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Rossiskaja Gaseta kommentiert geheime Militärmanöver in Kaliningrad

Mi, 17 Dez 2014 Politik & Gesellschaft


Rossiskaja Gaseta kommentiert geheime Militärmanöver in Kaliningrad

Erst am Dienstag wurde bekannt, dass in Kaliningrad 5tägige Militärmanöver stattgefunden haben. Dieses Manöver wurde nicht bekanntgegeben und war auch nicht geplant.

Die militärische Sicherheit der westlichen Exklave Russlands wird nach mehreren Kriterien beurteilt. Während der geheim gehaltenen Manöver war in erster Linie für das Oberkommando interessant zu erfahren, wie effektiv die Truppen während einer Spannungsperiode handeln und wie die auf dem Kaliningrader Gebiet befindlichen Stäbe notwendige Entscheidungen fällen.

Erstmals wurde auch durch die Führung der russischen Armee die geheime Überführung von großen Truppenteilen, einschließlich dazugehöriger Technik getestet.

Da es keinerlei Reaktionen der NATO gegeben hat, geht die russische Militärführung davon aus, dass es gelungen ist, die geheime Verlegung so zu gestalten, dass weder die normale NATO-Aufklärung, noch Spionagesatelliten westlicher Staaten etwas bemerkt haben. Somit wird die Übung als erfolgreich eingestuft.

Die regierungsnahe russische Zeitung bemerkt weiterhin in ihrem Kommentar, dass es sich wirklich um eine sehr große Militäroperation gehandelt habe. Nach Informationen aus dem Generalstab haben bis zu 9.000 Soldaten und 642 Technikeinheiten, davon 250 Panzer und Panzerspähwagen, 100 Artillerieeinheiten und reaktive Werfer, sowie 55 Schiffe und 41 Flugobjekte teilgenommen.

Durch den Generalstab in Moskau wurde am 5. Dezember um 7.00 Uhr Gefechtsalarm für die im Militärbezirk WEST dislozierten Truppen ausgelöst. Im weiteren handelten die Truppen entsprechend der gegebenen Instruktionen und unter Beachtung von Einschränkungen, die durch internationale Verpflichtungen Russland zu beachten hat. In den Gefechtsalarm waren Führungsorgane des Militärbezirkes WEST, der Ostseeflotte, der Luftlandetruppen und der militärischen Lufttransportflotte einbezogen.

Innerhalb sehr kurzer Zeit wurde in Kaliningrad eine Militärgruppierung unter Einbeziehung vieler Waffengattungen und Teilstreitkräfte geschaffen. Im Verlaufe von zwei Tagen wurden durch die Flotte und die Transportfliegerkräfte zwei Armeebrigaden nach Kaliningrad verlegt, sowie ein Luftlandeverband.

Weiterhin wurden in der Nähe der Stadt Kaliningrad Einheiten der Luftabwehr mit dem Raketenkomplex „Iskander-M“ disloziert.

Im Bestand der in Kaliningrad geschaffenen operativen Militärgruppierung befanden sich Raketentruppenteile und Artillerieeinheiten, Mot.-schützen, Fallschirmjäger und Seelandetruppen. Weiterhin fungierten Aufklärungs- und Nachrichteneinheiten sowie Logistiktruppen. Ergänzt wurde die Militärgruppierung durch Transportflugzeuge, Hubschrauber, Kampfschiffe und Hilfsschiffe der Ostseeflotte.

Im Verlaufe der Übung kam es zu Gefechtsschießen und zu Maßnahmen der Luftabwehr. Es wurde der Schutz von wichtigen militärischen und staatlichen Objekten trainiert. Geübt wurde auch die Luftunterstützung von Operationen der Bodentruppen. Die Ostseeflotte trainierte Gefechte auf offener See, den Schutz der Staatsgrenze über und unter Wasser und den Schutz der zivilen Schifffahrt.

Alle Truppen befinden sich jetzt wieder in ihren ständigen Dislozierungsorten.

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