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Lukaschenko will keine Vereinigung mit Russland

Mo, 06 Apr 2015 Politik & Gesellschaft


Lukaschenko will keine Vereinigung mit Russland

Der weißrussische Präsident erklärte, dass es keinerlei Pläne gibt, Weißrussland mit Russland zu vereinen.

Weißrussland wird niemals ein Teil Russlands werden und die russische Staatsführung hat auch niemals diese Frage gestellt – dies erklärte Alexander Lukaschenko in einem Interview mit der amerikanischen Agentur „Bloomberg“.  „Wir waren und sind ein souveräner, unabhängiger Staat und das wird auch so bleiben“, - so Lukaschenko weiter.

„Putin hat mir niemals die Frage gestellt: hören Sie, vergessen Sie ihre Unabhängigkeit, werdet ein Gouvernement der Russischen Föderation. Er weiß, wie ich darauf reagiere. Deshalb wurde dies auch niemals besprochen“, - ergänzte der weißrussische Präsident.

In Russland gibt es viele Politiker mit imperialen Gedanken, die glauben, dass Weißrussland irgendein nordwestlicher Bezirk sei. Und wir geben hier eine klare Antwort: Wir werden kein nordwestlicher Randbezirk. Und somit werden wir, so wie ich es verstehe, auch niemals mit Russland in Konflikt treten – erzählte Alexander Lukaschenko weiter.

Über dieses Thema hat es das letzte Gespräch mit Putin ungefähr ein Jahr nach den Präsidentenwahlen in Russland gegeben. „Und mir hat sehr gefallen, als Putin sagte – und das war, nebenbei bemerkt noch vor dem Ausbruch des Konflikts mit der Ukraine: „Wir brauchen keine Unterstellung irgendwelcher Länder, auch nicht Weißrusslands. Es ist ein normales Land, es entwickelt sich, es ist ein mitteleuropäischer Staat – ich zitiere wörtlich – mit freundschaftlichen Beziehungen. Und was brauchen wir noch mehr? Ihr wohnt in Eurer Wohnung, wir wohnen in unserer und wir fühlen uns wie Brüder, wie Verwandte und wir besuchen uns gegenseitig.“ So war das Gespräch. Normal, denke ich“, - konstatierte der weißrussische Präsident.

Der weißrussische Präsident ist davon überzeugt, dass Russland niemals gegen sein Land kämpfen wird, denn dafür gibt es keine Gründe. Gleichzeitig zitierte der weißrussische Präsident das Sprichwort: „Wer mit dem Schwert zu uns kommt, wird auch durch das Schwert umkommen.“

„Wir werden gegen Europäer kämpfen, gegen Amerikaner, gegen Russland – gegen wen auch immer, wenn diese sich das Ziel stellen auch nur ein Stück unseres Landes wegzunehmen auf dem ein Weißrusse wohnt“, - beendete Lukaschenko seine Darlegungen.

Der weißrussische Präsident ist der Ansicht, dass man die Amerikaner und die Europäische Union der Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten beschuldigen kann – dies hinsichtlich des Iraks, in Libyen und in anderen Orten. Nach den Ereignissen in der Ukraine gab es zwischen Russland und Weißrussland keinerlei Veränderungen in den Beziehungen.

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