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Tschechischer Präsident verbittet sich in scharfer Form die US-Bevormundung

Mo, 06 Apr 2015 Politik & Gesellschaft


Tschechischer Präsident verbittet sich in scharfer Form die US-Bevormundung

Der tschechische Präsident Milosch Seman hat sich die Bevormundung der USA verbeten und ein Treffen mit dem amerikanischen Botschafter abgelehnt.

Der tschechische Präsident Milosch Seman hat auf die Kritik des amerikanischen Botschafters hinsichtlich seiner Teilnahme an der Siegesfeier am 9. Mai 2015 in Moskau reagiert.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass der tschechische Botschafter in Washington dem amerikanischen Präsidenten Ratschläge erteilt, wo er hinfahren und wo er nicht hinfahren soll. Und ich gestatte es auch keinem Botschafter sich mit irgendwelchen Ratschlägen in meine geplanten Auslandsreisen einzumischen“, - so der tschechische Präsident.

„Ich fürchte, dass noch dieser Erklärung für den amerikanischen Botschafter die Tür zur Residenz des tschechischen Präsidenten“ geschlossen bleibt“, - ergänzte Seman weiter.

Der amerikanische Botschafter hatte in einem Interview für einen tschechischen TV-Sender Kritik an den Absichten des tschechischen Präsidenten zur Reise nach Moskau zu den Siegesfeierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg vorgebracht.

Der amerikanische Botschafter hat seine Arbeit in Tschechien erst vor fünf Monaten angetreten. Davor hatte er eine juristische Tätigkeit ausgeübt.

Mit heutigem Stand haben 25 ausländische Staatschefs ihre Teilnahme an den Feierlichkeiten in Moskau zugesagt.

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Außenpolitik

   Kommentare ( 1 )

Regul Veröffentlicht: 6. April 2015 10:59:46

Sehr geehrter Herr Niemeier,

die Tschechen, bzw. aus deutscher Sicht die Böhmen, sind und waren schon immer ein sehr eigenständiges Volk. Für mich persönlich tragen sie den wirklichen europäischen Gedanken. Sie sind nicht expansiv, freundliche Nachbarn sofern man sie in Ruhe leben lässt, pochen jedoch seit jeher auf ihre Unabhängigkeit, sind produktiv und haben ihre durchaus charmanten Eigenarten. Der derzeitige politische Zwerg aus Deutschland könnte sich durchaus ein Beispiel nehmen, wie man sich in der Welt Reputation verschafft, indem man die Nachbarn anerkennt ohne vor einem anderen Staat in die Knie zu gehen.

Ich halte es für ein Unding, dass gerade Deutschland die Feiern boykottiert, wo man trotz allem Leid die der Weltkrieg über beide Seiten gebracht hat, immer noch als möglicher Freund und Nachbar anerkannt und eingeladen wird. Ein solches Verhalten ist in meinen Augen einfach schäbig und zeugt von fehlender Souveränität.

Man kann nur ahnen, was die USA hinter den Kulissen an Druck- und Lockmitteln verwenden, um ihre eigenen Interessen mit der EU durch zu setzen. Vielleicht kann ein Blick auf Herrn Snowden ein wenig dazu beitragen...

Gute Zeit!

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