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Russisch-Orthodoxe Kirche bleibt beim NEIN.

Mo, 09 Jul 2018 Politik & Gesellschaft


Russisch-Orthodoxe Kirche bleibt beim NEIN.

In diesem Jahr jährt sich der 100. Jahrestag der Erschießung der russischen Zarenfamilie. Die Russisch-Orthodoxe Kirche weigert sich, auch zu diesem Anlass, die Echtheit der sterblichen Überreste der Zarenfamilie anzuerkennen.

Der Streit um die Echtheit der aufgefundenen sterblichen Überreste der Zarenfamilie währt nun schon fast zwei Jahrzehnte. Die Russisch-Orthodoxe Kirche bestreitet die Echtheit der aufgefundenen Sterblichen Überreste vehement. Auch gibt es eine Reihe von Wissenschaftlern, die die Echtheit anzweifeln. Die, Anfang der 90er Jahre erstellte Expertise zu den aufgefundenen sterblichen Überresten, gibt ebenfalls keine eindeutige Antwort. Erst vor Kurzem wurde diese vollständig veröffentlicht und die interessierte Öffentlichkeit erfuhr, dass in dieser staatlichen Expertise im wesentlichen nur in der Möglichkeitsform gesprochen wurde.

Ein Vertreter der Kirche kommentierte, dass die gegenwärtig wieder laufenden Untersuchungen abgeschlossen werden müssen, bevor die Kirche dann Stellung bezieht. Die Kirche wird sich in ihrer Entscheidung nur von objektiven Resultaten leiten lassen und nicht durch irgendwelche Jahrestage eine nicht richtige Entscheidung treffen. Die Kirche habe in dieser Angelegenheit nicht das Recht sich zu irren.

Die russische Zarenfamilie wurde 1918 in Jekaterinburg erschossen. Anfang der 90er Jahre wurden sterbliche Überreste entdeckt und seitdem geht man davon aus, dass es sich um die Zarenfamilie handelt. Im Jahre 1998 wurden die sterblichen Überreste in der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg beigesetzt.

Im September 2015 wurden durch das russische Untersuchungskomitee die Ermittlung im Mordfall der Zarenfamilie wieder aufgenommen und es erfolgte eine Exhumierung. Am 27. November 2017 fand eine wissenschaftliche Konferenz statt. Hier wurden neue Dokumente und Expertisen vorgestellt.

Uwe Niemeier

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