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Zuerst Auschwitz, dann Moskau – westliches Komplott gegen ehemaligen Alliierten?

Mi, 28 Jan 2015 Politik & Gesellschaft


Zuerst Auschwitz, dann Moskau – westliches Komplott gegen ehemaligen Alliierten?

Polen ist es gelungen, das Gedenken an die Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz ohne Teilnahme des russischen Präsidenten zu organisieren. Jetzt versucht Polen die Siegesfeier in Moskau international zu boykottieren.   

Viele westliche Politiker, an der Spitze polnische Politiker, hatten sich monatelang Gedanken über ein „System“ gemacht, welches die Durchführung einer Gedenkveranstaltung zur Befreiung von Ausschwitz unter Ausschluss des russischen Präsidenten Putin möglich machte. Die Gedanken waren von „Erfolg“ gekrönt. Ein einzigartiger peinlicher Fall der Geschichte, welcher sich einreiht in die vielfachen Versuche einer Reihe westlicher Staaten und Politiker, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umzuschreiben und einen ehemaligen Alliierten, dem Alliierten, der die Hauptlast der Befreiung Europas vom deutschen Faschismus getragen hat, zu diskreditieren.

Jetzt unternimmt der polnische Präsident einen weiteren Versuch, Russland aus dem Blickfeld der Weltöffentlichkeit zu den Gedenkfeierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Sieges über den deutschen Faschismus heraus zu drängen.

Der polnische Präsident plant anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges über den Hitlerfaschismus alle europäischen Staatsoberhäupter am 8. Mai nach Polen einzuladen. Eine Gedenkveranstaltung soll auf der polnischen Westerplatte stattfinden, wo am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg begann.

„Das Datum 8. Mai ist in Russland, noch aus Zeiten der UdSSR, ein Tag des Triumphes. Nicht allen Völkern Europas hat dieser Triumph auch die Freiheit gebracht. Ein idealer Platz für einen gesamteuropäischen Reflex könnte die Westerplatte sein, das Symbol für den Beginn des Zweiten Weltkrieges“, - so der polnische Präsident Komorowski.

Im Herbst 2014 kamen erste Vorschläge in Polen auf, den Tag des Sieges (9. Mai) zu annullieren. Erste Gespräche zu Fragen der Organisation dieses neuen Feiertages in Polen wurden bereits mit den europäischen Staaten geführt.

Anmerkung UN: In Moskau wird jährlich am 9. Mai auf dem Roten Platz eine Siegesparade, anlässlich des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg und der Befreiung Europas vom deutschen Faschismus durchgeführt. Es steht die Frage, ob die europäischen Politiker und Staatsoberhäupter zeitlich die Teilnahme an beiden Veranstaltungen organisieren können oder ob diese neuen polnischen Gedanken wiederum nur ein willkommener Anlass sind, Russland auch in seinen geschichtlichen Verdiensten herabzuwürdigen. Ob all diese Dinge der Entwicklung guter gegenseitiger Beziehungen innerhalb Europas helfen kann getrost bezweifelt werden. Wieviel Porzellan werden wohl nachfolgende Politikergenerationen wieder kleben müssen, wenn die jetzige Politikergeneration abgetreten ist.

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Polen

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