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Sicherheitsdienst FSB verhaftet Informanten in der „Skripal“-Angelegenheit

Di, 30 Okt 2018 Politik & Gesellschaft


Sicherheitsdienst FSB verhaftet Informanten in der „Skripal“-Angelegenheit
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

„Kommersant“ zitiert die Informationsagentur „Rosbalt“ mit der Nachricht, dass der russische Sicherheitsdienst FSB den Informanten verhaftet hat, der den Medien Angaben über die Bürger Alexander Petrow und Ruslan Baschirow übergeben hat. Diese werden von Großbritannien beschuldigt, den Giftanschlag auf die Skipals durchgeführt zu haben.

Der Informant ist ein Mitarbeiter des Grenzdienstes des russischen Sicherheitsdienstes FSB in der Nord-West-Region (St. Petersburg). Eine weitere Person, die Informationen lieferte, ist Angehöriger des russischen Steuerdienstes. Beide Personen wurden direkt an ihrem Arbeitsplatz verhaftet.

Der Mitarbeiter des Grenzdienstes wird beschuldigt, die Informationen geliefert zu haben, die den Grenzübertritt der beiden russischen genannten, sowie einer Reihe anderer Bürger, belegen.

Gefunden wurde der Mitarbeiter der Grenztruppen im Rahmen einer großangelegten Kontrolle von Privatdetektiven sowie einer Überprüfung all derjenigen, die sich mit dem illegalen Verkauf von Informationen aus geschlossenen Datenbanken beschäftigen.

In die Ermittlungen waren zwei Bereiche des FSB einbezogen, die innerhalb kürzester Zeit 60 Haussuchungen durchführten. Im Ergebnis dieser Hausdurchsuchungen wurde eine Vielzahl von Strafverfahren eingeleitet. Alle diese Ereignisse hatten jedoch nichts mit den beiden Russen Petrow und Baschirow zu tun, sondern sind nur ein sogenanntes „Abfallprodukt“ bei den Ermittlungen gewesen.

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow zeigte sich über die Verhaftung nicht im Bilde.

Verantwortliche Personen in Russland hatten erklärt, dass man diejenigen finden werde, die Informationen dieser Art an die Medien liefern. Sie wird die volle Härte des Gesetzes treffen. Da es sich bei einem der beiden Verhafteten auch noch um einen FSB-Mitarbeiter handelt, wird es sicher noch einen Bonus zum normalen Gerichtsurteil geben.

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FSB

   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 30. Oktober 2018 21:24:12

Für diesen traurigen Umstand, der Käuflichkeit solcher Mitarbeiter der staatlichen Behörden wenigstens die gute Nachricht, daß diese Subjekte (hätte man früher gesagt) nun erst einmal eine wohl sehr lange Zeit haben werden, über ihren Verrat und den nun wohl futschikato - Judaslohn nachzudenken.
Wie mögen sich die Familien, anderen Angehörigen und Freunde fühlen, mit solch einem Strolch zusammen gelebt zu haben.
Ich nehme mal an, daß im Gefolge dieses Ermittlungsverfahrens wohl noch weitere "Maßnahmen" sich ergeben werden.
Daß die Namen der Beiden über die "Medien" bekannt gemacht wurden, ist doch ein Trick der "Legalisierung" inoffizieller, also geheimdienstlicher Beweismittel, die gerichtlich ansonsten nicht verwertbar sind.

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