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Rechte der Ausländer in der russischen Armee werden eingegrenzt

Mi, 05 Jun 2019 Politik & Gesellschaft


Rechte der Ausländer in der russischen Armee werden eingegrenzt
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Bis vor wenigen Jahren war es überhaupt nicht möglich, ja unvorstellbar, dass Ausländer in der russischen Armee dienen. Für Ausländer sind sogar die Kasernentore besonders undurchlässig. Und wer versucht, als Ausländer Kasernentore zu fotografieren, muss damit rechnen, dass man Fragen an ihn hat.

Aber dann kam plötzlich ein Gesetz, ich glaube es war im Jahre 2003, unterzeichnet vom russischen Präsidenten, welches es Ausländern ermöglicht, in der russischen Armee zu dienen. Ab 2015 durften Ausländer sogar zu Kampfhandlungen hinzugezogen werden. Dienen durften Ausländer im Alter von 18-30 Jahren.

Und der Ausländer der diente, musste einen Vertrag abschließen. Wenn der Vertrag auslief und der Entlassungskandidat es in der russischen Armee toll fand, so konnte er einen weiteren Vertrag abschließen – unzählig oft.

Und dem hat der russische Präsident in einem neuen Gesetz einen Riegel vorgeschoben. Ein Ausländer darf nur einmalig in der russischen Armee dienen und muss sich somit gleich zu Anfang seiner Karriere als russischer Soldat, Matrose, Sergeant, Hauptfeldwebel oder Rettungsspezialist für den richtigen Zeitraum entschließen.

Warum diese Korrektur getroffen wurde, geht aus den Meldungen der russischen Medien nicht hervor. Aber vermutlich geht es darum, dass man aus der Zeitdauer des Vertrages natürlich besser ableiten kann, an welcher Stelle der Ausländer am besten eingesetzt werden kann. Will der Ausländer nur ein Jahr dienen, so ist sein Einsatzort vielleicht die Toilette des Divisionskommandeurs zu bewachen. Dient er fünf Jahre, so kann man ihn sicherlich als LKW-Fahrer oder als Artillerist ausbilden, der die richtige Granate zur richtigen Kanone tragen darf.

Der russische Präsident Putin will die Wehrpflicht generell abschaffen. Alle Aktivitäten gehen in diese Richtung. Der Anteil der Vertragssoldaten ist bereits höher als die Anzahl der Wehrpflichtigen. Russlands Armee wird moderner und für die Bedienung hochkomplexer Waffensysteme werden hochqualifizierte Spezialisten benötigt und diese sollten, neben der Ausbildung von 3 bis 5 Jahren, noch mindestens weitere 5-7 Jahre in der Armee dem Vaterland dienen.

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