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Weniger Arme in Russland, aber immer noch zu viele

Di, 11 Jun 2019 Politik & Gesellschaft


Weniger Arme in Russland, aber immer noch zu viele
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Im Jahre 2018 hat sich die Anzahl der Armen in Russland um 400.000 verringert. Das ist ein Erfolg – wenn auch ein kleiner, so die Vizepremierin der russischen Regierung Tatjana Golikowa in einem Interview mit der Zeitung „Iswestija“.

Als „arm“ gilt in Russland derjenige oder diejenige, die weniger als das offiziell fixierte Existenzminimum zum Leben zur Verfügung haben. Für das Jahr 2018 lag das föderale Existenzminimum bei 10.213 Rubel. Von Region zu Region unterscheidet sich das Existenzminimum, da jede Region das Recht hat, ihr eigenes Existenzminimum zu berechnen. Das regionale Existenzminimum darf aber nicht das föderal berechnete unterschreiten.

Im Jahre 2017 gab es 21,1 Mio. Arme in Russland. Im Jahre 2018 hat sich diese Anzahl um 400.000 verringert. Somit müssen 13,3 Prozent der russischen Bevölkerung als „arm“ bezeichnet werden.

Ein großer Teil dieser Armen sind kinderreiche Familien.

Ob sich die Anzahl im aktuellen Jahr weiter verringert, wird angezweifelt. Das russische Statistikamt hat berechnet, dass die Realeinkommen der Russen im ersten Quartal 2019 um 2,3 Prozent rückläufig waren.

Allerdings sind auch Zweifel laut geworden, ob die offiziell registrierten „Armen“ auch wirklich arm sind. Deshalb wurde durch die Regierung geplant, dass in den Jahren 2019/20 alle Betroffenen persönlich besucht werden sollen, um in persönlichen Gesprächen festzustellen, ob diese auch wirklich arm sind und wie man auf diesen Zustand Einfluss nehmen kann.

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   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 12. Juni 2019 14:06:24

Zur Zeit scheint in Rußland sowieso das "Besuchsfieber" ausgebrochen zu sein. In einigen Gegenden dieses großen Landes werden vor allem auf den Dörfern die Leute von den Mitarbeitern der Stromversorger "besucht". Die kommen gleich in Kolonne und mit Polizeibegleitung und helfen den "armen" Bewohnern die illegalen Stromkabel vom Mast ins Haus zu entfernen. Die Ärmsten hatten immer so ihre Schwierigkeiten mit dem Bezahlen und dachten sich, so ein Kabel vom Mast ins Haus, aber am Zähler vorbei, da kann man so richtig sparen.
Da wird es wohl nicht lange dauern, daß sich die Besucher abwechseln. Da wird sich wohl "lieber" Besuch mit Werkzeug von der Gasversorgung, vom Wasserwerk und von der Telefongesellschaft einstellen.
Ich konnte das gar nicht so richtig erfassen, wieviele Mrd. Rubel so an den Versorgern vorbei eingespart wurden - durch die Verbraucher natürlich.
Vor wenigen Jahren sah ich schon mal so eine Sendung über ein Zigeunerdorf in der RF. Da war Stimmung angesagt.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Juni 2019 14:09:39

... der russischen Phantasie sind auf diesem Gebiet keine Grenzen gesetzt.

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