Kaliningrad-Domizil

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Leser fragen, wir antworten – Wissenswertes und Neugieriges

So, 12 Mär 2017 Politik & Gesellschaft


Leser fragen, wir antworten – Wissenswertes und Neugieriges

Leser fragen, wir antworten – Wissenswertes und Neugieriges

Auf der Suche nach neuen informations- und wissensvermittelnden Formaten für unser Portal, kamen wir auf den Gedanken, die uns erreichenden Anfragen zu anonymisieren und an dieser Stelle zu veröffentlichen. Vielleicht sind Fragen und Antworten auch für Sie interessant?

Das war ein Ausspruch meines Professors für Wirtschaft/Ökonomie während des Studiums in Leningrad, den er mit einem hintergründigen schmunzeln, in nicht ganz akzentfreiem Deutsch, mir ans Herz legte.

Ich möchte nun, dass unsere Leser mächtig werden – also mächtig viel über Kaliningrad und über Russland erfahren. Deshalb: Fragen Sie, wir antworten.

Sie können Ihre Fragen in der „Kommentarfunktion“ stellen, uns aber auch direkt anschreiben. Wir anonymisieren Ihre Zuschrift und antworten öffentlich, wenn Ihre Frage und unsere Antwort auch für alle anderen Leser von Interesse sein könnten. Haben Sie sehr individuelle Fragen, so bleibt die Beantwortung natürlich im Rahmen des „Vier-Augen-Prinzips“ und wir antworten Ihnen direkt ohne Veröffentlichung.

Der Beitrag wird ständig aktualisiert. Die aktuellsten Fragen befinden sich immer zu Anfang des Artikels. Die farblichen Unterschiede der Grafiken deuten darauf hin, dass es sich entweder um ein föderales Thema oder um ein Kaliningrader Thema handelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kaliningrad-Domizil

   Kommentare ( 13 )

.g Radeberger Veröffentlicht: 14. Mai 2016 00:12:05

Den Spruch kenne ich auch noch. Er ist heute noch mehr als aktuell, gelle?

kgd .ru Veröffentlicht: 14. Mai 2016 21:21:23

Die Rubrik "Leser fragen, wir antworten..." ist echt Spitze. Sie trifft den Nagel genau am Kopf.
Sie ist zugleich die beste Werbung für Kaliningrad-Domizil. Jeder findet darin etwas, was ihn persönlich interessiert und zugleich gibt es die Möglichkeit seine individuellen Fragen von Insidern beantwortet zu bekommen. Echt toll!
Die Erfahrungen andere sind meist die besten (zumindest billigsten) Erfahrungen.
Wo sonst wird so etwas geboten?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 14. Mai 2016 21:25:32

... wie hat schon der Genosse Lenin gesagt: "Erfahrungsaustausch ist die billigste Investition".

kgd .ru Veröffentlicht: 16. Mai 2016 01:58:26

Umfrage: [Vielleicht sind Sie ja der oder die Erste mit dem „Klick“.]
Wenn also bei nur einer Antwort eine "1" steht, ist es ein schönes Gefühl Erster gewesen zu sein...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. Mai 2016 08:19:23

... bei meiner "Kontrolle" am 16.05. um 07.06 Uhr hatten zwei Leser abgestimmt. Einer davon war ich selber (muss ich, damit ich auf meinem Portal auch die Resultate sehen kann). Somit sind Sie wirklich der Erste - herzlichen Glückwunsch für die Belegung des 1. Platzes bei unserem monatlichen Wissenstest - ach so, und natürlich war die Antwort auch richtig.

Paule Veröffentlicht: 25. Mai 2016 09:20:33

Für die Kontoeröffnung benötigt man (oder Frau) noch eine Übersetzung des ausländischen Passports ins Russische von einem/ einer anerkannten Übersetzer/ in (evtl. auch notariell beglaubigt, bin nicht ganz sicher). Zumindest wurde es von mir bei der Sberbank in Kaliningrad verlangt. Außerdem sollte ein bisschen Zeit mitgebracht werden, falls ein Bankkonto mit Girokarte gewünscht ist, da die Fertigstellung der Girokarte ca. 10 Tage benötigt. Die Karte kann aber auch bis zu - lt. meiner Kenntnis - drei Monate bei der (Sber-) Bank liegen bleiben und in diesem Zeitraum abgeholt werden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 25. Mai 2016 10:11:44

... die Banken handhaben das Prozedere mit den Dokumenten sehr unterschiedlich. Ich habe bei mehreren Banken nachgefragt und mir wurde gesagt, dass der Reisepass (ohne Übersetzung und notarielle Beglaubigung) und die Migrationskarte ausreichend sind. Die Ausfertigung einer Kontokarte benötigt natürlich Zeit - ganz klar. Aber das kann man alles im Vorfeld klären, denn wer ein Konto eröffnen will, hat sich sicher schon eine Bank ausgesucht. Eine Nachfrage bei der Bank klärt alle Unklarheiten. Und wer kein Russisch spricht ... na, da sind wir dann zur Stelle, um zu helfen und damit eine "Mörderprovision" zu verdienen.

Otto Russfreund Paul Veröffentlicht: 2. Juni 2016 10:44:34

Anerkennung und großen Dank für diese Frage-Antwort-Veröffentlichung. Es ist sehr interessant und garantiert für viele Russlandliebhaber oder -interessierten auch sehr hilfreich. Ich spreche meine Hoffnung aus, daß Fortsetzungen folgen möchten.
Ein Wort noch zu Paule (25. Mai 2016 09:20:33), der sich ja wohl auch dem Genderwahn unterwirft....!(?)
Wenn schon, dann sollte man auch korrekt schreiben, statt "Für die Kontoeröffnung benötigt man (oder Frau) .... " wäre richtig: "Für die Kontoeröffnung benötigt Mann (oder Frau)....", denn "man" ist nicht geschlechtsbezogen, aber es könnten ja findige für weibliches "man" einfach mal "fran" einsetzen....., so wie man auch für "undurstig" das Wort "sitt" erfand.... juchai - ура!
Nun ja, ein wenig Ironie am Tag läßt auch mal ein Schmunzeln entlocken.
In diesem Sinne alle Guten Wünsche nach Königsberg und : WEITER SO!

Rieger Thaddäus trm Veröffentlicht: 2. Juni 2016 23:46:56

Hallo Herr Niemeier,
russische Bekannte aus Hamburg haben mir unglaubliche Geschichten über "Sanktionka" und "Rasreschonka" erzählt. Was können Sie zu diesen neuen russischen Wörtern aus Ihrer Sicht sagen?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 3. Juni 2016 07:35:49

... das sind gewisse Wort-Neuschöpfungen, vermutlich temporärer Anwendung. "Sanktionka" - so werden in Kurzfassung umgangssprachlich die Waren bezeichnet, die nicht eingeführt werden dürfen, also mit Sanktionen belegt sind und "Rasreschonka", ... na, das ist eben das Gegenteil, obwohl ich in der täglichen Praxis dieser "Wortschöpfung" noch nicht begegnet bin.

Hauke Veröffentlicht: 8. Juni 2016 13:05:43

Sehr geehrter Herr Niemeier
Vielen Dank für Ihre Information über das Grenzgebiet. Das ist sicher sehr nützlich.
Wenn ich richtig gelesen habe ist der russische Teil der Frischen Nehrung ganz gesperrt?
Vor 3 Jahren habe ich in Neukrug, auf der polnischen Seite der Nehrung Urlaub gemacht und selbstverständlich auch einen Spaziergang an die Grenze. Natürlich auch mit ein Erinnerungsfoto.
Auf der russischen Seite war weit und breit Niemand und keine Bauten zu sehen.
Der Strand den ich sah, war wunder schön und dann war mein Gedanke, wenn es dort Campingplätze gäbe dann wären die sich sehr gut besucht. Schade dass das wohl nicht geht?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 8. Juni 2016 13:09:46

... ja, leider fordert die (militärische) Situation bei unseren Nachbarn auch von uns Opfer ... jedenfalls von "uns Ausländern", denn russische Bürger können dort hin und sich erholen - auch auf möglichen Campingplätzen ...

Hauke Veröffentlicht: 8. Juni 2016 13:34:32

Das verstehe ich nicht aber ok ich muss auch nicht alles verstehen.
Aber auf der Kurischen Nehrung da gibt es auch für uns Ausländer einen Grenzübergang nach Litauen (Nato Land) und man kann die Nehrung komplett bereisen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 8. Juni 2016 16:11:39

... ja, das war wohl etwas sehr skryptisch formuliert. Russland baut einige ehemals verlassene militärische Objekte wieder auf. Grund sind die militärischen Aktivitäten der Nachbarstaaten. Und da, wo es wichtige militärische Einrichtungen gibt, haben Ausländer nichts zu suchen. Also, "Wir, die Ausländer", die Kaliningrader Naturecken besuchen wollen, müssen Opfer bringen und können eben diese Bereiche nicht besuchen.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 24. Juli 2016 14:08:15

Moin Herr Niemeier,
danke für die sehr informativen Inhalte Ihrer Webpräsenz. Da steckt Arbeit drin! Mein eigentliches Anliegern ist, Ihnen meinen Respekt für Ihren Umgang mit einer deutschen TV Produktionsfirma (18.5.) auszusprechen. Da haben Sie Haltung bewiesen!

Stern Veröffentlicht: 16. August 2016 16:53:50

Guten Tag Herr Niemeier,
ich hätte da mal eine Frage. Ich habe seit März 2016 das Wohnrecht für das Kaliningrader Gebiet und
einen russischen Arbeitsvertrag. Meine russischen Kollegen führen 13 % ihres Gehaltes an den
russischen Staat ab. Bei mir werden 30 % abgezogen.
Der Buchhalter sagte mir, dass ich mich 6 Monate in der Oblast aufhalten muss, um den gleichen prozentualen Steuerabzug von 13 % zu erhalten. Einmal für wenige Stunden nach Polen innerhalb
der 6 Monate über die Grenze und die Monate beginnen wieder von vorne.
Herr Niemeier, ist das wirklich so ?
Vielen Dank für Ihre Mühe
Mit freundlichen Grüßen P

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. August 2016 17:45:32

... die Antwort wird am Sonntag veröffentlicht.

Paule Veröffentlicht: 31. August 2016 15:52:50

Eine Ergänzung zur Frage von Herrn M. bzw. die Antwort dazu (vom 28.08):

Weil es sich bei einen Reisenden um einen Ukrainer handelt, möchte ich aus persönlicher Erfahrung berichten, dass ukrainische Staatsbürger nicht ohne Weiteres nach Russland gelassen werden. Es gibt wohl seit längerem ein russisches Gesetz (m.E. ca. 10 Jahre), dass von Ukrainern verlangt eine notarielle Einladung (aus Russland) von einer juristischen oder Privatperson (z.B. Familie) vorzuweisen, um in Russland einreisen zu dürfen. Zudem ist eine Auslandskrankenversicherung nötig sowie ein finanzieller Nachweis für eine Selbstversorgung (z.B. Bargeld) während des Russlandaufenthaltes. Das mag abstrus und unglaubwürdig klingen. Jedoch wird bereits genanntes Gesetz seit ungefähr Frühling diesen Jahres angewandt. Meine ukrainische Begleitung wurde beim letzten Mal ca. 20 Minuten ins Einzelverhör genommen.

Dabei wurden Fragen gestellt wie: "Was und wo arbeiten Sie?", "Was ist der Grund Ihres Aufenthaltes in Russland?", "Was sagen Sie zur aktuellen Situation der Krim?", etc. . Zudem wurde von den Grenzbeamten bei der zu besuchenden Person angerufen. Der russ. Grenzbeamte lies die ukr. Person in diesem Fall "ausnahmsweise" noch ein letztes Mal die Grenze passieren, verwies aber darauf, dass das nächste Mal eine offizielle Einladung des russ. Gastgebers notwendig ist.

Sicherlich hat dies mit der politisch angespannten Situation zwischen Russland und der Ukraine zu tun. Vom Hörensagen ist mir auch bekannt, dass Russen an der ukrainischen Grenze ähnlich behandelt werden.

An "Grenzübergängen" in größeren Flughäfen ist dieses Prozedere lt. meiner Kenntnis noch nicht bekannt. An kleineren "Überland-Grenzen" wie z.B. von Polen nach Kaliningrad, wie in meinem Fall beschrieben, eben doch.

Liebe Grüße

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 31. August 2016 17:25:07

... das Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland ist bekanntermaßen mehr als unterkühlt. Die Ukraine prüft gegenwärtig sogar die Einführung des Visaverfahrens für russische Bürger. Das ukrainische Bürger bei der Einreise nach Russland (Kaliningrad) gesondert kontrolliert werden, ist mir bei meinen letzten Reisen in diesem Jahr ebenfalls aufgefallen. Es verlief aber alles sehr höflich und emotionslos.

.g Radeberger Veröffentlicht: 22. Oktober 2016 04:01:57

Na ja, diese sogenannten Reichsbürger nutzen die seit vielen Jahren existierende Unklarheit über den wirklichen Status der BRD aus, um irgendwelche Behauptungen aufzustellen, denen dann ganz offensichtlich auch Leute auf den Leim gehen. Fakt ist aber, daß das Deutsche Reich fortbesteht. Das wurde höchstrichterlich festgestellt. Die BRD soll aber mit diesem ominösen Deutschen Reich identisch sein. Auch gerichtlich festgestellt. Nur gibt es für diese BRD keine Verfassung. Nur das Grundgesetz, was den Leuten als Verfassung verklickert wird. Stimmt aber nicht. Das Grundgesetz wurden als Verwaltungsvorschrift für die in BRD umbenannte westliche Trizone zwecks Selbstverwaltung erlassen. Dazu gibt es im Internet einen Mitschnitt von Carlo Schmidt, der das ganz eindeutig bei der Verabschiedung desselben sagt.
Wer mal reingeschaut hat, wird es bemerkt haben, daß zwar immer von einer Souveränität der BRD geschwafelt wird, aber im Grundgesetz noch aktive Artikel bezüglich der Rechte der westlichen Besatzungsmächte stehen.
Und noch einiges mehr. Und das und noch weitere Begründungen sehen diese - Reichsbürger - als Grundlage für die Ablehnung der Rechtlichkeit der BRD und deren Gesetzen.
Ich fürchte nur, Uwe, daß das Reichsbürgerlein mit seinen selbst gefertigten Personalpapieren gar keine Ausreise aus Deutschland bekommt, obwohl er ja nur nach dem reichsdeutschen Ostpreußen will.

Hauke Veröffentlicht: 5. März 2017 14:09:21

Mal ein paar Tipps zur Ahnenforschung.
Sollten Kirchenbücher nach Deutschland gerettet worden sein,
so befinden sich diese heute im Centralen Kirchenarchiv in Berlin.
Andere Dokumente vielleicht im Geheimen Preußischen Staatsarchiv in Berlin
( für Jedermann zugänglich)
Sollten die Kirchenbücher oder andre Dokumente in russischer Verwaltung gelangt sein,
so kann man deren Verbleib sicher in der Verwaltung des Kaliningrader Oblast erfragen.
Es ist möglich dass sich diese dann in einen Archiv in Moskau befinden.
Auskunft bekommt man von russischer Seite recht schnell.
Man sollte bedenken dass in den damaligen östlichen Provinzen, mit der Führung von Kirchenbüchern erst 1794 begonnen wurde.
Dies zu Anfang in lateinischer Sprache und ab ca. 1810 in deutscher Sprache.
Auf Sorgfältigkeit wurde am Anfang kein großer Wert gelegt.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. März 2017 18:39:15

... danke für den Kommentar. Und hier noch der Link für die Internetseite des russischen Staatsarchivs im Kaliningrader Gebiet - leider nur in russischer Sprache:

http://gako.name/mainsite/
email: gako2006@mail.ru / gako@baltnet.ru

Adresse: 236022 г. Калининград, ул. Комсомольская, 32 (236022 Kaliningrad, ul. Komsomolskaja 32)

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