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Zwangsversicherung für Halter von Kampfhunden

Do, 18 Jun 2015 Politik & Gesellschaft


Zwangsversicherung für Halter von Kampfhunden

Die zivilgesellschaftliche Vereinigung „Offiziere“ hat dem Vorsitzenden der Staatsduma ein Schreiben mit der Bitte gesandt, eine Zwangsversicherung für Kampfhunde gesetzlich beschließen zu lassen.

Die Initiative wird begründet mit der stark angewachsenen Zahl von Angriffen dieser Art von Hunden auf Menschen in Russland.

Die Opfer solcher Angriffe erhalten oftmals sehr ernsthafte Verletzungen, manchmal sogar lebensgefährliche Verletzungen und werden nicht selten zum Invaliden. Dazu kommen noch moralisch-psychologische Folgen.

Die Kampfhunde gehören zur Kategorie der gefährlichen Haustiere, die nicht nur gefährlich sind für Fremde sondern auch für deren Halter. Für diese Tiere, so die Verfasser des Briefes an die Duma, ist ein besonderer Umgang, Erziehung und besondere Verhaltensnormen erforderlich. Gegenwärtig gibt es in Russland keine Kultur des Umgangs und der Ausbildung von Hunden. Häufig finden Spaziergänge mit Hunden ohne Leine und Maulkorb statt.

Die Einführung einer Pflichtversicherung für Hundehalter gibt zumindest die Garantie der Erstattung von Kosten und Schäden die Hunde gegenüber Dritten anrichten könnten.

Gegenwärtig existieren in Russland keinerlei gesetzliche Festlegungen zur Tierhaltung dieser Art. In den Regionen gibt es örtliche Aktivitäten und Festlegungen in Einzelfällen.

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Gesellschaft

   Kommentare ( 1 )

Regul Veröffentlicht: 18. Juni 2015 14:30:46

@Hausmann
Welche Alternative ist dann für Sie praktikabel?
Sobald Menschen in einer Gemeinschaft zusammen leben, kommt es zu Ungerechtigkeiten. Sei es in der Verteilung von Ressourcen, von Arbeiten oder Verantwortung.
Regeln sind so ziemlich der einzige bekannte Weg um für alle verbindlich Kompromisse in die Tat um zu setzen bzw. Verantwortung auch rechts-verbindlich zu zu ordnen.
Auch ich würde mir eine Welt wünschen, wo keine Regeln notwendig wären, aber das ist eine Utopie. Alles andere führt nur ins Chaos und zum 'Recht des Stärkeren' aus der Steinzeit. Denn nur wenn die 'Regeln' dann buchstabengetreu ausgeführt werden müssen, dann werden Regeln unmenschlich. Ein wenig Toleranz und Freundlichkeit helfen dabei sehr, mit Regeln zurecht zu kommen.

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