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Russland plant neue Migrationspolitik

Fr, 15 Mär 2019 Politik & Gesellschaft


Russland plant neue Migrationspolitik
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Es ist für alle sichtbar – die russische Bevölkerungsentwicklung stagniert. Deshalb plant Russland nun einen geförderten Migrationszuzug aus russischsprachigen Nachbarländern.

Um diesen Zuzug von Ausländern aus ehemaligen Sowjetrepubliken effektiv zu organisieren, wurde eine spezielle Struktur geschaffen. Diese hat die Aufgabe, bis zum Jahre 2025 fünf bis zehn Millionen Menschen für einen Zuzug nach Russland zu gewinnen. Ansprechen will man insbesondere Bürger aus der Ukraine, Kasachstan, Usbekistan und Moldawien.

Die neue Struktur, die sich mit dieser Frage beschäftigen wird, umfasst 24 Beamte, die aus verschiedenen Ministerien delegiert worden sind und Duma-Abgeordnete. Chef der Struktur ist der Leiter der Verwaltung des Präsidenten für die konstitutionellen Bürgerrechte.

Allerdings, so wird in Medienbeiträgen bereits kommentiert, kann es zu neuen Problemen im Rahmen dieser Zuzugspolitik kommen. So gibt es in Kaliningrad bereits wieder Wartelisten auf einen Kindergartenplatz. Der Zuzug von Migranten mit Kindern nach Kaliningrad ist groß und mit dem Bau neuer Kindergärten kommt man nicht so schnell voran, wie notwendig. Weiterhin gibt es Probleme beim Erhalt einer Arbeitsgenehmigung. Es bilden sich schon jetzt große Schlangen und es kam in Kaliningrad zu Schlägereien in diesen Wartekollektiven.

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   Kommentare ( 2 )

Georg Veröffentlicht: 15. März 2019 23:43:07

Nach meinem Wissen gibt es in Kaliningrad keinen attraktiven Arbeitsmarkt, vorallem bei jungen Leuten schaut die Zukunft recht düster aus. Das wird sich mit den Migranten sicherlich noch verschärfen. Ausreichende Plätze in den Kindergärten hat es noch nie gegeben und mich würde mal interessieren, ob es im Schulwesen immer noch einen Schichtbetrieb gibt. Davon hatte ich übrigens das erste Mal gehört, als ich meine Frau kennenlernte.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 15. März 2019 23:57:04

... Sie sind nicht richtig informiert. Kaliningrad sucht händeringend nach Arbeitskräften. In Vorbereitung des Beitrages "Caritas" bringe ich Ihnen die genaue Statistik derjenigen, die arbeitssuchend sind und dem Angebot an offenen Stellen. Mit Stand 01.02.19 gab es 3.738 Arbeitssuchende und 15.069 offene Stellen.

Wartelisten auf einen Kindergartenplatz gibt es seit 2015 nicht mehr. Es wurde sehr intensiv gebaut. Alleine in diesem Jahr werden vier weitere Kindergärten eröffnet. Es kann sein, dass man im ersten Jahr nicht unbedingt einen Kindergartenplatz in unmittelbarer Wohnungsnähe bekommt, sondern zum nächsten Kindergarten fahren muss. Das wird dann aber im zweiten Jahr korrigiert. Somit sind die im Artikel erwähnten neuen Wartelisten sehr temporär.

Im Schulwesen gibt es nach wie vor den Zwei-Schicht-Betrieb. Das hängt damit zusammen, dass es nicht ausreichende Schulgebäude gibt. In Kaliningrad wird, nachdem das Programm des Baus von Kindergärten im wesentlichen abgeschlossen ist, jetzt in großer Anzahl neue Schulen gebaut. Es ist davon auszugehen, dass das Problem des Schicht-Unterrichts in den kommenden fünf Jahren erledigt sein wird.

Georg Veröffentlicht: 16. März 2019 02:59:56

Sie wissen immer eine Antwort, aber ich habe Informationen aus 1. Hand, die das Gegenteil bezeugen und was meinen Sie, wen ich Glauben schenke? Einer russisch fundierten Statistik oder Propaganda bestimmt nicht. Wissen Sie eigentlich, welchen Aufwand es bedarf, sich arbeitslos zu melden, um dann für ein Jahr lächerliche 3000 Rubel monatl. zu bekommen, da verzichten die Meisten.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. März 2019 07:17:39

... Sie haben Recht. Ich habe auf fast alles eine Antwort. So wie Sie auf jeden Beitrag hier im Portal einen grundsätzlich negativen Kommentar, fußend auf Informationen aus "Erster Hand" haben. Sie können mir glauben, Sie können es auch sein lassen. Ich habe in der Zwischenzeit bereits verstanden, dass die Russische Föderation in Ihren Augen ein "Gebilde" ist, in dem alle Schlechtigkeiten dieser Welt vereint sind. Leben Sie in Ihrer Welt, ich lebe in der russischen Wirklichkeit. Ihnen geht es gut, mir geht es auch nicht schlecht.

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