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Russische Staatsduma zu Angela Merkel und heißen Kartoffeln

Di, 01 Sep 2015 Politik & Gesellschaft


Russische Staatsduma zu Angela Merkel und heißen Kartoffeln

Die russische Staatsduma vertritt die Ansicht, dass Russland nicht die Absicht habe, heiße Kartoffeln für andere aus dem Feuer zu holen und nimmt damit Bezug auf Äußerungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte eine Erklärung abgegeben, dass Deutschland bemüht ist ein konstruktives Verhältnis zu Russland zu erhalten, aber die Zeit nicht reif ist, um die verhängten Sanktionen aufzuheben.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei „Einiges Russland“ in der Staatsduma Franz Klinzewitsch nannte diese Bemühungen der BRD eine Utopie.

„Wir wünschen partnerschaftliche Beziehungen mit Russland, wir haben auch so schon viele internationale Probleme“, - so Merkel. Nach ihren Worten könnte Russland zum Beispiel eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Konfliktes in Syrien spielen, aber deshalb kann Deutschland trotzdem die Sanktionen nicht aufheben, weil politische Gründe dagegen sprechen. Gleichzeitig bekannte Frau Merkel aber auch, dass von diesen Sanktionen gegen Russland eine Reihe von Firmen Schaden erleide.

„Gute partnerschaftliche Verhältnisse zu Russland zu wünschen, worüber ständig die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht und gleichzeitig die Sanktionen gegen unser Land aufrecht zu erhalten, - das ist eine Utopie in Potenz", – so Klinzewitsch vor Journalisten. Russland wird – nach seinen Worten – dem Westen nicht entgegenkommen, zum Beispiel Einfluss auf die Lösung des iranischen Atomproblems nehmen, oder auf syrische Probleme regulierend einwirken oder dem Terrorismus in der Welt entgegen wirken.

„Es wird sich der kräftig irren der meint, dass partnerschaftliche Beziehungen getrennt von den Sanktionen betrachtet werden können. In diesen Fragen will der Westen mit Russland zusammen arbeiten, weil es für ihn von Vorteil ist, bei anderen Fragen will er das nicht. Wir haben nicht die Absicht für irgendjemand die heißen Kartoffeln aus dem Feuer zu holen. Politik ist keine Einbahnstraße.“, - so Klinzewitsch abschließend.

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Deutsches, Duma

   Kommentare ( 8 )

Hausmann Veröffentlicht: 1. September 2015 01:15:37

Kleines Rätsel: Kennt eigentlich noch jemand (ohne Nachgucken!) den damaligen Anlaß der EU-Sanktionen oder (ähnlich überzeugend) die damalige "Begründung" der deutschen Energiewende? Makulatur.

Manfred Veröffentlicht: 1. September 2015 08:14:52

Nach Merkels Kopf sind Zuckerbrot und Peitsche gleichzeitig anzuwenden. Einer ihrer größten Irrtümer.

Regul Veröffentlicht: 1. September 2015 09:22:46

Sehr geehrter Herr Niemeier,

die Worte der Bundeskanzlerin erachte ich als 'Schall und Rauch' und sind wahrscheinlich als reine Polemik zu werten. Geschäfte möchte man schon mit Russland machen, aber gleichzeitig die Sanktionen aufrecht halten. Das hat nichts mit Partnerschaft zu tun, sondern folgt einer Politik, die schon im zweiten Weltkrieg den Leitfaden für den eigenen Untergang dargestellt hat. So etwas kann man nicht mehr ernst nehmen.

Gute Zeit!

pazi Veröffentlicht: 1. September 2015 14:02:15

Bei uns nennt man solche Aussagen "dummdreist", aber dumm ist sie keinesfalls.
- sie benutzt, wofür sie schon in der DDR zuständig war, Agitation und Propaganda im Sinne ihres Auftraggebers aus Übersee und ihrer deutschen Lobbyisten.
- mit ähnlichen Sprüchen kann sie zum Teil immer noch überzeugen, im In- und Ausland.
- mit Russland scheint es nicht so gut zu funktionieren.

alphabetta Veröffentlicht: 1. September 2015 16:21:52

Frau Merkel ist nicht imstande, irgendetwas zu äußern, was einem US-amerikanischen Präsidenten Antstoß geben könnte. So tun das Politiker halt, die fremden Geheimdiensten die Erlaubnis geben, die Grundrechte der eigenen Bürger dauerhaft außer Kraft zu setzen.

Ihr Amtseid, der sie verpflichtet "dem Wohle des deutschen Volkes" zu dienen, ist dagegen reine Makulatur.

Geht-Doch Veröffentlicht: 1. September 2015 16:51:53

Für die auf Höflichkeit bedachten Russen recht harsche Worte - aber immer noch zu lasch, viel zu lasch.

"...aber deshalb kann Deutschland trotzdem die Sanktionen nicht aufheben, weil politische Gründe dagegen sprechen."

Das könnte man ja fast als Hilfeschrei interpretieren, im Sinne von: Ich würde ja so gerne die Sanktionen aufheben und mit Rußland zusammen gutes für unsere Völker tun, aber die usa haben es verboten und ich habe Angst mich dagegen zu wehren. BITTE HELFT MIR DOCH! - ihr lieben Russen.

Geht-Doch Veröffentlicht: 2. September 2015 15:29:04

alphabetta

"Ihr Amtseid, der sie verpflichtet "dem Wohle des deutschen Volkes" zu dienen, ist dagegen reine Makulatur."

Das siehst Du eben aus deiner beschränkte Volkssicht völlig falsch. Du weißt ja gar nicht was für Dich, daß Volk Wohl ist. Das weiß Merkel doch viel besser. Hungern z.B. ist gut für das Volkswohl. Schon in der Bibel steht, einen Tag in der Woche sollst du fasten. Und, tust Du das? Eben, also muß Merkel dafür sorgen.

griepswoolder Veröffentlicht: 2. September 2015 20:35:50

Ist doch gut, was Merkel gesagt hat. Wenn demnächst mal wieder deutsche Firmen die Aufhebung der Gegensanktionen von Russland begehren, kann man ihnen mitteilen, das das die deutsche Kanzlerin der Meinung ist, das die Zeit dafür nicht reif ist nicht möchte...

Ein Werftenverbund in Nordostdeutschland braucht sich auch nicht mehr um Aufträge aus Russland kümmern, sondern nur noch um den Abbau von Arbeitskräften...

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