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USA sperren russische Diplomaten aus. Grund über Rolle Kaliningrads nachzudenken

Sa, 11 Mai 2019 Politik & Gesellschaft


USA sperren russische Diplomaten aus. Grund über Rolle Kaliningrads nachzudenken
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Dass die USA ihre, seit 1945 geschickt aufgebaute weltumfassende Macht und ihren weltumfassenden Einfluss nutzen, um eigene Interessen durchzusetzen ist bekannt. Die ungestraften Handlungen der USA in den vergangenen Jahren hat dies allen gezeigt. So sind die USA auch Gastland der UNO und deren Mitglieder müssten eigentlich immer Zugang zur UNO haben. Aber Sie haben es nicht.

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Hotelzimmer gebucht, reisen an, kommen zur Rezeption, verlangen den Schlüssel und anstelle des Schlüssels erhalten Sie die Hotelrechnung und Hausverbot. So ähnlich muss man sich die jetzige Situation zwischen den USA und Russland vorstellen.

Die Amerikaner beschuldigen Russland der Verletzung verschiedenster Verträge, so u.a. auch atomarer Abrüstungsverträge. Um diese Thematik zu bereden, werden verschiedene Formate genutzt, so u.a. ein spezielles Forum für die Nichtverbreitung von Atomwaffen in New York. Und die USA haben zwei russischen Diplomaten die Anreise verweigert und kein Visum ausgestellt. Die russischen Diplomaten haben also keinen Zimmerschlüssel für das Hotel bekommen.

Im russischen Außenministerium bezeichnete man die entstandene Lage als „völlig absurd“ und sie sei „völlig inakzeptabel“. Wenn die russischen Diplomaten keine Zimmerschlüssel … äh, keine Visa erhalten, dann müsse man sich ein anderes Hotel … äh, ein anderes Land suchen, wo derartige Foren stattfinden können.

Ende April war es bereits zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Die USA hatten einem Experten für Chemiewaffen, welcher Consultant des UNO-Generalsekretärs ist, die Einreise in die USA verweigert. Es war geplant, dass er am 25. April, während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates, auftreten sollte.

Und schon kommt einem Kaliningrader Lokalpatrioten in den Sinn, warum man nicht Kaliningrad zu einem internationalen Kongress- und Veranstaltungszentrum ausbauen kann? Es gibt einen Airport, dessen Landebahn Start und Landungen von Flugzeugen aller bekannten Größenordnungen erlaubt. Es gibt ab 1. Juni das elektronische Visum, also faktische Visafreiheit, dessen Teilnehmerländer beliebig ergänzt werden können. Kaliningrad baut in hohem Tempo eine Museumsinsel, nach Berliner Vorbild auf. Auf der Oktoberinsel, gleich neben dem neuen Stadion wird mit einem Aufwand von 25 Mrd. Rubel ein Kultur- und Bildungszentrum errichtet. Hier wird die Eremitage, das Russische Museum, die Tretjakow-Galerie und vieles mehr vertreten sein – kurz: neben dem Kaliningrader Zoo wird Kaliningrad in wenigen Jahren über ein attraktives Umfeld verfügen, dass sich internationale Gäste nach anstrengenden Kongressen und Besprechungen abends entspannen können.

Man sollte also darüber nachdenken, ob es nicht angebracht ist, darüber nachzudenken, die USA ein wenig von diesem Besucherstress der vielen unerwünschten Ausländer zu entlasten.

 

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