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Keine Angst vor der russischen Grenze

Di, 05 Jun 2018 Politik & Gesellschaft


Keine Angst vor der russischen Grenze

Nicht immer haben Ausländer richtige Vorstellungen von der russischen Grenze. Es gibt Ausländer die glauben, dass die Überwindung der russischen Grenze einem Härtetest bei der Bundeswehr gleichzusetzen ist.

Meine letzte Grenzüberquerung ist erst wenige Stunden her. Mein Eindruck, zumindest auf russischer Seite war, als ob es einen nicht sichtbaren Wettbewerb gibt, wer schneller abfertigt. Bei der letzten Grenzüberquerung musste ich dem Grenzbeamten mehrere Fragen zu meinen auffälligen Bart beantworten, denn ihm war nicht klar, wie die tägliche Pflege erfolgt. Weitere Fragen hatte er keine.

Ansonsten hatte ich, vermutlich auch dank eines gewissen Sprachschatzes und die Möglichkeit mich in Russisch artikulieren zu können, meine Ausweisdokumente nach rund 90 Sekunden wieder und konnte die Reise fortsetzen. Der Reisebus benötigte für die Abfertigung insgesamt 20 Minuten.

Nun will man während der Fußball-Weltmeisterschaft diesen Prozess weiter optimieren. Wie der Vizegouverneur des Kaliningrader Gebietes, Alexander Rolbynow informierte, werden an allen wesentlichen Grenzübergängen Freiwillige eingesetzt. Sie stehen den Reisenden, die die russische Sprache nicht beherrschen, zur Verfügung, um alle Fragen zu beantworten. Neben möglichen Fragen zur Grenz- und Zollabfertigung, werden die Freiwilligen in der Lage sein, über die wichtigsten Feierlichkeiten und Veranstaltungen während der Weltmeisterschaft zu informieren. Sie beantworten alle Fragen zur Infrastuktur (Hotels, Transport, Restaurants usw.), zur medizinischen Versorgung und helfen, mögliche Warteschlangen zu regulieren.

Bitte beachten Sie, dass Sie mögliche Wartezeiten nicht nutzen, um Erinnerungsfotos vom netten Grenz- oder Zollbeamten zu machen, oder vom Schlagbaum, der sich vor ihrem Auto befindet. Das Fotografieren und Filmen innerhalb des Grenzgebietes ist verboten.

Uwe Niemeier

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Fussball-WM, Grenze

   Kommentare ( 6 )

boromeus Veröffentlicht: 5. Juni 2018 22:36:45

Ich kann diese positiven Eindrücke nur bestätigen.Bei all meinen Grenzpassagen gab es nicht eine Sekunde Stress,kein unhöfliches Wort auf russischer Seite .Immer korrekt und zügig .Bei einer meiner Passagen ,habe ich sogar eine deutschspechende Bedienstete erlebt.Wesentlich unangenehmer wird es ein paar 100m weiter bei Einreise in die EU auf polnischer Seite.Dienst nach Vorschrift.Busabfertigung bis zu 2 Stunden.Einzelkontrolle.Mercedes Sprinter mit 6 Leuten zerlegt auf der Suche nach ??Und warten bis einem der Moos um die Reifen wuchert.Unkalkulierbare Zustände.Erinnert eher an die Grenzkontrolle ,wenn man in den Bauern und Arbeiterstaat fuhr.Da wird der Gedanke ,dass wir ja Europäer sind ,zur Farce.Wenn man dann noch Resopalschilder mit folgendem Inhalt liest:
"Diese Grenzanlage wurde mit Mitteln der EU erbaut"und erlebt ,dass eigene polnische Landsleute als Benzintouristen durchgewunken werden und unsereiner als "Europäer"derart vorgeführt wird,kommt mir die Galle hoch.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. Juni 2018 22:44:17

... darf ich leicht korrigieren? Es hieß "Arbeiter- und Bauernstaat" und nicht "Bauern- und Arbeiterstaat". Die Arbeiter standen in meinem Geburtsstaat immer an erster Stelle.

ru-moto Veröffentlicht: 5. Juni 2018 22:48:30

[...es gibt Ausländer die glauben, dass die Überwindung der russischen Grenze einem Härtetest bei der Bundeswehr gleichzusetzen ist.]

Wer so etwas wirklich glaubt, wir auch noch nicht wissen, dass Deutschlands Militär längst zur "Lachnummer" verkommen ist!

Mein persönlicher Zeitrekord für das Passieren der kompletten Grenze RUS - PL mit den PKW beträgt 16 Minuten. Wer bietet weniger?

Damals war die Fußball-Europameisterschaft im Fernsehen und ein Match mit Polen lief im Fernsehen...
Geht doch, wenn (PL-)man/frau es will !

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 6. Juni 2018 10:00:22

Meine Einreise dauerte vor 3 Jahren sehr lang. Einer der russischen Zöllner, der deutschen Sprache mächtig, erklärte mir das läge an der sehr langsamen EDV Abfrage bezüglich der Fahrzeugdaten. Das ist dann inzwischen wohl auch verbessert worden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. Juni 2018 10:48:06

... ich denke mal, das lag auch damals nicht an der langsamen Arbeit irgendeiner Internetverbindung. Das lag daran, dass der russische Zöllner, der der deutschen Sprache mächtig war, endlich mal wieder die Chance nutzen wollte, auf Deutsch zu parlieren ... und dann muss man eben geduldig sein und ihm (ihr) den Gefallen tun.

Herr Hoffmann Veröffentlicht: 6. Juni 2018 13:33:42

ich kann das nur so bestätigen:
keine Probleme auf russischer Seite, jedoch dümmliche Sprüche / Anweisungen, arrogantes Gehabe bei den Polen.
Sie sind das Problem, nicht die Russen.

Herr Hoffmann Veröffentlicht: 6. Juni 2018 13:39:25

nebenbei sind die Russen auch optisch besser aufgestellt:
hübsche, junge Russinnen im Rock gefallen mir eindeutig besser als die polnischen Glatzköpfe .

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 7. Juni 2018 01:09:53

@Polen
Das stimmt, ich habe bei einer Rückreise die polnischen Grenzer eher als unangenehm empfunden. Fast hätte ich verlangt: "Nehmen Sie Haltung an! wenn Sie mit mir sprechen."

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