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Gouverneur: Die Zeit des Redens ist vorbei

Di, 12 Nov 2013 Politik & Gesellschaft


Gouverneur: Die Zeit des Redens ist vorbei

Mit dieser Ankündigung überraschte der Gouverneur in der vergangenen Woche Journalisten. Und er drohte der Verwaltung Inneres mit erheblichen Konsequenzen, wenn diese nicht endlich ihren dienstlichen Pflichten nachkommen.

Es geht um nichts anderes als Sand, welcher in Kaliningrad wie Sand am Meer vorhanden zu sein scheint. Da viel gebaut wird, wird auch viel Sand benötigt. Und so verdienen sich anscheinend eine ganze Reihe von Firmen eine goldene Nase, in dem sie illegal Sandfördergruben irgendwo im Kaliningrader Gebiet anlegen – und das auch noch auf Grundstücken, die ihnen gar nicht gehören. Man staunt immer wieder, was so alles in Russland möglich ist.

Und trotzdem dieser Sanddiebstahl, also der illegale Abbau, vor aller Augen geschieht und dazu auch noch unter Missachtung sämtlicher umwelttechnischer Forderungen, geschieht nun schon seit vielen Jahren einfach nichts.

Nun hat der Gouverneur der Verwaltung Inneres (Polizei) ein Ultimatum gestellt. Innerhalb  von zwei Wochen sind sämtliche illegalen Fördergruben zu schließen und die illegalen Nutzer/Betreiber zur Verantwortung zu ziehen. Sollte dies nicht geschehen, wird sich der Gouverneur an den Innenminister Russlands und an den Generalstaatsanwalt der Russischen Föderation wenden und um disziplinarische Einflussnahme bitten.

„Ich gebe Ihnen die Zeit um die notwendigen Maßnahmen zu organisieren. Heute kämpfen wir mit dem Diebstahl von Autos, mit Wirtschaftsverbrechen, mit Verkehrsunfällen und sonstigen Gesetzesverletzungen. Und jetzt reicht es, die Zeit des Redens ist vorbei. Zwei Wochen haben Sie Zeit die Förderstellen zu schließen. Und ich will die Namen derjenigen haben, die dafür zur Verantwortung zu ziehen sind. Sollte das nicht passieren, werde ich mich an vorgesetzte Dienststellen wenden“, - so sehr harsch und eindeutig der Kaliningrader Gouverneur N. Zukanov.

Der illegale Sandabbau sei der letzte Tropfen, der das Fass zu Fragen des Umweltschutzes zum überlaufen gebracht hat – ergänzte der Gouverneur.

Weiterhin äußerte er sich dahingehend, dass die illegalen Sandförderer vermutlich „Beschützer“ haben. Das können Mitarbeiter in der Innenverwaltung sein, aber auch Mitarbeiter im FSB, der Staatsanwaltschaft, dem Untersuchungskomitee – vielleicht einfache Mitarbeiter, vielleicht aber auch weniger einfache Mitarbeiter. „Wir haben Erfahrungen auf diesem Gebiet, denn als wir begonnen haben, Ordnung auf dem Gebiet der Bernsteingewinnung zu schaffen, hatten wir eine ähnliche Situation, wo Mitarbeiter staatlicher Strukturen den illegalen Abbau gegen die Zahlung einer Schutzgebühr gedeckt hatten. In den Rechtspflegeorganen arbeiten in der Regel ehrliche und ordentliche Leute, aber leider gibt es auch Ausnahmen von der Regel“,  – so der Kaliningrader Gouverneur.

Quelle: http://rugrad.eu/news/633315/

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Gebiet, Gouverneur, Korruption, Polizei, Umwelt

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