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Kaliningrader Architekten besorgt um die Stadtentwicklung

Mo, 29 Apr 2013 Politik & Gesellschaft


Kaliningrader Architekten besorgt um die Stadtentwicklung
Kaliningrader Architekten sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind bereit, eine Kundgebung durchzuführen, falls die Stadtbehörden die Stadtbebauung nicht in normale Gleise bringen.
Am Donnerstag hat im Ausstellungszentrum "Балтик-Экспо" auf der Insel Oktjabrskij die Konferenz "Warum lebt Kaliningrad nicht nach dem Bebauungsplan?" stattgefunden. An der Konferenz nahmen Vertreter der Baltischen Gilde der Städtebauer, des regionalen Architektenvereins und der Gesellschaftskammer des Gebiets Kaliningrad teil. Auf der Konferenz machte man die Teilnehmer darauf aufmerksam, das die Staats- und Selbstverwaltungsorgane das Recht der Kaliningrader auf lebenswerte Wohnbedingungen verletzten. Es wurde betont, das leitenden Persönlichkeiten Entscheidungen träfen, die der besseren Gestaltung des Stadtlebens widersprechen. Außerdem hätten sie keine Achtung von den historischen und kulturellen Traditionen der Stadt Kaliningrad.
 
Die Hauptforderungen der Teilnehmer betrafen die Befolgung der Gesetze im Bereich des Städtebaus. Es wurde unterstrichen, dass in der Stadt trotz der Beteuerungen der Stadtverwaltung die Punktbebauung fortgesetzt werde. Dabei würden die Entscheidungen von "jedem beliebigen", nur nicht vom Chefarchitekten getroffen. Als Beispiele der Punktbebauung wurden die Versuche angeführt, ein neues Einkaufszentrum in der Grünanlage an der Seefahrtsschule, mehrstöckige Häuser in den Bagramjan- und Botkin-Straßen, ein 25 m hohes Hotel am Ufer des Oberteichs, "Hochhäuser" an der Stelle des Cafés "Skazka" (zu dt.: das Märchen) im Prospekt Mira sowie andere Gebäude zu errichten.
 
Wiktor Puwstowgarow aus der Baltischen Gilde der Städtebauer kritisierte den Supermarkt "Wiktoria" am Hauptbahnhof. Seiner Meinung nach hätte der Massivbau des Supermarkts die Aussicht auf den historischen Gebäudekomplex aus der Vorkriegszeit verbaut und die Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur in diesem Stadtteil unterbrochen.
 
Foto: Typen-Neubauten in Kaliningrad
 
"Mit dem Städtebau müssen sich Fachleute befassen. In Anbetracht der Vorbereitung auf die Fußball-WM 2018 haben wir noch eine Chance, unsere Städtebaupolitik zu ändern", bemerkte Puwstowgarow.
Auf kritische Fragen antwortete der Oberbürgermeister von Kaliningrad Alexander Jaroschuk, der zusammen mit seinen Stellvertretern Sergej Melnikow und Alexander Sujew an der Konferenz teilnahm.
 
"Es wird einen neuen Generalplan der Stadt erarbeitet, bei seiner Erörterung sind wir bereit ihre Vorschläge mit zu berücksichtigen", teilte Jaroschuk mit.
 
Es wurde beschlossen, die auf der Konferenz angenommene Resolution an die Behörden zu schicken und innerhalb von 30 Tagen auf eine Antwort zu warten. Wenn die Behörden darauf nicht reagieren, behalten sich die Kaliningrader das Recht vor eine Kundgebung durchzuführen und "von allen rechtlichen Mitteln für den Schutz unseres Rechts auf eine komfortable städtische Umwelt Gebrauch zu machen".
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