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Haben Kaliningrader Kühe auch Verfassungsrechte?

Fr, 22 Aug 2014 Politik & Gesellschaft


Haben Kaliningrader Kühe auch Verfassungsrechte?

Der Kaliningrader Gouverneur, bekannt durch sein schlichtes Wesen, überrascht manchmal mit schlichten, aber humorvollen Fragen. So erhielt der Chefredakteur eines Internetportals eine wohl nicht erwartete Gegenfrage.

Der Kaliningrader Gouverneur hat die Absicht, der Firma „Miratorg“ die Ausfuhr von Rindern aller Art aus dem Kaliningrader Gebiet zu verbieten. Dies verkündete er laut während einer Veranstaltung zur Analyse der Situation, die im Zusammenhang mit den Antwortsanktionen Russlands entstanden ist.

„Wir werden der Firma „Miratorg“ nicht mehr gestatten, auch nur ein einziges Rindvieh aus der Region auszuführen. Wir werden die Viehwirtschaft selber entwickeln. Wenn nötig, so werden wir das Vieh Kleinbauern zur weiteren Aufzucht übergeben. Wir können es uns einfach nicht leisten, Rindvieh zur Endaufzucht in das Gebiet Brjansk zu liefern“, - so der Gouverneur.

Auf die Frage des Chefredakteurs unseres Medienpartners „rugrad.EU“, ob der Gouverneur mit dieser Forderung nicht in Widerspruch zur Verfassung der Russischen Föderation, Artikel 1, Unterartikel 8 Punkt 1 tritt (Text: Die Russische Föderation ist ein einheitlicher Wirtschaftsraum und es wird ein freier Warenaustausch, Dienstleistungen und Finanzmittel garantiert, der Wettbewerb wird gefördert und die freie ökonomische Tätigkeit unterstützt) – antwortete dieser schlagfertig:

„Haben bei uns die Kühe auch schon Verfassungsrechte?“

Im Weiteren erinnerte der Gouverneur daran, dass das Gebiet die Tätigkeit von „Miratorg“ teilweise subventioniert. Und deshalb hat das Gebiet auch das Recht, dass die Erzeugnisse der Firma hier aufgezogen und auch hier verarbeitet werden. Weiterhin erwähnte der Gouverneur die Vereinbarung mit „Miratorg“, 100.000 Stück Rindvieh zu produzieren und danach sollte eine eigene Schlachterei und Fleischverarbeitung errichtet werden. „Miratorg“ hängt in der Erfüllung seiner Planungen etwas hinterher – so der Gouverneur – und das Gebiet hat Verständnis. Aber es werden nun alle Maßnahmen für eine Umsetzung der Versprechungen und Pläne eingeleitet – im Interesse des eigenen Gebietes und der eigenen bäuerlichen Landwirtschaften.

Quelle: http://rugrad.eu/news/702752/

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Gouverneur, Landwirtschaft

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