicht zur Sprache, dass Russlands vor zwei Jahren ein Gesetz verabschiedete, dass es russischen Regierungsstellen erlaubt, ins Ausland geflohene russische Agenten als „Überläufer“ zu liquidieren – selbstverständlich ohne Strafverfahren. Ebenso als Kremlchef Wladimir Putin sichtlich aufgebracht im Staatsfernsehen von Doppelagenten sprach als „Verräter, die ins Gras beißen müssen. Diese Leute haben ihre Freunde und Waffenbrüder verraten. Und was immer sie dafür erhalten haben – an diesen 30 Silbermünzen werden sie ersticken. 14 dieser russische Überläufer sind in den letzten Jahren unter mysteriösen Umständen gestorben.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. März 2018 12:25:24

... von welchem Gesetz sprechen Sie? Ich kenne ein solches Gesetz nicht. Haben Sie eventuell eine Quelle, wo ich dieses Gesetz lesen kann - also nicht irgendeinen Zeitungsartikel, sondern das Gesetz selber ... mir würde auch nur die Nummer des Gesetzes reichen ...

Und haben Sie schonmal versucht darüber nachzudenken, dass die von Ihnen genannten Morde auch von anderen, also nicht von Russland, begangen worden sein könnten? Wissen Sie, ich habe im Leben schon ... zig mal gesagt: "... den bring ich um ..., den könnte ich erwürgen ..." Bisher habe ich noch niemanden umgebracht und niemanden erwürgt. Eigenartig ist, dass man den westlichen Politikern alles glaubt und russischen Politikern nur das glaubt, was in die eigene Argumentationslinie passt ...

Georg Veröffentlicht: 28. März 2018 12:49:30

https://www.bild.de/.../mysterioese-russen-morde-undtodesfaelle-55090790.bild.html

Kommentar im Handelsblatt vom 28.03.2018 unter der Überschrift "Im Umgang mit Putin braucht der Westen Geschlossenheit"

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. März 2018 12:51:35

... Sie scherzen mit mir! Sie bieten mir echt die Bildzeitung als Informationsquelle und Argumentationshilfe an? Ich bat Sie um eine Quelle, um das Putin-Auslands-Mordgesetz, welches Sie anscheinend kennen, selber lesen zu können. Und Sie bieten mir "Bild" und "Handelsblatt" an.

Georg Veröffentlicht: 28. März 2018 12:53:07

www.handelsblatt.com/my/russland-affaere-im-umgang-mit-putin.../21118044.html

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. März 2018 13:54:11

... schade, dass ich es wohl nicht verstehe Ihnen verständlich zu vermitteln, dass Medien, egal aus welchem Land, für mich keine Informationsquelle sind, um mich zum angeblich existierenden russischen Ausland-Mord-Gesetz kundig zu machen. Sie haben informiert, dass es dieses Gesetz gibt und ich bitte Sie, mir entweder einen Link oder die Nummer dieses Gesetzes zu senden. Können Sie dies nicht, würde ich vorschlagen, dass wir dieses Thema schließen.

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 28. März 2018 14:33:49

ich wusste gar nicht, das "Bild" jetzt auch russische Gesetze schreibt - sind die mit der Bevormundung deutscher Gesetzgeber nicht ausgelastet? Und sollte man diese "Journalisten", die fremden Ländern Gesetze schreiben, nicht zur Verantwortung ziehen?

Georg Veröffentlicht: 28. März 2018 15:58:44

ich kenne nicht die russischen Gesetze und habe auch keinen Zugriff. Ich denke, wenn es im Handelsblatt so steht, eine seriöse Zeitung, so kann ich den Ausführungen Glauben schenken. Ich habe schon ein Glaubwürdigkeitsproblem mit den hiesigen "Staatsmedien", ARD, ZDF etc. und wenn jetzt das Handelsblatt auch noch in die gleiche Kerbe schlägt, dann lese ich am besten keine Zeitung mehr.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. März 2018 16:18:55

... Sie sollten schon alle möglichen Zeitungen lesen, denn nur aus der Vielfalt der Informationsquellen ergibt sich ein eigenes Bild ... äh, eine eigene Meinung. Bei meinen Meldungen durchforste ich täglich rund 30 föderale Medien (begonnen bei regierungsnahen bis oppositionellen) und etwas weniger analysiere ich regionale Medien für die Kaliningrad-Nachrichten.

Deutsche Medien verfügen grundsätzlich nur über sehr ungenügende Kenntnisse der russischen Gesetzgebung. Ich erinnere nur an das sogenannte "Schwulengesetz", was vor zwei, drei Jahren im Zentrum der "demokratischen" Aufmerksamkeit stand. Es gibt kein derartiges Gesetz ... es gibt nur das Gesetz zum Schutz von Kinder und Jugendlichen ... Aber man verbreitet das, was den gewünschten Effekt hervorbringt. Der Effekt ist immer derselbe: Diskreditierung von Russland.

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