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Polnisches Generalkonsulat fordert ein Ende der Überfälle auf polnische Bürger

Sa, 04 Apr 2015 Politik & Gesellschaft


Polnisches Generalkonsulat fordert ein Ende der Überfälle auf polnische Bürger

Das polnische Generalkonsulat in Kaliningrad fordert die sofortige Einstellung der Übergriffe auf polnische Bürger in Kaliningrad und hat eine entsprechende diplomatische Note an den Vertreter des russischen Außenministeriums im Kaliningrader Gebiet gesandt.

Das polnische Kulturzentrum informiert, dass zwei diplomatische Noten versandt wurden, in denen die russische Seite aufgefordert wurde, Schritte zu unternehmen, um weitere Überfälle auf polnische Staatsbürger zu verhindern. Gleichzeitig wird eine Bestrafung der für die Überfälle Verantwortlichen gefordert.

„Die russische Seite informierte, dass sie eine entsprechende Information den zuständigen Organen des Innenministeriums zugeleitet habe. Ziel ist, geeignete Maßnahmen einzuleiten, die die Sicherheit der polnischen Bürger, die sich im Kaliningrader Gebiet befinden, zu gewährleisten“, - bestätigte das polnische Außenministerium.

Das polnische Generalkonsulat registriert jeden dieser Vorfälle sehr aufmerksam und wird weitere diplomatische Schritte einleiten, wenn diese Vorfälle nicht enden.

Die Verwaltung Inneres informierte über einzelne dieser Vorfälle.

Der dritte Übergriff erfolgte an einer Tankstelle. Ein 67jähriger Pole wurde verprügelt, weil er einer Gruppe russischer Jugendlicher gebeten hatte, weniger laut und weniger grob-primitiv mit Schimpfwörtern zu reden. Die von dem Polen höflich vorgetragene Bitte wurde mit Faustschlägen und Fußtritten beantwortet. Danach flüchteten die Jugendlichen.

Der erste derartige Übergriff erfolgte bereits am 21. März. Hierbei handelte es sich um den Versuch eines Raubes. Ein Mann näherte sich einem Polen und forderte von ihm 100 Euro. Dieser weigerte sich das Geld zu übergeben und versuchte zu flüchten. Der Mann schoss dann auf die Autoreifen.

Ein nächster Fall ereignete sich in Tschernjachowsk. Dort erhielt ein Pole Schläge, weil er eine Gruppe Jugendlicher gebeten hatte, leiser zu sprechen.

Alle Betroffenen haben sich nach ihrer Rückkehr an die polnische Polizei gewandt. Nach russischer Gesetzgebung droht den Schuldigen für die Übergriffe eine Strafe von drei bis 15 Jahren Freiheitsentzug.

Die polnischen Ermittlungsbehörden haben bisher noch nicht entschieden, ob sie jeden Fall als Einzelfall oder als Gesamtvorgang bearbeiten müssen. Der Kaliningrader Polizei sind alle Jugendlichen bekannt – sie haben auch in der Vergangenheit bereits gegen Gesetze verstoßen.

 

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Generalkonsulat, Polen

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