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Schwere Zeiten für Informations-Aggregatoren

Sa, 09 Jun 2018 Politik & Gesellschaft


Schwere Zeiten für Informations-Aggregatoren

Informations-Aggregatoren nennt man in Russland diejenigen, die Informationsagenturen betreiben und aus der Vielzahl der Informationsangebote russischer Medien, Wichtiges und Interessantes subjektiv herausfiltern, um sie dem Konsumenten dann in geeigneter Form wieder anzubieten. Schwere Zeiten gibt es jedes Wochenende.

Die schweren Zeiten beginnen eigentlich schon am Freitag, wenn die Nachrichtenflut merklich nachlässt und sich wohl die hauptamtlichen Medien schon langsam in das Wochenende verabschieden. Dann finden die Aggregatoren nur mit Mühe Dinge, um sie ihren Lesern anzubieten. Der Samstag wird dann noch schlimmer und Sonntag ist die absolute Informationskatastrophe.

Und unsere Informationsagentur durchlebt diese zyklischen Katastrophen nun schon seit 2012 jedes Wochenende.

Trotzdem haben wir für Sie heute noch ein Thema gefunden – denn heute ist offizieller Arbeitstag in Russland. Am kommenden Dienstag ist Feiertag und Russland hat sich entschieden, am heutigen Samstag zu arbeiten und dafür Sonntag bis Dienstag zu feiern.

Und somit können wir heute über Ansichten des Chefurologen des Kaliningrader Gebietes Waleri Popow berichten, der in einem Radiointerview mit „Komsomolskaja Prawda“ meint, dass selbst verheiratete Männer sich nur noch selten mit Sex beschäftigen.

Er hat herausgefunden, dass in der jetzigen Zeit die Russen sich immer weniger mit Sex beschäftigen. Die Leute sitzen meistens vor dem Computer und schauen ins Internet. Und jeder ist mit seinen Angelegenheiten beschäftigt. Und es gibt immer weniger menschliche Nähe, sogar unter den Verheirateten. „Wir sind alle nur noch auf uns selbst fixiert, auf die eigene Karriere“, - meint der Urologe. „ICH komme nach Hause, ICH bin abgespannt, MICH regt mein Chef auf“, - fasst der Urologe die männliche Selbstfixierung zusammen. Und bei den Frauen kann man die Selbstfixierung mit dem Satz: „Ich habe Kopfschmerzen“, widergeben, - so Popow.

Trotzdem sich die Russen immer weniger mit Sex beschäftigen, sind aber, nach einer früheren Umfrage, doch immerhin sechs (oder auch sex) Prozent dazu bereit, wenn sie dadurch ein besseres Gehalt oder andere Privilegien auf Arbeit erhalten können.

Uwe Niemeier

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Alltägliches, Gesellschaft

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