Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Wehrdienstverweigerern wird das Leben erschwert

So, 21 Apr 2013 Politik & Gesellschaft


Wehrdienstverweigerern wird das Leben erschwert

 

Das Verteidigungsministerium arbeitet an einem Gesetzentwurf welches zukünftig den Drückebergern vor dem Wehrdienst das Leben erheblich erschweren wird. Männliche Bürger im Alter bis zu 27 Jahren sind verpflichtet in Russland Wehrdienst zu leisten. Die Wehrdienstzeit beträgt 12 Monate. Es wird vorgeschlagen, den Wehrpflichtigen keinen Wehrdienstausweis zu übergeben sondern nur noch ein Dokument, welches bestätigt, das die männliche Person noch keinen Wehrdienst geleistet hat.

Foto: Wehrdienstausweis der russischen Armee

Um in Russland einen Arbeitsvertrag abzuschließen, müssen alle Männer ein Dokument des Wehrkreiskommandos vorweisen. Den zukünftigen Arbeitgebern wird es nicht gefallen, wenn der Kandidat ein Dokument vorweist, welches bestätigt, das er noch keinen Wehrdienst geleistet hat. Dieses, im Volksmund „Wolfsausweis“ genannte Dokument versperrt den jungen Männern jegliche Chancen auf eine gute Arbeit in der freien Wirtschaft und natürlich auch in staatlichen Strukturen.

Im vergangenen Jahr haben es rund 250.000 Wehrdienstpflichtige verstanden, sich in irgendeiner Weise vor den staatsbürgerlichen Pflichten zu drücken. Und 9.000 Wehrpflichte haben sich überhaupt nicht im Wehrkreiskommando gemeldet – sind also fahnenflüchtig.

Kritische Stimmen sind der Meinung, dass diese Veränderungen unnütz sind. Schon jetzt kann man an Hand des Wehrdienstausweises sehen, dass der junge Mann nicht gedient hat, denn in dem Ausweis ist nichts eingetragen. Und somit ist jedem Firmenchef und jedem Personalleiter klar, das vor ihm ein Drückeberger steht.

Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/26784-uklonistam-vmesto-voennika-hotyat-vydavat-volchij-bilet

Reklame

Föderales, Militär

   Kommentare ( 0 )

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an