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Kaliningrader FSB hat noch Zweifel an der litauischen Drohne

Mo, 19 Mai 2014 Politik & Gesellschaft


Kaliningrader FSB hat noch Zweifel an der litauischen Drohne

Es gehört zu den Aufgaben einer jeden staatlichen Organisation, täglich zu beweisen, wie nützlich und unentbehrlich sie ist. Und so beweist auch die FSB-Verwaltung in Kaliningrad, dass man nicht genug nachforschen kann zum wahren Charakter der litauischen Drohne.

So ist es jetzt völlig klar, dass die Drohne ein „in Heimarbeit“ hergestelltes Flugobjekt ist. Die Drohne selber bestand aus Pinoplast, PET-Kanister als Benzintank, einer Videokamera, einem GPS-Sender und Rädern von einem gebrauchten Kinderwagen. Hergestellt wurde die Drohne in Litauen und mittels eines Kleintransportes nach Kaliningrad gebracht.

Foto: Abgefangene litauische Drohne

Foto: Sichergestellte Drohne in Sowjetsk

Und es ist klar, dass diese Drohne, die eine Tragfähigkeit von zehn Kilogramm hatte, für den Schmuggel von Zigaretten bestimmt war. Aber, so der FSB, dies könnte nur eine Tarnung der wirklichen Arbeit der Drohne gewesen sein.

Den Verdacht hatte die Drohne erregt, weil es unklar ist, warum für den Schmuggel von Zigaretten diese Drohne auch noch mit einer Kamera ausgerüstet wurde und mit anderen elektronischen Aufzeichnungsgeräten.

Da der FSB einen Litauer auf Kaliningrader Gebiet mit dem zugehörigen Fernbedienungspult für diese Drohne verhaften konnte, kann vermutet werden, dass dieser Litauer, eingepackt in einen Pelzmantel und neben einem gut geheizten Kamin sitzend, sicherlich alles bald ausschwitzen wird, was er weiß.

Der FSB schätzt den Wert der Drohne auf 300.000 Rubel, also 6.000 Euro. Das äußere Erscheinungsbild der Drohne ist nicht sehr ansprechend. Nur wenn das Objekt für eine kriminelle Tätigkeit genutzt werden sollte, so ist klar, dass man keine Gelder verschwendet für ein superschönes Design. Die Drohne ist einfach schlicht und zweckmäßig ausgestattet und verfügte sogar über eine elektronische Ausrüstung um im Voraus die Flugstrecke programmieren zu können – unabhängig von Fernbedienungen.

Die Drohne wurde erwischt, als sie mit 500 Schachteln Zigaretten im Wert von 500 Euro flog. Aufwand und Nutzen stehen hier auch in keinem Verhältnis – so der FSB und das macht die professionell Misstrauischen natürlich misstrauisch.

Durch den FSB wurde informiert, dass zusätzlich zu dem 31jährigen Litauer auch der dazugehörige 51jährige russische Partner aus Sowjetsk verhaftet wurde.

Mit der Aufklärung der ganzen Angelegenheit wurden auch die litauischen Sicherheitsorgane hinzugezogen.

Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/incidents/3690416-fsb-kontrabanda-na-zaderzhannom-bespilotnike-mogla-byt-lish-prikrytiem.html

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FSB, Grenze, Litauen

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