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Patriarch Kirill erinnert an Errungenschaften der Sowjetzeit

Fr, 06 Nov 2015 Politik & Gesellschaft


Patriarch Kirill erinnert an Errungenschaften der Sowjetzeit

Patriarch Kirill hat dazu aufgerufen, die Errungenschaften der sowjetischen Periode in der russischen Geschichte richtig einzuordnen.

„Das heutige moderne Russland würde nicht existieren, wenn es nicht die Heldentaten der vergangenen Generationen gegeben hätte, die in den 20er-30er Jahren nicht nur die Erde gepflügt haben, obwohl auch das wichtig war, sondern eine Industrie geschaffen haben, die Wissenschaft und die Verteidigungsmacht des Landes“, - so der Patriarch anlässlich der Eröffnung der XIV. Ausstellung (Forum) „Die rechtgläubige Russ. Meine Geschichte. XX. Jahrhundert. 1914-1945. Vom großen Aufstand zum Großen Sieg“.

Nach seinen Worten sollte man an den Handlungen des einen oder anderen Staatslenkers, der an der Spitze einer derartigen Wiederbelebung und Modernisierung des Landes stand, nicht zweifeln, auch wenn der Kopf dieses Staatenlenkers auch böse Taten hervorgebracht hat.

„Dort, wo sich Wille, Kraft, Intellekt, politischer Entscheidungswille gezeigt hat, da sagen wir: ja, es gibt unzweifelhaft Erfolge, wie im Falle des Sieges im Großen Vaterländischen Krieges, aber dort, wo Blut geflossen ist, Ungerechtigkeit und Leid herrschte sagen wir, dass dies nicht akzeptabel ist für uns, für die Leute des XXI. Jahrhunderts“, ergänzte der Patriarch.

„Wir identifizieren uns nicht mit diesen blutigen Seiten, wir übergeben diese historischen Personen dem Gericht Gottes. Aber niemals sollte irgendetwas Negatives was geschehen ist, eine kritische Haltung zu den Verbrechen die durch diese Leute begangen worden sind uns das Recht geben, all die positiven Dinge die durch bestimmte Menschen getan wurden, zu ignorieren“, - setzte Patriarch Kirill fort.  

Der Patriarch brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Ausstellung hilft, „die gesamte Schönheit der Heldentagen unseres Volkes in den 20er-30er-40er Jahren zu sehen, aber auch die schweren Seiten und hilft zu verstehen: Um das Vaterland zu lieben darf man nicht eine einzige historische Episode aus der Geschichte ausschließen, sondern man muss sie mit gesunden Menschenverstand auffassen, mit einem unkomplizierten moralischen Sinn, die Wahrheit von der Unwahrheit treffen, Gut und Böse voneinander trennen.

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Kirche

   Kommentare ( 1 )

Regul Veröffentlicht: 6. November 2015 12:51:00

Sehr geehrter Herr Niemeier,

das nenne ich einmal eine langfristige Perspektive, die über Jahrhunderte die Geschichte betrachtet. Ähnlich dürfte der Papst die Irrungen und Wirrungen der Geschichte sehen.

Im Grunde mag jeder für sich entscheiden, wie er/sie zum Glauben an sich steht. Mich hat daran immer diese zeitliche Perspektive auf die Ereignisse fasziniert, durch die man allgemein gültige gesellschaftliche Veränderungen besser erkennt.

Gute Zeit!

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