Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Jüngster Minister Russlands mit Plagiatsvorwürfen

Fr, 11 Apr 2014 Politik & Gesellschaft


Jüngster Minister Russlands mit Plagiatsvorwürfen

Der jüngste Minister der Russischen Föderation, zuständig für Nachrichten und Massenmedien wird beschuldigt, in seiner Doktorarbeit eine Vielzahl von Zitaten ohne Quellenangabe verwendet zu haben.

Die russische Organisation „Dissernet“ hat wieder zugeschlagen. Die Organisation hat sich zur Aufgabe gestellt, russische hochgestellte Beamte und Persönlichkeiten auf Ehrlichkeit bei der Ausfertigung ihrer Doktorarbeit zu überprüfen.

Jetzt haben sie herausgefunden, dass der jüngste Minister der Russischen Föderation, ein Mann mit bestem Ruf, mit höchster Reputation, einen Großteil seiner Doktorarbeit bei anderen abgekupfert hat. Auf 103 von 239 Seiten hat man Zitate ohne Quellenangabe gefunden. Nach Ansicht von Vertretern von „Dissernet“ ist die Doktorarbeit von Nikolai Nikiforowa ein typisches Beispiel für ein Plagiat – einfaches kopieren ganzer Textabsätze und zusammensetzen zu einer Gesamtarbeit.

Der Beamte hat in seinem jungen Leben eine beispiellose Karriere vollzogen. Schon als Student hat er die Aufmerksamkeit der Gebietsregierung in Tatarstan auf sich gezogen, die ihn als Spezialisten für die Einführung elektronischer Programme konsultierten. In atemberaubendem Tempo stieg er die Erfolgsleiter nach oben und landete bereits 2012 als föderaler Minister im Kabinett von Dmitri Medwedjew.

Im Jahre 2011 verteidigte er seine Kandidaten(Doktor)-Arbeit. Zum damaligen Zeitpunkt existierte die Organisation „Dissernet“ noch nicht und keiner der damaligen Träger von Doktortiteln dachte auch nur im Traum daran, dass man ihn bald mit den modernen Mitteln des Internets als Betrüger enttarnen könnte. Erst seit dem Jahre 2013 schlägt diese gesellschaftlich anerkannte Organisation mit steter Regelmäßigkeit zu und enttarnt hochgestellte Plagiatoren.

Es ist nun tragisch, dass es diesen jungen, erfolgversprechenden Minister getroffen hat und so fühlt wohl auch der Journalist Sergej Parchomenko, der diesen Betrug aufgedeckt hat, als er sagte: „Sehr geehrter Nikolai Anatoljewitsch! Sie hatten eine hervorragende Reputation für sich erarbeitet, sie sind ein hochqualifizierter Spezialist und sie sind außerordentlich erfolgreich in ihrer Funktion. Den Fehler, den sie jetzt begangen haben, versetzt dem allen einen großen schrecklichen Schlag. Aber nur sie können ihren guten Namen schützen, indem sie den Fehler zugeben und die Verteidigung der Dissertation annullieren lassen.“

Bisher hat Nikolai Nikiforowa noch nicht reagiert. Seine Pressesprecherin wies jede Vorwürfe zurück mit dem Hinweis, dass es in jeder Dissertation Zitate gebe und nur ein formaler Vergleich mit Hilfe von elektronischen Hilfsmitteln ist kein Beweis für Plagiate.

 Quelle: http://lenta.ru/news/2014/04/07/nikiforov/

Reklame

Bildung, Föderales, Gesellschaft, Moral

   Kommentare ( 0 )

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an