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Kaliningrad im Zentrum der gegenwärtigen angespannten internationalen Lage

Mo, 23 Jun 2014 Politik & Gesellschaft


Kaliningrad im Zentrum der gegenwärtigen angespannten internationalen Lage

Jelena Wolowa, ehemalige Vizegouverneurin des Kaliningrader Gebietes und heutige Leiterin der Kaliningrader Filiale für die Entwicklung der russischen Zivilgesellschaft vertritt die Ansicht, dass die gegenwärtige angespannte internationale Lage in erster Linie das Kaliningrader Gebiet betrifft.

Jelena Wolowa erklärte dies mit einfachen Worten. „An einem sonnigen Samstag setzen wir uns in den Bus, fahren 70 Kilometer durch das herrliche Kurskaja Kosa und essen ausgezeichneten Fisch im litauischen Nida. Danach besuchen wir das litauische Delphinarium in Kleipeda. Und wenn wir in die andere Richtung fahren, dann können wir nach drei Stunden durch das alte Gdansk spazieren gehen, fotografieren das „schiefe Haus“ in Sopot. Und wenn wir uns verirren, dann setzt sich ein gutmütiger Pole hinter das Lenkrad seines Autos und bringt uns mit seiner unendlich großherzigen Seele dorthin, wo wir hinwollen.“

Nach den Worten von Jelena Wolowa betrifft dies nicht nur die Erholung am Wochenende, sondern wir treffen hier auf eine ganze Diplomatie des einfachen Volkes, die Leute verschiedener Länder zuverlässiger verbindet, als dies Politiker tun können. Und die Kaliningrader Region ist eine russische Region, deren Bewohner schneller und besser in der Lage sind, die russische Sichtweise der Dinge in eine verständliche Sprache für den Nachbarn zu übersetzen.

Heute nutzten schon viele Kaliningrader die Möglichkeit des kleinen visafreien Grenzverkehrs mit Polen und diese Vorteile wollen die Kaliningrader durch die Sanktionen des Westens nicht verlieren. Zum Glück sind die meisten der Experten überzeugt, dass es in der kommenden Zeit zu keinen Erschwernissen bei Reisen ins Ausland kommen wird. Denn selbst unsere Nachbarn in Polen und Litauen fordern von ihren Regierungen, die Reisemöglichkeiten der Kaliningrader nicht zu erschweren.

„Jeder Konflikt zwischen Partnern ist immer schlecht. Nur wenn wir noch vor gar nicht allzu langer Zeit davon gesprochen haben, dass es in unserer Exklave eine wachsende Apathie gibt, ja wir sogar von Gegensätzen zu den anderen Bewohnern Russlands gesprochen haben, so ist es heute eindeutig zu sehen, dass sich in Kaliningrad die patriotischen Gefühle der Menschen entwickelt haben“, - so Jelena Wolowa.

Außerdem – so setzt Jelena Wolowa fort – ist die Mehrzahl der Experten der Meinung, dass die verhängten Sanktionen auch neue Möglichkeiten für die Stimulation der Region mit sich bringen, zur Entwicklung der Eigenproduktion und zur Entwicklung der Lebensmittelsicherheit. Aber im Zusammenhang damit, dass wir zwei neue Subjekte der Föderation haben (Krim und Sewastopol) – schafft auch Moskau eine neue regionale Politik im Verhältnis zu seinen Enklaven.

Die politischen Realitäten verändern sich heute sehr schnell. Kaliningrad befindet sich im Zentrum Europas und muss sich, mehr als alle anderen russischen Regionen, an die neuen Spielregeln anpassen. Und die regionalen und föderalen Verantwortlichen müssen immer im Auge haben: Es gibt keine schlechten Zeiten. Es kommt vor, dass wir einfach nicht die Vorteile dieser Zeit sehen und unsere Politik nicht richtig ausrichten auf die Erarbeitung von Vorteilen für das gesamte russische Territorium – so Frau Wolowa.  

Quelle: http://rugrad.eu/opinion/688070/

Anmerkung UN: Am heutigen Montag findet die offizielle Eröffnung der Kaliningrader Filiale des „Fonds für die  Entwicklung der russischen Zivilgesellschaft“, deren Leiterin Frau Jelena Wolowa ist,  im Hotel Radisson statt. Der Leiter sowie weitere Vertreter aus dem föderalen Zentrum reisen an. „Kaliningrad-Domizil“ nimmt an dieser Veranstaltung teil und wird für Sie berichten.

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