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US-Vertreterin bei der NATO fordert auf, Kaliningrad anzugreifen

Mi, 03 Okt 2018 Politik & Gesellschaft


US-Vertreterin bei der NATO fordert auf, Kaliningrad anzugreifen
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

Man sollte eigentlich davon ausgehen, dass die von den Steuergeldern der Bürger bezahlten hohen Militärs der NATO-Staaten sich Mühe geben, qualitativ gut zu arbeiten und sich nach Möglichkeit so präsentieren, dass sie ernst genommen werden, denn Krieg ist nun mal eine ernste Sache.

Aber es scheint Repräsentanten zu geben, die entweder lebensmüde sind oder die einfach des ernsten Lebens überdrüssig sind und für Spaßeinlagen in der Öffentlichkeitsarbeit sorgen wollen.

Und so hat der ständige Vertreter der USA bei der NATO erklärt, dass die USA alles unternehmen werden, um zu verhindern, dass Russland seine neuen Mittel- und Langstreckenraketen wirklich in Nutzung überführt und auf seinem Territorium stationiert.

Man werde diese Raketen liquidieren, noch bevor sie einsatzbereit sind – wird der ständige US-Vertreter bei der NATO durch Reuters zitiert.

Noch versuche man das Problem mit diplomatischen Mitteln zu lösen. Wenn aber Russland nicht einlenke, werden die USA einen Militärschlag ausführen.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, die in scharfer Zunge geübte Maria Sacharowa kommentierte, dass Russland ganz bestimmt eine Antwort geben wird. Ob damit eine verbale Antwort auf die Kriegsdrohungen der USA gemeint war oder eine Antwort in Form von Raketen Richtung NATO-Staaten, blieb in der Meldung offen.

Wenige Stunden später wurden dann die US-Raketen für den Schlag gegen Russland wieder entschärft. Zumindest wurde die US-Vertreterin bei der NATO – es ist eine Frau, ich bitte um Entschuldigung, dass ich dies im ersten Teil des Beitrages nicht richtig formuliert hatte – entschärft, denn sie erklärte, dass die USA nun doch nicht die Absicht haben, die russischen Kurz- und Mittelstreckenraketen auf russischem Territorium anzugreifen und zu liquidieren. Die USA werden einfach nur ähnliche Raketen bauen, um sie als ausgleichende Gerechtigkeit zu haben.

„Ich habe nicht über einen Präventivschlag gesprochen. Ich bin nur der Meinung, dass Russland den abgeschlossenen Vertrag einzuhalten hat. Wenn das nicht geschieht, so werden wir ähnliche Waffen entwickeln, um die USA und die NATO zu schützen. Die jetzige Situation, wo Russland Verträge verletzt, ist einfach nicht hinnehmbar“ – versuchte die Dame ihre ersten Äußerungen zu relativieren und beschuldigte damit indirekt die westlichen Nachrichtenagenturen, insbesondere REUTERS, ihre Worte falsch widergegeben zu haben.

Der Vertrag aus dem Jahre 1987, über deren Inhalt und Auslegung die USA mit Russland seit vielen Jahren streiten, gestattet es nicht, dass eine der beiden Seiten landgestützte ballistische oder Flügelraketen mit einer Mindestreichweite von 500 bis maximal 5.500 Kilometern besitzt.

Somit geht es auch um die berühmten „Iskander-Raketen“, die im Kaliningrader Gebiet stationiert sind und die eine Reichweite von 500 Kilometern haben sollen. Mit anderen Worten: Noch gestern hatte die US-Vertreterin bei der NATO gefordert, das russische Kaliningrad anzugreifen.

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