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Putin: Kaliningrader Gebiet ist ab sofort unabhängig

Mi, 09 Jan 2019 Politik & Gesellschaft


Putin: Kaliningrader Gebiet ist ab sofort unabhängig
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Der russische Präsident Putin hat sich am Dienstag zu einem Arbeitsbesuch in Kaliningrad aufgehalten. Wichtigste Themen waren die Energiesicherheit des Gebietes und die Einrichtung eines Kultur- und Bildungszentrums.

Während seines Aufenthaltes in Kaliningrad erklärte der russische Präsident Putin, dass Kaliningrad ab sofort unabhängig ist – allerdings bezog sich seine Äußerung auf die Loslösung aus der bisherigen Abhängigkeit von Litauen und Weißrussland im Zusammenhang mit der Gasversorgung. Nach den immer wieder geäußerten Blockadedrohungen der Kaliningrader Nachbarn und dem Beschluss der baltischen Staaten, aus dem gemeinsamen Energieverbund auszusteigen, hatte Russland im beschleunigtem Tempo an der Energiesicherheit des Kaliningrader Gebietes gearbeitet. Und so konnte Präsident Putin am Dienstag den neuen schwimmenden Komplex für Flüssiggas und die unterirdische komplexe Speicheranlage für Gas einweihen und machte mit einem Knopfdruck Kaliningrad unabhängig von seinen Nachbarn.

Die Verträge zum Gastransit sind noch bis zum Jahre 2025 gültig und Russland ist verpflichtet – so die Aussagen litauischer Verantwortlicher – für den Transit zu bezahlen, egal ob er durchgeführt wurde oder nicht. Das Problem für Russland bestand wohl aber nie in der Frage des Geldes für Transitleistungen, sondern das Problem bestand in der Erpressbarkeit für Kaliningrad durch die baltischen Staaten. Diese Möglichkeit ist nun ab sofort nicht mehr gegeben. Sollte es zur Energieblockade kommen, so kann Kaliningrad sich im vollen Umfang selber versorgen.

Da Flüssiggas immer teurer ist, als das normale Gas, hat Präsident Putin am Dienstag in Kaliningrad angewiesen, dass die Verantwortlichen in kürzester Zeit alle Berechnungen so zu gestalten haben, dass der Kaliningrader Endverbraucher keinerlei Mehrkosten für die Nutzung von Flüssiggas zu spüren bekommt. Der Chef von Gasprom Alexej Miller war ebenfalls in Kaliningrad anwesend und hat die Aufgabe vom Präsidenten direkt entgegengenommen.

Im weiteren beschäftigte sich der russische Präsident mit dem Kultur- und Bildungszentrum, welches auf der Kaliningrader Oktoberinsel, in unmittelbarer Nähe zum neuen Fußballstadion, für die Summe von 25 Mrd. Rubel errichtet werden soll. Er äußerte, dass mit dem Bau dieses Zentrums, sich das Leben in der Region kardinal verändern wird. Neben der Organisation und Durchführung kultureller Ereignisse, an denen die besten und bekanntesten Künstler Russlands teilnehmen werden, besteht die Hauptaufgabe des Zentrums in der Bildung und Ausbildung. Für das reibungslose Funktionieren sind hochqualifizierte Spezialisten gefordert. Diese werden nicht von Einrichtungen des Gebietes abgezogen. Russland wird diese Spezialisten Kaliningrad aus dem Mutterland zur Verfügung stellen – so der Präsident. Weiterhin werden die bisherigen kulturellen Einrichtungen in Kaliningrad natürlich nicht an Bedeutung verlieren. Sie sind und bleiben ein ganz normaler Bestandteil der Kaliningrader Kultur.

Bekannt wurde, dass die Finanzierung des Zentrums durch RosNeftGas erfolgt. Die Gelder sind aus dem Verkauf von Gas erwirtschaftet und stehen zur Verfügung. Mit dem Bau des Komplexes wird sich eine Firma von Arkadi Rotenberg beschäftigen, der bereits die Krim-Brücke errichtet hatte.

 

Der Kultur- und Bildungskomplex auf der Oktoberinsel wird eine Filiale des Bolschoi-Theaters aufnehmen, sowie Filialen der Ermitage, der Tretjakow-Galerie und des Russischen Museums. Weiterhin wird eine Choreographenschule mit angeschlossenem Internat gebaut.

Wie der anwesende Direktor der Tretjakow-Galerie kommentierte, gibt es gegenwärtig in Kaliningrad nur sehr wenige Orte, wo man sich ernsthaft mit Kultur vertraut machen kann. Es fehlen Ausstellungsflächen für ständige Ausstellungen.

Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass man im neuen Kultur- und Bildungszentrum auch ausländische Studenten ausbilden werde. Insbesondere dachte der Gouverneur hierbei an Studenten aus den baltischen Staaten, Polen und Deutschland.

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Präsident, Stadtentwicklung

   Kommentare ( 2 )

Steffen Görlich Veröffentlicht: 9. Januar 2019 10:20:33

So kunstbegeistert, wie die Russen sind, werden diese neuen Einrichtungen ein grosser Erfolg. Und auch für uns Besucher wird es eine grosssrtige Sache werden. Und ich hoffe auch, dass es die Menschen zusammenbringt. So kann man dann am Mittwoch, wenn es auch mit dem elektronischen Visum klappt, sagen, am Sonntag fahre ich in die Tretjakovka.
Schön, dass es auch mit dem Portal weitergeht. Vielleicht nochmal den Spendenlink etwas auffälliger platzieren, für die, die auch so empfinden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Januar 2019 10:45:07

... mit dem elektronischen Visum ... also da bin ich zu 99,9 Prozent überzeugt. Es bleibt nur abzuwarten, wie das Gesetz hierzu bestimmte "Einzelheiten" regelt. Aber ansonsten geben viele Dinge hier vor Ort Anlass zu Optimismus. Es muss eben nur rechtzeitig in deutscher Sprache kommuniziert werden, dass das Bolschoi-Theater in Kaliningrad am Samstag .... damit man am Mittwoch noch schnell das elektronische Visum beantragen kann.

Was die Spendeninformation anbelangt ... ja, habe ich ein wenig vernachlässigt und nur in den Videobeiträgen ab und zu mal platziert. Schau´n wir mal ...

Hauke Veröffentlicht: 9. Januar 2019 15:57:29

Na bitte!
Da geht es den Kaliningradern besser als den Königsbergern.
Beide sind bzw. waren eingeschlossen.

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