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NATO fühlt sich durch Kaliningrad provoziert

Mi, 11 Jul 2018 Politik & Gesellschaft


NATO fühlt sich durch Kaliningrad provoziert

Die NATO fühlt sich durch die militärischen Einheiten, die Russland auf seinem Kaliningrader Territorium stationiert hat, provoziert. Insbesondere stören die NATO Raketenkomplexe diverser Art.

Die NATO ist der Ansicht, dass sich Russland provozierend an den Grenzen zur Allianz aufführt. Eines der provozierenden Elemente sind die neuen Raketen, die Russland im Kaliningrader Gebiet stationiert hat. Dies geht aus einer Erklärung der NATO im Rahmen der gegenwärtig stattfindenden Beratung hervor.

Die Sicherheit in der euroatlantischen Region wird immer unzuverlässlicher und dies ist auf das Verhalten Russlands zurückzuführen. Dieses Verhalten kommt in der Annektierung der Krim, der fortgesetzten Destabilisierung der Lage in der Ostukraine und der zunehmenden militärischen provokativen Tätigkeit Russlands an den Grenzen zur NATO zum Ausdruck – meint die NATO.

Besonders hervorgehoben werden in der Erklärung die Stationierung von modernen Raketenkomplexen im Kaliningrader Gebiet, die wiederholten Verletzungen des Luftraumes der Allianz und die fortgesetzte Militarisierung der Krim.

Anm. UN: Anfang des Jahres 2018 wurde in den Bestand der 152. Garderaketenbrigade, die im Bereich Tschernjachowsk stationiert ist, Iskander-Raketen aufgenommen. Reale Trainingsschießen mit diesen Raketen werden im Kaliningrader Gebiet nicht vorgenommen, um die Nachbarn nicht in Panik zu versetzen. Mit den Vorgängerraketen vom Typ „Totschka-U“ wurden reale Gefechtsschießen in Kaliningrad durchgeführt.

Am Mittwochabend reagierte dann noch das russische Außenministerium auf die Verlautbarungen aus dem NATO-Hauptquartier.

„Während der nutzlose NATO-Militärblock uns provozierende Aktivitäten vorwirft und versucht, uns aus Brüssel heraus die Zähne zu zeigen, gehen wir uns das Fußballspiel der Weltmeisterschaft anschauen“, - heißt es in der Erklärung.

Uwe Niemeier

 

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Außenpolitik, Nato

   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 12. Juli 2018 02:54:04

Das ist auch wirklich gemein von den Russen, nicht mit den Iskander in Kaliningrad zu üben. Dadurch kann man über diese Dinger gar keine Erkenntnisse erlangen. Das ist so richtig hinterhältig.
Und dann haben sich doch die Russen auch so weit nach Westen bis an die Grenzen der Natostaaten ausgebreitet. Das geht ja nun gleich gar nicht.

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