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NATO-General besorgt um Zustand an der Ostfront

So, 04 Nov 2018 Politik & Gesellschaft


NATO-General besorgt um Zustand an der Ostfront
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

Der Chef des „Internationalen Militärstabes der NATO“ Generalleutnant Jan Broeks zeigte sich besorgt über den Zustand der Militärallianz im Bereich der Ostfront.

 

In Vorbereitung eines Krieges gegen Russland werden die europäischen Länder der NATO auf Probleme im Zusammenhang mit dem Transport von Kriegstechnik an die Ostfront treffen – so der Generalleutnant in einem Interview mit „Defense“.

Im Falle der Verlegung von Soldaten und Technik der NATO-Mitglieder an die Ostfront, wird man auf eine eigene unzureichende Mobilität stoßen. Die Militärallianz muss viel tun, um diese logistischen Unzulänglichkeiten zu beseitigen.

Schon jetzt muss sich die NATO auf die Suche nach Straßen und Wege machen, die vom Zustand her den schnellen Vorstoß der Truppen Richtung Osten ermöglichen. Auch Häfen mit entsprechender Be- und Entladekapazität müssen gefunden werden. Weiterhin müssen alte Eisenbahnlinien wieder reaktiviert werden. Alle Bündnispartner müssen ihr Einverständnis geben, dass man ihre nationalen Grenzen zu Lande und zu Luft bei der Verlegung von Truppen an die Ostfront überschreiten dürfe – so der wesentliche Inhalt des Interviews des Generalleutnants.

Wie bereits zu einem früheren Zeitpunkt bekannt wurde, hatten britische Truppen im Februar auf dem Gebiet von Estland, in unmittelbarer Nähe zu Russland, die Verlegung von Panzerverbänden trainiert. Man kam zu der Überzeugung, dass Panzerverbände eine der effektivsten Truppen sind, um den russischen Aggressor aufzuhalten. Betont wurde, dass der russische Aggressor über ein großes Verteidigungspotential mit modernster Bewaffnung verfüge.

 

Ein strategisches Flugzeug vom Typ RC-135V der US-Streitkräfte hat entlang der Kaliningrader Grenze einen Aufklärungsflug durchgeführt. Dies geht aus Informationsangaben von „PlaneRadar“ hervor

Das Flugzeug mit der Bordnummer 64-14846 startete von einer Flugbasis in Großbritannien. Das Flugzeug befand sich während der Aufklärungsphase im polnischen Luftraum.

Die Aufklärungsflüge der USA haben in der letzten Zeit erheblich zugenommen. Das russische Verteidigungsministerium hat die Amerikaner aufgefordert, diese Handlungen zu unterlassen. Das Pentagon hat darauf mit einer Absage reagiert.

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Nato

   Kommentare ( 3 )

boromeus Veröffentlicht: 4. November 2018 20:47:27

Der Begriff "Ostfront"lässt sofort Bilder hochkommen ,die zu den dunkelsten Kapiteln deutscher Geschichte gehören.Wenn einem bewusst wird,dass die Mobilmachung der Nato im vollem Gange ist ,unter dem Deckmantel einer grossangelegten Übung, schweres Kriegsgerät,teilweise ohne Nationalitätenabzeichen durch die BRD gen Osten transportiert.Wenn einem bewusst wird ,das heute 77 Jahre nach Angriff auf Russland wieder deutsche Panzer und deutsche Soldaten an der russischen Grenze ,keine 160 km vor Petersburg stehen ,unter dem Befehl des seid dem Jugoslawienkrieges noch als Verteidigungsbündnisses,heute zu einem Angriffsbündnis gewandelten Agressors Namens Nato ,dann haben wir immer noch nicht aus der Geschichte gelernt.Glaubt man dem ehemaligen MdB W.Wimmer,dann erleben wir 2018 das letzte Jahr in Frieden,vor dem grossen Knall.Die Frage ,die ich mir stelle:Was muss noch geschehen und wie lange dauert es noch ,bis wir endlich,endlich aufwachen...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 4. November 2018 21:08:17

... ich denke mal, wenn die ersten Transporte Richtung Osten verladen werden, kommen die daran beteiligten Soldaten zum Nachdenken. Und der nächste Nachdenk-Schub kommt dann, wenn die ersten Einberufungsbefehle versandt werden.

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 4. November 2018 22:15:43

"..kommen die daran beteiligten Soldaten zum Nachdenken.." könnte halt gewissermaßen blitzartig zu spät sein.
Die Nato ächst unter ihrem Übergewicht und braucht für ein wenig Bewegung die richtige Motivation - da müssen die Russen doch Verständniss haben - und wenn dabei ein Krieg entsteht, nun ja, das ist halt allgemeines Lebensrisiko.
Immerhin machen sie jetzt ihr "mega grösstes Manöver" und haben es geschaft aus ihren Teilnehmerstaaten 27 (siebenundzwanzig) Panzer dorthin zu transportieren. Wenn das keine logistische Leistung ist. Da machen sich die Russen sicher in die Hosen. Vor Lachen.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 5. November 2018 13:46:37

Mögen die Nato - Planungen heute wie auch in der Vergangenheit einige komische Elemente beinhalten. Ich denke da an die Denkergebnisse der Briten in Estland, die die "praktischen" Erfahrungen der Großdeutschen Wehrmacht entweder nicht kennen oder vorsätzlich negieren.
Zum anderen ist es der US-Armeeführung so ziemlich egal, was sich da an dieser Front in der ersten Phase abspielt. Das sind alles eingeplante Totalverluste. Auch Ost- und Mitteleuropa ist nicht von großem Interesse. Da sind sich alle einig, daß das Hauptschlachtfeld sich in Mitteleuropa befinden wird.
Es kommt wohl eher darauf an, daß man die strategischen Waffen der Russen vernichtet, so daß dann die konventionellen dann wirkungslos machen kann. So habe ich das verstanden, wenn über solche Themen berichtet wurde.
Ob die Soldaten im letzten Moment zum Nachdenken kommen? Was soll das? Nach den ersten Todesurteilen von Kriegsgerichten erledigt sich das weitgehend auch.

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