Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Partisanendorf – Dorf ohne Partisanen

So, 02 Jul 2017 Publizistik


Partisanendorf – Dorf ohne Partisanen

Beginnend im Jahre 1946 wurden alle Orte im heutigen Kaliningrader Gebiet umbenannt – sie erhielten russische Bezeichnungen und manchmal regt es die Phantasie an, was sich wohl die damals Verantwortlichen bei der Vergabe von Ortsbezeichnungen gedacht haben. Ich fand unweit von Kaliningrad das Dorf „Partisanskoje“ und meine Neugier wurde geweckt.

Ständig auf der Jagd nach irgendetwas Interessantem, was ich unseren Lesern aus dem Kaliningrader Gebiet vermitteln kann – natürlich mit dem hintergründigen Gedanken, Interesse an einem Besuch unserer Region auszulösen – stieß ich irgendwann auf die Siedlung „Partisanskoje“, vermutlich abgeleitet vom Wort Partisanen. Jede Ortsbezeichnung hat aber irgendeinen Bezug zu irgendwelchen Realitäten. Umbenennungen erfolgen in der Regel auch dann, wenn sich diese Realitäten verändern. 1946 haben sich Realitäten verändert. Ich fand heraus, dass diese Siedlung bis 1947 Schönmoor hieß – vermutlich weil es dort schön war und es ein Moor gab. Aber wieso erfolgte dann die Umbenennung in „Partisanskoje“? Es gab niemals Partisanen in diesem Gebiet und 1947 schon gar nicht. Aber vielleicht wusste ich irgendetwas nicht?

Ich machte mich weiter zu diesem Ort kundig und stellte Erstaunliches fest. So wohnten im Jahre 1910 in der Siedlung 94 Menschen, 1933 waren es 329 und 1939 fiel die Einwohnerzahl auf 297 Bewohner. Derartig kleine Dörfer gab es viele in Ostpreußen und leider war es so, dass viele dieser kleinen Siedlungen nach 1945 von der Landkarte verschwanden. Sie wurden nicht neu besiedelt, Häuser verfielen, Steine wurden für andere Bauten verwendet. Aber „Schönmoor/Partisanskoje“ folgte nicht diesem Trend, denn es existierte weiter und hatte im Jahre 2012 offiziell 1.132 Einwohner. Das machte mich neugierig, was denn dieses Dorf so anziehend macht und ich entschloss mich, eine Exkursion zu machen. Ich hatte Glück, denn es gab sogar eine regelmäßige Busverbindung von Kaliningrad und die Siedlung selber liegt nur eine halbe Stunde von Kaliningrad entfernt und, was das Wichtigste war – man braucht keinerlei Genehmigungen, um dort hinzugelangen.

Foto: Exkursion mit Linienbus in Familienatmosphäre – Zentralbusbahnhof in Partisanskoje
 
Normalerweise braucht der Bus nur 30 Minuten für diese Strecke. An diesem Tag benötigte er aber fast eine Stunde. Kaliningrad bewies mal wieder sein Hauptstadtniveau – wir hatten Staus, bedingt durch Baustellen, denn bis 2018, dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Kaliningrad, sollen doch eine Reihe von Straßenproblemen beseitigt werden und deshalb wird gebuddelt und gebuddelt.

Bis zur Rückfahrt des Busses nach Kaliningrad blieben mir zwei Varianten: In 10 Minuten oder in drei Stunden. Ich entschloss mich, nachdem ich einen Rundumblick gewagt hatte, für die Rückfahrt in drei Stunden, denn das Dorf schien doch etwas größer zu sein.

Foto: Landstraße zum Partisanendorf und Hauptstraße des Dorfes ohne Partisanen
 
Also, die erste große Enttäuschung erlebte ich gleich zu Anfang. Ich traf auf einen Bewohner, der kontaktfreudig war und der mir mitteilte, dass es keine Partisanen im Dorf gäbe. Hier leben im wesentlichen Leute, die in der Tierfarm arbeiten. Ein anderer Teil der Bewohner mag einfach nicht das stickige Stadtleben und fährt lieber jeden Tag mit dem Auto nach Kaliningrad, um dort an der Mehrung des Reichtums russischer Unternehmer teilzunehmen. Abends flüchtet man dann wieder in die frische Landluft zurück.

Anstelle der fehlenden Partisanen bemerkte ich eine Unmenge von Störchen – auch typisch für das Gebiet. Man sagt, dass sich Störche dort aufhalten, wo es angenehm ist. Partisanskoje scheint dann wohl mehr als angenehm zu sein.

Foto: Storchennester überall und ein wenig altdeutsche Nostalgie
 
Der Storch auf dem altdeutschen Schornstein hatte mein Interesse geweckt – und mich dann stark verärgert. Ich dachte mir, dass es doch ein phantastisches Foto werden würde, wenn ich ihn im Moment des Starts von diesem Nest mit ausgebreiteten Schwingen fotografieren könnte. Vielleicht würde es sogar das TOP-Foto des Jahres werden und ich könnte damit ein Mörder-Geld („c“ H.P. Kerkeling) verdienen. Aber er hatte es nicht eilig. Mal stand er auf, mal setzte er sich wieder und in diesem Rhythmus bewegte auch ich meinen kleinen Fotoapparat. Also, so 15 Minuten habe ich durchgehalten, geduldig gewartet und dann meine Kamera eingesteckt. Und just in diesem Moment setzte er zum Start an … Tja, Künstlerpech, da helfen dann auch keine deutschen oder russischen Flüche …

Das Dorf ist in seiner territorialen Struktur sehr einfach. Es gibt eine „Zentralstraße“, die führt rings um das Dorf. Man schafft diese innerhalb einer Stunde abzulaufen und links und rechts mit den Dorfbewohnern zu schwatzen, ein paar Aufnahmen zu machen und einen Eindruck zu gewinnen. Und es gibt ein paar Wege, die die „Zentralstraße“ von Ost nach West und Nord nach Süd verbindet. Ich begegnete vielen Kindern und alle begrüßten den „fremden Onkel“ – ein völlig neues Kontakt-Erlebnis für mich. Allerdings waren auch nicht alle Erwachsenen in dieser Siedlung so kontaktfreudig wie die Kinder.

Ich fand, zentral im Partisanendorf gelegen, eine moderne Schule mit Sportplatz und einen modernen Kindergarten mit Kinderspielplatz und erinnerte mich, dass im Jahre 2016 mit viel TamTam gemeldet wurde, dass es keine Wartelisten mehr auf einen Kindergartenplatz gibt – schön zu sehen, dass dies nicht nur auf die Stadt Kaliningrad zutrifft, sondern auch auf kleinere Siedlungen im Gebiet.

Foto: Gelöste Sozialprobleme im Partisanendorf – Schule und Kindergarten im gepflegten Umfeld
 
Aber es gab nicht nur Schule und Kindergarten, sondern sogar ein Kulturhaus in einer Parkanlage. Ich war beeindruckt, denn es sah alles sehr gepflegt aus und auf dem Schild, neben der Eingangstür des Gebäudes, konnte ich lesen, dass hier nicht nur Kultur geboten wird, sondern das dieses Gebäude auch ein Sportzentrum beherbergt und eine Bibliothek.
 
Foto: Kultur- und Sportzentrum in einem kleinen Dorf im Kaliningrader Gebiet
 
Ganz typisch für Russland, so auch in diesem Dorf, die individuelle Landwirtschaft im kleinen Familienrahmen. Viele haben auf ihrem Grundstück kleine Gewächshäuser aufgestellt und betreiben ein wenig Viehzucht, selbst wenn es nur Hühner sind. Und mit einem kleinen Augenzwinkern habe ich gedacht, dass es wohl diesem Russen-Putin im August 2014 nicht schwergefallen ist, die landwirtschaftlichen Sanktionen gegen westeuropäische Staaten zu verhängen. Er wusste, dass die Russen ganz bestimmt nicht hungern und schon gar nicht verhungern werden.
 
Foto: Freilaufende glückliche Hühner und glücklich wachsende Tomaten und Gurken in kleinen familiären Landwirtschaften
 
Aber nicht alle Bewohner beschäftigen sich mit Landwirtschaft, um den Lebensunterhalt zu fristen. Ich fand einen Russen, der Deutschland hilft, den Markt für den Verkauf von Neufahrzeugen zu entwickeln, in dem er Altfahrzeuge in Deutschland kauft, diese nach Kaliningrad überführt und hier Menschen glücklich macht. Dass dies wohl recht erfolgreich passiert, hat er gleich an seinem Grundstückszaun kenntlich gemacht.
 
Foto: Erfolgreicher Fahrzeughändler im Im- und Export in der Partisanensiedlung
 
Den Leuten im Dorf scheint es gut zu gehen. Es wird gebaut, renoviert … überall habe ich Aktivitäten gesehen und war doch irgendwie beeindruckt.
 
Foto: Kleine Paradiese rings um den Dorfteich in einem ganz gewöhnlichen Partisanendorf im Kaliningrader Gebiet
 
Und dann fand ich noch etwas Erstaunliches – nein, eigentlich fand ich sogar zwei erstaunliche Dinge. Man ist ja in Deutschland immer davon überzeugt, dass Kaliningrad ein unterentwickeltes, vernachlässigtes, von aggressiven Militärs überschwemmtes Gebiet ist. Behauptet wird das wohl immer von Leuten, die ihr Wissen nicht durch einen Besuch vor Ort erworben haben. In diesem „unterentwickelten und vernachlässigten“ Gebiet, habe ich in diesem kleinen Dorf mit etwas mehr als 1.000 Einwohnern eine Post gefunden und einen medizinischen Stützpunkt. Ich bin zu lange weg aus Deutschland, um mir ein qualifiziertes Urteil erlauben zu können. Aber wie sieht es denn in Deutschland mit der Post und dem Gesundheitswesen auf dem Dorf aus?
 

Foto: Russische Post und Medizinischer Punkt in der 1000-Seelen-Gemeinde Partisanskoje

Und vielleicht kann ich noch eine Ergänzung machen. Ich habe dieses Dorf an einem Samstag besucht und um 16 Uhr, an diesem Samstag, arbeitete die Post und nahm Briefe an und gab Pakete aus … beeindruckend, nicht wahr? Und beeindruckend war auch, dass es überall in diesem Dorf problemlosen Internetempfang gab. Ich hatte vor kurzem eine Sendung im deutschen Fernsehen gesehen, wo über die Internet-Empfangsdichte in deutschen ländlichen Gebieten berichtet wurde. Das hörte sich nicht so optimistisch an.

Nun hatte ich mich schon zwei Stunden im Dorf bewegt und jede Menge Eindrücke gesammelt. Natürlich gab es keine Partisanen und natürlich gab es keine Sensationen – ich hatte eigentlich auch nichts von beidem erwartet. Ich wollte einfach nur mal ein ganz normales Dorf im Kaliningrader Gebiet besuchen. Und es wurde langsam Zeit, sich mal um das leibliche Wohl zu kümmern. Tja, da sah es dann nicht so gut aus, denn ein Restaurant oder Café habe ich nicht gefunden. Aber es gab einen „Tante Emma Laden“, mit vollem Warenangebot, einschließlich frischer Backware. Mit den beiden netten Verkäuferinnen habe ich einen Schwatz gemacht und den Umsatz durch Kauf von Waffeleis entwickelt. Ein paar hundert Meter weiter gab es einen Mini-Markt. Dort konnte ich einen Kaffee bestellen und leistete mir eine Pirogge. Insgesamt habe ich dafür umgerechnet 0,80 Euro auf den Tisch gepackt und bekam gratis noch ein nettes Gespräch mit dem Besitzer des Mini-Marktes dazu.
 
Foto: Ein kleines Dorf verfügt über einen traditionellen „Tante-Emma-Laden“ und einen Mini-Markt
 
Danach wollte ich noch ein wenig „Romantik“ und altdeutsches Flair tanken. Ich wusste ja, dass ich einen Artikel für deutsche Leser schreibe und die wollen sicher wissen, wieviel Deutsches denn noch in dieser Siedlung vorhanden ist. Also, ich sage es direkt: Es ist wenig da. Zu deutschen Zeiten lebten ja auch nur rund 300 Menschen in dieser Siedlung. Ja, das Gebäude der „Russischen Post“ war ein altdeutsches Gebäude und …
 
Foto: Altdeutsche Romantik in einem russischen Partisanendorf
 
… es gab auch diese altdeutschen Gebäude. Eines diente der Gewinnung von Baumaterial. Altdeutsche Ziegelsteine haben auch heute noch eine hervorragende Qualität und werden im Kaliningrader Gebiet teuer gehandelt. Und es gibt Russen, die altdeutsche Häuser renovieren. Aber es gibt auch Gebäude, wo man davor steht und mit dem Kopf schüttelt – man sieht, dass an diesem Gebäude Generationen gebaut haben: Zuerst die Deutschen und dann wurde nach 1945 angebaut und zugebaut – verwirrend diese Konstruktion. Aber so etwas sieht man eben nicht überall und man hat danach etwas zu berichten …

In völlige Romantikstimmung geriet ich auf dem Rückweg zur Bushaltestelle bei diesen Aufnahmen, die mich an Äußerungen eines ehemaligen deutschen Generalkonsuls in Kaliningrad erinnerten, der sagte: „Kaliningrad hat den Charme von Schleswig-Holstein in den 50er Jahren.“

Foto: Kaliningrad mit dem Charme von Schleswig-Holstein der 50er- Jahre
 
Und wo er Recht hat, da hat er Recht.

Ja, das war´s von meiner kleinen Reise. Rund fünf Stunden habe ich investiert für diese Abenteuerreise zu den Partisanen. Vielleicht haben auch Sie Lust bekommen, nicht nur die Standard-Touristen-Eindrücke zu gewinnen, sondern sich mal dort umzuschauen, wo das russische Leben quirlt? Seien Sie mutig – es tut nicht weh und macht sie ganz bestimmt um viele Erfahrungen und Realerlebnisse reicher. Kaufen Sie blind ein Ticket und fahren Sie bis zur Endhaltestelle und schauen, was es zu schauen gibt.

Reklame

Deutsches, Gebiet, Tourismus

   Kommentare ( 15 )

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 2. Juli 2017 10:58:20

Danke für den sehr unterhaltsamen Artikel. Bezüglich der Bilder: Schön und informativ. Sie haben die Tendenz die Kamera nach links schief zu halten, das hatte ich auch einmal. Ich benutze deshalb eine Gittermattscheibe, das half. Die meisten aktuellen Kameras können diese auch einblenden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Juli 2017 11:38:26

... meine Kamera muss man mit "Sie" anreden - wejen´s dem Alter ... Ich warte noch auf Reichtum, um mir eine neue zuzulegen und einen Fotokurs zu besuchen. Ich fotografiere nicht, ich knipse nur. Deshalb wohl auch der Linksdrall. Aber lieber links, als rechts ...

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 2. Juli 2017 12:46:59

Benötigen Sie für Ihre Arbeit etwas handliches oder eine Spiegelreflexkamera?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Juli 2017 13:07:25

... tja, wie soll ich das formulieren? Ich suche die eierlegende Wollmilchsau mit großem Objektiv, mit Riesen-Zoom und sie muss in meine Gesäßtasche passen ... Dazu möglichst einfache Bedienung - ein Knopf für alles ...

... ich quäle mich mit dieser Frage seit mindestens zwei Jahren, denn mein jetziger Knipsapparat ist mindestens zehn Jahre alt. Dazu kommen Überlegungen, zukünftig Videobeiträge zu bringen, d.h. Nachrichten zu sprechen und mit Filmen zu hinterlegen ... und ich habe keine Ahnung, wie man das macht und welche Technik hierfür am besten geeignet ist. Es gibt genügend Spezialisten hier bei uns, die ich konsultieren kann - konnte mich bisher nur nicht aufraffen, das zu tun.

.g Radeberger Veröffentlicht: 2. Juli 2017 13:20:12

Sergej Pawlowitsch Serpilin, demobilisierter Hauptmann und Kompanieführer war zu Kriegsende im Kaliningrader Gebiet als Vorsitzender des Dorfsowjets auch für das Nest Schönmoor verantwortlich eingesetzt worden.
Den Namen so einfach ins Russische übertragen wollte er nicht. Aber die Gegend erinnerte ihn an die Zeit und Gegend in den weißrussischen Wäldern, wo er als Leiter einer Partisanenabteilung gekämpft hatte, bis die Front über diese Gegend wieder westwärts hinweg gerollt war und er wieder regulärer Kompanieführer in einem Panzerregiment der Roten Armee war – bis zu seiner Verwundung in dieser Gegend.
Nun sollte er befehls- und führungsgewohnt, erst einmal für die neue Ordnung sorgen.
Aber Schönmoor? Nein! Als ehemaliger Partisan nannte er eben das Dorf „Partisanskoje“. Die Verwaltung in Kaliningrad hatte nichts dagegen. Es war ein heldenhafter Name. Also blieb es dabei.

Eine schöne Geschichte?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Juli 2017 13:44:20

... toll, woher? Ausgedacht, oder wirklich wahr?

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 2. Juli 2017 13:54:46

@Knipsapparat
Ich fahre erst einmal bis zum 25.7. in den Urlaub, danach können wir uns ggf. über eine Sachspende an das K-Domizil noch einmal unterhalten, gerne auch telefonisch. Gerade der Kameramarkt für gute Gebrauchte ist hier riesig.
Gruß aus Aurich

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Juli 2017 14:02:27

... ja, danke ... aber wie soll ich es formulieren: Ich jammere auf hohem Niveau. Wenn ich einmal wöchentlich um eine Ein-Euro-Spende bitte, so ist das eigentlich weniger, weil wir klamm bei Kasse sind, sondern eigentlich mehr, weil wir über diese Spenden unsere Akzeptanz bei den Lesern zusätzlich beurteilen können. Das ist der eigentliche Grund. Das grundsätzliche Problem des Info-Portals besteht ganz einfach darin, dass wir viel mehr machen wollen, es aber aus Zeitgründen nicht können. Hierzu gehört auch die fehlende Zeit für eine technische Qualifizierung.

.g Radeberger Veröffentlicht: 2. Juli 2017 16:49:40

... toll, woher? Ausgedacht, oder wirklich wahr?

Vor dem Hintergrund, daß es solche und ähnliche Sachverhalte auch wirklich gab, ist die geschilderte Geschichte, der Person und auch der Umbennung eine reine Erfindung von mir.
Ich finde, eine kleine nette Geschichte, wie es hätte gewesen sein können. Mehr nicht.
Schönen Sonntag noch.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Juli 2017 21:03:06

...danke nochmal. Eine schöne Ergänzung des Artikels.

Hauke Veröffentlicht: 2. Juli 2017 17:05:27

Schön, sehr schön erinnert mich an meine glückliche und behütete Kindheit.
An Flitzbogen und Höhlen bauen, an Kaninchenfutter und Entengrütze holen.
Fehlt nur noch der Pferdewagen und vielleicht kommt ja Krischahn mit den Dorfkühen
gleich um die Ecke.
Na, hoffentlich haben Sie sich von den fotografierten Hühnern frische Frühstückseier
mit genommen? Die schmecken viel besser wie die aus dem Supermarkt.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Juli 2017 21:02:13

... die Eier und andere Dinge hole ich mir beim nächsten Mal. Jetzt musste ich mich erstmal mit den Hühner anfreunden und Vertrauen aufbauen ...

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 2. Juli 2017 18:03:55

Schöner Bericht. Davon darf es mehr geben.
Zur Kamera: bei Ihren Anforderungen (Hosentasche-Superzoom) werden Sie bei einer Panasonic Lumix DMC-TZ101 landen, wenn auch die Bildqualität auf hohem Niveau sein soll wovon ich ausgehe. Nicht ganz billig aber eben "Eierlegende Wollmilchsau".

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Juli 2017 20:53:41

... danke für den Kamerahinweis. Und danke auch für den Link. Es gibt gegenwärtig viele dieser "Links". Man kommt mit dem lesen und analysieren kaum noch nach. Aber es läuft alles nach Plan ...

.g Radeberger Veröffentlicht: 2. Juli 2017 21:27:22

... Panasonic Lumix DMC-TZ101...

Das kann ich bestätigen. Auf den Zoombereich achten. Es gibt verschiedene Lumix TZ und jedes Jahr kommt eine neue Nummer raus.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Juli 2017 21:39:29

... ich habe schnell im Internet geschaut ... so um die 550 Euro - richtig?

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 2. Juli 2017 21:58:48

ja, um 550. Die TZ Panasonics mit kleineren Zahlen sind billiger, weil sie einen kleineren Sensor haben. TZ 81 etwa 350 eu, aber man muß Abstriche bei der Bildqualität machen, besonders bei Innen-, Abend- und Nachtaufnahmen- dafür hat sie mehr Zoom. Ich empfehle die 101.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Juli 2017 22:15:10

... danke. Dann schauen wir mal ...

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 3. Juli 2017 09:27:21

Oder die:
Panasonic LUMIX DMC-TZ81EG-K Travellerzoom Kamera (18,1 Megapixel, LEICA Objektiv mit 30x opt. Zoom, 4K Foto und Video, Sucher, 3-Zoll Touch-LCD) schwarz 399,01 EUR. Die soll sogar einen 30-fach optischen Zoom haben. Da lässt sich dann auch ein Gitter ins Sucherbild einblenden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 3. Juli 2017 11:31:09

... ich mache es mir jetzt einfach. Soll sich doch der Verkäufer im Laden mit mir rumquälen. Ich nenne ihm die Marke und er erzählt mir alle Vor- und Nachteile. Sollte er stottern, gehe ich in den nächsten Laden ... Ich berichte dann bei passender Gelegenheit über meine Erfolge ...

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 3. Juli 2017 17:20:34

@Sind technische Waren in Kalinigrad billiger oder teurer als in Deutschland?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 3. Juli 2017 18:11:24

... pauschal kann man das schwer sagen. Bei den wenigen Waren, wo ich bisher mal geschaut hatte (Rasierapparat, Fön, TV-Geräte, Waschmaschinen, Kühlschränke) hatte ich immer den Eindruck, als ob die Geräte in Kaliningrad billiger sind. Aber um das wirklich eindeutig beantworten zu können, muss man natürlich auch die korrekt gleiche Ware vergleichen und das ist kaum möglich. Was Fotoapparate anbelangt, so ist die Auswahl in Deutschland wesentlich größer und ich kann mir natürlich auch die Mehrwertsteuer wiedergeben lassen. Dazu kommt der Vorteil, dass in Deutschland die Garantie mindestens zwei Jahre beträgt, in Russland nur ein Jahr.

ru-moto Veröffentlicht: 6. Juli 2017 02:29:19

[Ich fotografiere nicht, ich knipse nur. Deshalb wohl auch der Linksdrall. Aber lieber links, als rechts ...]

Über das Thema Fotografieren könnte ich unendlich lange schreiben.

★ «It is easy to take a photograph, but it is harder to make a masterpiece in photography than in any other art medium.»
★ «Twelve significant photographs in any one year is a good crop.» [Ansel Adams]

• It's nice to have a degree, but... costs more in money and lost career time than it's worth
• If you don't have the eye, no schooling will teach it to you...
• If you have what it takes, you can teach yourself faster...

Auf gut Deutsch gesagt: Fotos werden von Fotografen gemacht, nicht von Kameras.

Kreative Fotografie ist keine Frage der Kamera.
Die einzige Aufgabe einer Kamera ist es, beim Fotografieren nicht hinderlich zu sein.

★ Eine Kamera fängt deine Phantasie ein. Keine Phantasie, kein Bild - nur Müll.

"Image" (Bild) kommt von "imagination" (Phantasie, Vorstellungskraft).

:: ru-moto images

ru-moto Veröffentlicht: 6. Juli 2017 02:40:47

[Fotografieren - die richtige Kamera]

Anfang der 80er-Jahre las ich mehr als 25.000 Seiten Foto-Fachmagazine und kaufte in Nbg. eine komplett neue Spiegelrefles-Fotoausrüstung. Ich war also bestens informiert, kannte über die aktuellen Tiefst-Preise bestens und mir war klar, was ich wollte und brauchte. So nannte ich dem Leiter der Fotoabteilung von Hansa-Saturn meine eigenen Preisvorstellungen, welche dieser auch nach kurzem Überlegen kluger Weise akzeptierte... Nach mehr als 30 Jahren las ich zufällig im Internet wieder den eher seltenen Namen diese Abteilungsleiters in seiner privaten Foto-Website. Ich kontaktierte ihn und er konnte sich an mich als Kunde mit den klaren Vorstellungen seiner neuen Kameraausrüstung und an die vorgeschlagenen Top-Preise noch bestens erinnern...

ru-moto Veröffentlicht: 6. Juli 2017 03:04:16

[... soll sich doch der Verkäufer im Laden mit mir rumquälen. Ich nenne ihm die Marke... Sollte er stottern, gehe ich in den nächsten Laden ... Ich berichte dann bei passender Gelegenheit über meine Erfolge ...]

Die Eier legende Wollmilchsau gibt es auch unter den Kameras noch nicht. Ein gut geschulter Verkäufer merkt natürlich sofort, ob sie ein wenig Hintergrundwissen besitzen und nutzt sein Wissen für einen erfolgreichen Kaufabschluss. Wesentlich ist natürlich die Art der beabsichtigten Verwendung ihrer künftigen Aufnahmen. Markennamen, Reklame und Preise sagen da oft noch nichts über Qualität, praktischen Nutzen oder eine richtige Kaufentscheidung aus.
Die beste Kamera ist grundsätzlich immer die, welche man mit dabei hat. Eine sehr einfache und benutzerfreundliche Bedienung ist ebenso wichtig, wie das gute Preis-Leistungsverhältnis. Schließlich sollte man sie ja auch lange mit Freude problemlos nutzen können. Schlechte Kameras gibt es heute nicht mehr, schlechte Fotografen schon

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. Juli 2017 08:15:13

... man merkt, dass "Fotografieren" IHR Thema ist. Danke für die Hinweise/Kommentare. Es wird sicher noch eine Weile dauern, bis ich mich für einen anderen Fotoapparat entscheide. Er spielt ja bei mir eine ganz andere Rolle, als bei all den anderen, die hier darüber geschrieben haben. Es wird bei mir sicher auch beim "knipsen" bleiben - selbst mit einem Apparat für 1.000 Euro.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 8. Juli 2017 21:20:32

Wenn Sie "online fotokurs striewisch" googlen, finden Sie den besten derzeit zur Verfügung stehenden Fotokurs.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 8. Juli 2017 21:26:27

... ja, nur die Zeit muss man dazu haben. Es gibt genügend Bekannte in Kaliningrad, die sich anbieten ...

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an