Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Leben ist Geben und Nehmen. Geben auch die USA?

Mo, 03 Dez 2018 Politik & Gesellschaft


Leben ist Geben und Nehmen. Geben auch die USA?
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Das russische Verteidigungsministerium hat neue Informationen über Verluste der USA im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges gefunden, aufbereitet und im Rahmen einer Plenarsitzung der gemeinsamen russisch-amerikanischen Kommission zu Angelegenheiten von Kriegsgefangenen und Vermissten, übergeben.

In diesem konkreten Fall geht es um russische Archivdokumente, die die Verluste der 16. Luftarmee der USA bei Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg betreffen.

Wie der stellvertretende russische Verteidigungsminister Alexander Kirilin informierte, hatten die USA geplant, eine entsprechende Anfrage an das russische Verteidigungsministerium zu stellen. Man habe wohl in Russland geahnt, dass es zu einer derartigen Anfrage kommt und habe schon ohne Anfrage alles aufbereitet. Man arbeite an der Aufbereitung weiteren Archivmaterials für die USA, auch ohne Anfrage von amerikanischer Seite.

Allerdings hat auch Russland eine Bitte. Es betrifft die sowjetischen Bürger, die zum Ende des Zweiten Weltkrieges nicht in die Sowjetunion zurückkehren wollten, also Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter und die in die USA und andere Staaten ausgewandert sind. In Russland gelten Millionen von Menschen als vermisst, da man nichts über deren Schicksal weiß. Aber man möchte wissen, was mit diesen Menschen geschehen ist. Wie der stellvertretende russische Verteidigungsminister informiert, geht es um rund zwei Millionen Menschenschicksale.

Reklame

Militär

   Kommentare ( 3 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 3. Dezember 2018 16:11:43

Mögliche US-Antwort: Machen wir doch einen Deal. Wir schauen mal nach, ob wir nach der Vernichtungsaktion von 1995 (50-jährige Karrenz) noch was haben und geben Euch das, wenn die Russen den Flottenstützpunkt Sewastopol an an die US-Navy übergeben. In Sewastopol waren ja schon Unterkünfte für die Navy, streng nach Navy-Standards, zu Juschtschenkows und Janukowitschs Zeiten hergerichtet worden. Das hat ja schließlich viele Mio. Dollar gekostet.
Obama hatte seine Begrüßungsrede für seine Boys in der dann ehemaligen Heldenstadt wohl schon fertig gehabt.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 3. Dezember 2018 16:28:46

... ok, ist zumindest ein Angebot. Mal sehen, ob in Russland darüber nachgedacht wird.

Frank Werner Veröffentlicht: 3. Dezember 2018 23:19:54

Hmm, empfielt sich mal googeln nach "Operation Keelhaul" und dann mal in den eigenen Kellern nach Gulag-Akten schauen ... soweit mir bekannt, konnten sich (es mag wenige Ausnahmen gegeben haben) die Sowjetbürger nicht frei entscheiden, NICHT in die Sowjetunion zurückzugehen ...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 3. Dezember 2018 23:23:37

... ja, es gibt da wohl irgendwelche Vereinbarungen. Ich kann mich auch dunkel erinnern. Also ähnlich wie die Vereinbarung im Jahre 1990, die NATO nicht zu erweitern, oder die Vereinbarung, keine NAZI-Spezialisten in eigene Dienste zu übernehmen. Trotzdem scheint es wohl hier und da ein paar Lücken in der Erfüllung dieser Vereinbarungen gegeben zu haben. Und Russland möchte gerne diese zwei Millionen Lücken irgendwie klären.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 4. Dezember 2018 19:42:29

Ich habe mal gegoogelt. Ich kannte einige solcher "Vorfälle" aus anderen Quellen. Um es mal neutral auszudrücken, es war eine grausame Zeit und es gab auch noch nach dem 8.5.45 viel Blutvergießen, wobei es auch viele Unschuldige getroffen hat, vor allem auf der russisch/sowjetischen Seite. Bei den anderen, den westlichen Koalitionspartnern gab es das wohl nicht. Ich meine diese vielen Toten. Die haben sich nicht die Finger schmutzig gemacht.
Man darf das auch nicht nur auf den WK II begrenzen. Da spielen ja auch Kämpfe und Greueltaten im Bürgerkrieg in Sowjetrußland mit eine Rolle, wo die Weißen an der Seite der britischen, amerikanischen Expeditionskorps gegen junge Rote Armee kämpften und sich dann mit diesen aus Sowjetrußland zurück zogen. Und im WK II waren sie wieder mit von der Partie an der Seite der Deutschen. Amerikaner als auch Briten wollten natürlich die kampferfahrenen Einheiten, wenn auch entwaffnet nicht in ihren Ländern haben. In Deutschland konnten sie nicht bleiben.

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an